Connected Shopping: Wie man offline digitale Vorteile nutzt [5 Lesetipps]

Connected Shopping
Quelle: pexels | Tim Douglas

Über die Vor- und Nachteile vom Online- und Offlineshopping kann man lange diskutieren. Hatte man während des Lockdowns gar keine Alternative, als die Onlineshops zu durchforsten, versuchen nun viele Verbraucher primär in Geschäften vor Ort einzukaufen, um diese zu unterstützen. Damit die Kunden aber auch langfristig vom stationären Einkauf begeistert sind, müssen die Geschäfte kreativ werden, um den Einkauf vor Ort zu einem Erlebnis werden zu lassen.

Die hierzu neu entstehenden Möglichkeiten des »Connected Shopping« sollen das Beste aus der Online- und Offlinewelt verbinden und Shopping vor Ort angenehmer und aufregender gestalten.

Connected Shopping: Was bedeutet das jetzt eigentlich?

Connected Shopping nutzt verschiedene digitale Anwendungen, um den Kunden auch stationär praktische Vorteile zu bieten, die bisher nur der Einkauf im Internet möglich machte.

Eine Möglichkeit, die einige Geschäfte – wie beispielsweise der Drogeriemarkt dm – bereits anbieten, ist der Abruf von Verfügbarkeiten einzelner Produkte online. Somit weiß der Kunde vorab, ob das gewünscht Produkt in seiner Nähe verfügbar ist und kann gegebenenfalls gleich Rezensionen anderer Käufer einsehen. Diese Serviceleistung bleibt potenziellen Käufern positiv im Gedächtnis und die Wahrscheinlichkeit, dass das Geschäft auch in Zukunft die erste Wahl ist, steigt.

Eine weiteres Shop-Upgrade ist der Einsatz intelligenter Spiegel, die es ermöglichen, Kleidung und Make-up virtuell anzuprobieren, ohne lange an der Umkleide anzustehen und sich mehrmals umziehen zu müssen. Die Fashion-Brand Guess gibt seinen Kunden hierüber beispielsweise Styling-Tipps oder ermöglicht das Anfordern einer anderen Größe direkt über den Spiegel.

Auch der »Schaufensterbummel« erhält im Zuge der Digitalisierung eine neue Bedeutung. Wo zuvor Schaufensterpuppen die neue Kollektion präsentierten, stehen jetzt Screens die neben ansprechenden Videos zur neuen Kollektion über Kontaktdaten und QR-Codes die Möglichkeit bieten, auch außerhalb der Öffnungszeiten Produkte zu erwerben.

Connected Shopping ist mehr als smarte Spiegel

Für einige Läden sollte klar sein, dass die Einführung von solchen aufregenden Anwendungen etwas zu voreilig wäre. Ist das Konzept eines Geschäftes grundlegend nicht gut durchdacht, helfen auch smarte Spiegel & Co. langfristig wenig.

Digitalisierung sollte bewusst stattfinden und vor allem kundenzentriert. Auch wenn die technischen Gadgets zunächst vor allem die junge Zielgruppe anlocken, sollten sie in das Gesamtbild eines Ladens passen. Der Wohlfühlfaktor der Kunden muss an erster Stelle stehen und beginnt bereits mit einer ansprechenden und vor allem abwechslungsreichen Präsentation der Ware, geschultem Personal oder einer schnellen WLAN-Verbindung, schließlich ist inzwischen jeder Zweite nicht mehr ohne Smartphone zum Shoppen unterwegs.

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