»Diversität und Tapetenwechsel fördern digitale Transformation« – HKK20 Speaker Tania Sperling [Interview]

Diversität und Tapetenwechsel fördern die digitale Transformation Speaker Tania Sperling
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Wer die digitale Transformation im Unternehmen fördern will, braucht offene und innovative Strategien. Diversität und eine neue Arbeitsumgebung zu schaffen, sind nur zwei Maßnahmen, die das Corporate Start-up HDU der Heidelberger Druckmaschinen AG unternommen hat, um mehr Kreativität und neue Denkweisen in den Firmenalltag zu bringen.

Etwas technischer, jedoch für den Erfolg auf digitaler Ebene nicht zu vernachlässigen, sind PIM-Systeme. Doch um die Vorteile von Produktinformationsprogrammen zu nutzen, müssen oft erst komplexe Systeme entwickelt, aufgebaut und integriert werden. 

Wie man solche komplexen PIM-Systeme länderübergreifend aufbaut und in die bestehende Systemlandschaft und Unternehmensprozesse integriert, weiß Tania Sperling. In ihrer Keynote »PIM-System einführen: Wie komplexe Datenstrukturen und Zeitdruck Spaß ins Projekt bringen« berichtet uns Tania am 19. März auf der Handelskraft Konferenz 2020 Online Edition gemeinsam mit ihrem Kollegen Timothy Axon von ihren Projekterfahrungen.

Diversität und Tapetenwechsel fördern digitale Transformation – Tania Sperling im Interview

Tania ist Head of Global eShops beim Corporate Start-up Heidelberger Digital Unit der Heidelberger Druckmaschinen AG. Als Head of Global eShops ist sie für den Betrieb und die Weiterentwicklung von insgesamt 36 Onlineshops in 22 Sprachen mitverantwortlich. Tanias Fokus liegt momentan auf der Integration eines neuen PIM-Systems, welches sie mit ihrem Team realisiert. Außerdem arbeitet sie am Aufbau einer neuen E-Commerce-Plattform.

Diversität und Tapetenwechsel bei der HDU

Tania, du bist Head of Global eShops bei der Heidelberg Digital Unit. Seit wann gibt es die HDU und was steckt dahinter?

Die Heidelberg Digital Unit gibt es seit zwei Jahren. Sie wurde im April 2018 ganz bewusst als Corporate Start-up gegründet, um in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Konzern die digitale Transformation von Heidelberg mit hohem Tempo voranzutreiben.

Die HDU steht sichtbar für »Diversität« und »Tapetenwechsel«. Diversität heißt, dass etwa gleich viel Männer wie Frauen mit unterschiedlichen Skills aus dreizehn Nationalitäten in der HDU arbeiten. Es gibt Kollegen, die schon sehr lange bei Heidelberg und daher sehr gut vernetzt sind und Kollegen, die aus anderen Unternehmen kommen und neue, andere Sichtweisen mitbringen.

Tapetenwechsel bedeutet, dass in einer alten Produktionshalle auf dem Heidelberg Campus eine moderne New Work Umgebung geschaffen wurde, die interdisziplinäres und agiles Arbeiten fördert.

Diversität, Tapetenwechsel und Bierdeckel-Strategien

Unternehmen, die sich digital (neu) und zukunftsfähig aufstellen wollen, brauchen auf jeden Fall: … Wie würdest du diesen Satz beenden?

…klare Ziele und eine Strategie, die auf einen Bierdeckel passt. Damit meine ich, dass die Ziele und die Strategie, wie man diese Ziele erreichen will, so klar und unmissverständlich sein müssen, dass man sie in zwei, drei Sätzen erklären kann und sie jeder im Unternehmen verstehen kann. Das klingt banal, ist es aber leider in der Praxis überhaupt nicht. Nur wenn es eindeutig ist, wo die Reise hingehen soll, können sich auch alle auf dieses Ziel fokussieren.

Ob E-Commerce-Lösung oder Product-Information-Management – das richtige System zu finden, ist eine große Herausforderung. Von der Einführung ganz zu schweigen. Welche Tipps hast du für Branchenkollegen, die auch auf der Suche sind?

Meine wichtigste Erkenntnis nach diversen Auswahlverfahren mit unterschiedlichen Methodiken in verschiedenen Unternehmen ist, dass es keine 100-prozentig richtige Entscheidung gibt. Egal, ob man sich kilometerlange Feature-Vergleichslisten macht, oder einen extrem zeitaufwändigen und teuren Pitch mit konkreten Aufgabenstellungen macht, am Ende des Tages kommt es darauf an, ob man dem Implementierungspartner vertraut. Das hat viel mit Chemie, aber auch damit zu tun, ob man sich auf Augenhöhe begegnet.

Die zweitwichtigste Erkenntnis ist: Auch wenn es viel Zeit kostet, lohnt es sich sehr, mit Kollegen aus anderen Branchen zu reden, die in ähnlichen Projekten stecken. Nach meiner Erfahrung schärft es enorm den Blick, wenn man Kollegen im »Elevator Pitch«-Stil versucht zu erklären, wo die Knackpunkte eines Projekts sind.

Diversität, Tapetenwechsel und Training

Technologie allein macht noch kein erfolgreiches Digital Business. Wer Change und damit Erfolg will, muss auch bereit sein, interne Prozesse und Strukturen zu verändern. Oder? Kannst du uns sagen, an welchen Stellen bei euch neben der technologischen Ebene noch Veränderungen stattgefunden haben bzw. noch stattfinden? Und warum?

In der HDU haben wir aufgrund der zuvor beschriebenen Diversität bereits ein sehr dynamisches Umfeld, das sich ständig verändert und von allen ein hohes Maß an Flexibilität fordert. Das funktioniert im Kleinen bereits sehr gut. Die große Herausforderung sind die Change Prozesse in der Gesamtorganisation.

Wenn zum Beispiel als Folge von veränderten internen Prozessen plötzlich Dinge anders gemacht werden müssen, als man sie jahrelang gemacht hat, findet das verständlicherweise nicht jeder auf Anhieb super. Hier sind sehr viel Training und transparente Kommunikation notwendig, um Kollegen von den Vorteilen zu überzeugen und sie vielleicht sogar für das Neue zu begeistern. Nach meiner Erfahrung ist der Change Prozess und der notwendige Trainingsaufwand die am meisten unterschätzte Ebene aller Digitalisierungsprojekte.

Was erwartest du von diesem Tag und was können die Teilnehmer deiner Session erwarten?

Ich bin bereits das zweite Mal auf der Handelskraft. Letztes Jahr war ich mit einem Kollegen auf der Handelskraft in Frankfurt, als wir bei Heidelberg kurz vor der finalen Entscheidung für unser neues PIM System standen. In unserer Session werden wir einen Einblick in unser PIM-Projekt geben, dass wir in Rekordzeit implementiert haben und gerade weltweit ausrollen.

Diversität und Tapetenwechsel auf der HK20STR Online Edition

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Außerdem erhaltet ihr in den Sessions von Tania und den anderen Speakern nicht nur wertvolles Praxis Know-how und Insights in den Unternehmensalltag, sondern auch Lösungen für reale Herausforderungen der Digitalisierung.

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