CDP oder DMP? Was eignet sich am besten zum Sammeln meiner Kundendaten? [5 Lesetipps]

CDP DMP CRM
Quelle: pexels / Markus Spiske

Bei der Vielzahl von Lösungen für Kundendaten ist es nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Besonders die neuere Kategorie der Customer-Data-Plattformen (CDPs) stiftet Verwirrung unter Marketern. Denn es ist nicht auch immer einfach, klar zwischen einer CDP und anderen Lösungen zu unterscheiden. Die heutigen Lesetipps fassen die wichtigsten Unterschiede zwischen den gängigsten Systemen zusammen.

CDP, DMP,…WTF?

Data-driven Marketing ist, wie der Name es vermuten lässt, auf ein stabiles Daten-Fundament angewiesen. Relevant, zentral und qualitativ hochwertig sollte dieses sein, um entsprechende Analysen durchführen und ertragreiche Mehrwerte ab-schöpfen zu können.

Die größte Hürde bildet jedoch noch immer das Zusammenbringen unterschiedlicher Quellen, die Zentralisierung der Datensammlung und der fachgerechte Einsatz dieser. Da sich ein Großteil aller Marketer dieser Problematik bewusst ist, sind Plattformen entstanden, die sich des Problems annehmen, indem sie sämtliche Marketingdaten zentralisieren und somit eine 360-Grad-Sicht auf den Nutzer liefern: CDP (Customer-Data-Plattform) und DMP (Data-Management-Platform).

Beide verfolgen dasselbe Ziel: Die Aggregation und Speicherung von Daten für bessere Customer Insights. In der Praxis sind die beiden Systeme allerdings sehr unterschiedlich, haben allerdings das Potential, sich gegenseitig zu ergänzen.

CDPs

Eine Customer Data Platform (CDP) bezeichnet eine Datenbanksoftware, die fortwährend und ganzheitlich die Daten von Kunden eines Unternehmens aufzeichnet. Sie generiert lückenlose Kundenbilder und sammelt vorrangig First-Party-Kundendaten – wie Name, Adresse, E-Mail und Telefonnummer – aus unterschiedlichen Systemen und Quellen. Diese In-formationen werden über längere Speicherzeiträume gesichert, um Analysen der vollständigen Customer Lifetime möglich zu machen.[1]

Als zentrale Sammelstelle von Kundendaten aus sämtlichen im Unternehmen verwendeten Systemen und Kundenkontaktpunkten – wie Webseiten, Apps, Marketing-Tools oder Social-Media-Kanälen – dient sie allen voran dem Erkenntnisgewinn über die Verhaltensweisen der Kunden und daraus ableitbaren Vorhersagen über Zeitpunkt und Gestaltung einer kanal-übergreifenden Kundenansprache.[2] Um daraus ein passendes Kampagnenmanagement abzuleiten, sind zusätzliche Tools und, natürlich, das entsprechende Marketing-Know-how vonnöten.

CDPs dienen dem gesamten Marketing und sind in der Lage, Datensilos zu vereinen.

DMPs

Ähnlich wie die CDP sammelt und verwaltet eine Data-Management-Platform (DMP) Informationen und Daten zu Kunden, jedoch vorrangig Second- und Third-Party-Daten. Die Plattform erhält ihre Daten entweder durch den Einkauf von Daten oder durch eine so hohe Anzahl von Nutzern, dass die Plattform selbstständig in der Lage ist, die Informationen zu aggregieren und zu anonymisieren.

Für letzteres wäre Facebook ein gutes Beispiel: Mit knapp zwei Milliarden Nutzern[1] ist die Plattform in der Lage, deren Daten zu anonymisieren und an Werbetreibende zu verkaufen. Doch in der Regel sammeln DMPs hauptsächlich Second- und Third-Party Daten aus Trackern von Webseiten, um diese für zielgerichtete Anzeigenschaltungen zu verwenden.

Diese Daten werden über Cookie-IDs erhoben, die geräteübergreifend gesammelt werden – falls der Nutzer denselben Login auf unterschiedlichen Webseiten nutzt. Aus diesen Informationen kanalisiert sich eine entsprechende Customer Journey, die Unternehmen lernen lässt, an welchen Touchpoints ihre Zielgruppe am besten erreicht und mit Ads bespielt werden kann.

DMPs führen Daten zusammen, um dem richtigen Kunden zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Anzeigen auszuspielen.

5 Lesetipps:

Webinar »Death of the (old) Salesman – Es lebe der neue volldigitale Vertrieb« [dotSource]

Was ist der Unterschied zwischen CRM, CDP und DMP? [ComputerWeekly]

CDP – Yet another Platform? Oder doch der wahre Weg zur Omnichannel Customer Experience? [Handelskraft]

CDP, DMP, CRM, DWH, Marketing-Cloud: Was sind die Unterschiede? [CrossEngage]

CRM to go: Mit dem dotSource Voice Assistant mobil zu smarteren Salesprozessen [Handelskraft]

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