Netzfund der Woche

Am Freitag erscheint wöchentlich der Netzfund. Besonders lustige Ereignisse der Woche werden hier vorgestellt. Aber auch virale Kampagnen, die mit einem interessanten Video oder Bild viel Aufmerksamkeit erreichten, werden von uns mit einem Netzfund geehrt. Auch nerdige Seiten unserer Autoren äußern sich immer wieder im Freitags-Spaß und sollten daher nicht immer ganz ernst genommen werden. Mit diesen amüsanten und inspirierenden Artikeln entlassen wir unsere Leser ins wohlverdiente Wochenende.

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Netzfund: In die iTunes-Charts mit zehn Minuten Stille

Verfasst am 18. August 2017 von .

Der endgültige Beweis für die schier unendliche Bequemlichkeit der Menschheit ist erbracht. Samir Mezrahi ist mit “A a a a a Very Good Song (Silent Track)” in die US-iTunes-Charts gekommen. Kurzzeitig sogar bis auf Platz 50! Aktuell hat – der Künstler? – Platz 64 inne.

Was macht diese Meldung zu einem Netzfund? Ganz einfach: Samirs einziger Track auf iTunes enthält 10 Minuten Stille. Keine kaum hörbaren Frequenzen aus dem All oder anderen Hokus Pokus. Einfach 10 Minuten ohne jegliches Tonsignal. Kosten pro Download: 0,99 Euro

Angeblich brauchte man 2015 ca. 12.000 Downloads TÄGLICH, um Platz 1 zu erreichen. Überlegt man, welchen Umsatz Apple mit 10 Minuten Stille macht, dann wird man schon neidisch, dass man diese Idee nicht selbst hatte. Denn der Grund für den Song ist ein Bug, der beim Anschluss von Apple-Geräten an manche Bluetooth-Lautsprecher oder Autoradios dazu führt, dass automatisch der erste Song abgespielt wird. In meinem persönlichen Fall übrigens a-moll der Band Hasenscheisse.

Drei Fragen:

  1. Wie stark erschrecken Käufer des Songs, wenn sie nach 10 Minuten vom bisherigen ersten Song ihrer Playlist erschreckt werden?
  2. Warum sind Menschen zu bequem kostenlos selbst einen derartigen Track zu erstellen?
  3. Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen?

Doch kein Grund sich zu grämen, die Reviews und Bewertungen des Songs sind sehr amüsant!

Welcher Track läuft bei euch zuerst, wenn ihr euer Telefon koppelt? Antworten gern in die Kommentare!


Netzfund: Pizza-as-a-Service – Buzzwords lecker erklärt!

Verfasst am 11. August 2017 von .
Pizza as a Service

Quelle: picjumbo

Im Digital Business nutzen wir öfter mal Abkürzungen und Begriffe, die für uns ganz normal erscheinen, aber für Außenstehende eher unverständlich sind. Und diese Begriffe dann auch noch verständlich zu erklären, ohne am Ende mit noch mehr Buzzwords um sich zu werfen, ist gar nicht so einfach. Wie zum Beispiel lässt sich mit einfachen Worten erklären, was genau der Unterscheid zwischen den klassischen Modellen On-Premise, Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Platform-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) ist?

Ein Software Architekt von IBM hat die perfekte Analogie dafür entwickelt – Pizza-as-a-Service!

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Netzfund: KI-Apokalypse? Nein! –Noch nicht!

Verfasst am 4. August 2017 von .

Photo by Alex Knight on Unsplash

Photo by Alex Knight on Unsplash

Wissenschaftler bei Facebook AI Research Lab (FAIR) haben kürzlich bemerkt, dass ein paar KI-Chatbots vom Englisch-Script abgewichen sind, um in einer neuen Sprache, die ohne menschlichen Eingriff kreiert wurde, miteinander zu kommunizieren. Die Chatbots heißen Bob und Alice und haben dieses scheinbar sinnlose Gespräch geführt:

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Netzfund: Usability und CX für Onlineshops sind total überschätzt!

Verfasst am 28. Juli 2017 von .

Im Internet ist alles möglich. Und jeden Tag finden sich unzählige Beispiele, um diese Aussage zu bestätigen. Der Zugang zu Wissen ist in Reichweite. In ein paar Minuten kann jeder einen rustikalen Onlineshop zusammenbauen und live gehen.

Wer hat gesagt, dass hochwertige Usability-Anforderungen, neueste CI-Elemente und eine nahtlose und bequeme Nutzererfahrung überhaupt nötig sind? Ein Lebensmittel-Lieferservice aus Jena beweist, dass ein Onlineshop mit kaum ausgeklügelten Funktionalitäten sehr gut funktioniert kann! Wer braucht schon Amazon Fresh!? Wir in Jena haben JenKauf.de!

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Netzfund: AGB nicht gelesen? Dann Klo putzen!

Verfasst am 21. Juli 2017 von .

Neu App herunterladen. Neue Dienstleistung beauftragen. Bevor die Anmeldung erledigt ist, muss jeder die endlosen und unverständlichen AGB lesen und danach den Witz „Ich habe die AGB gelesen“ schnell abhacken, als Erlaubnis, um weiter zu gehen. Immer dasselbe Spiel. Aber wie oft lest ihr eigentlich die AGB von Apps, Online-Dienstleistungen, Händlern und Anbietern und wie lang?

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Netzfund: Regenschirme zum Ausleihen via App – Ein lukratives Geschäft?

Verfasst am 14. Juli 2017 von .

Es ist Regenzeit in China. Starke Regenfälle und schwere Stürme sind das täglich Brot. Daher ist die Nachfrage nach Regenschirmen sehr hoch. Wenn man außerdem berücksichtigt, dass 95 Prozent der chinesischen Internetnutzer mobile Geräte verwenden , fällt ein Start-up auf, dass scheinbar eine geniale Geschäftsidee hatte.

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Worum geht es? Der CEO des Start-ups Zhao Shuping bietet eine App zum Ausleihen von Regenschirmen an, in gleicher Weise wie bei den so beliebten Bikesharing-Angeboten. Mit diesen Apps können Nutzer die Fahrräder über einen QR-Code mit dem Handy scannen und danach eine Zahlenkombination für das Schloss eingeben, um sofort loszuradeln.

Genauso einen Prozess wollte Herr Shuping mit seinem Regenschirme-Ausleih-Service umsetzen. So kaufte das E-Regenschirm-Startup 300.000 Regenschirme an und stellte sie an Bushaltestellen zur Verfügung. Der Preis pro halbe Stunde war sehr günstig: sechs Cent plus 2,30 Euro Pfand. Im Prinzip war alles sorgfältig studiert.

Allerdings hatte er (zumindest) eine Fehlberechnung… Die Kunden haben die Regenschirme nicht zurückgegeben! Herr Shuping erklärte:

„Ich dachte, alles ließe sich teilen“.

Aber die Praxis hat gezeigt, dass nicht alles in der so genannten „Sharing Economy“ geht. Heißt das, dass eine Lücke in der „Sharing Economy“ entdeckt wurde?

Trotz des Misserfolges will das Startup an der Idee festhalten und weiter machen. Aber vielleicht wäre es sinnvoller (im Zeitalter der digitalen Transformation) das Geschäftsmodel neu zu definieren und auf den Misserfolg zu reagieren?


Netzfund: Nutze Googles Autovervollständigung, um deinen Lebenslauf auszufüllen

Verfasst am 7. Juli 2017 von .

Die Jobsuche ist eine anstrengende und zeitaufwendige Aufgabe. Oft sind verschiedene Lebensläufe und Anschreiben erforderlich. Dafür ist es allerdings wesentlich Zeit und viel Inspiration zu haben, um den (möglicherweise) zukünftigen Arbeitgeber auf sich Aufmerksam zu machen.

Der Brite @TechnicallyRon, der diesen langweiligen und mühsamen Prozess leid war, hat Googles Autovervollständigung genutzt, um seinen Lebenslauf auszufüllen. Wie das Experiment funktioniert hat? Traumhaft! – sein Lebenslauf ging viral.

Seine Idee wurde schnell kopiert und auf andere Sprachen angepasst. Auch auf Deutsch!

Woher kommen die unterschiedlichen Begriffe?

Laut Google stammen die Begriffe aus unserer aktuellen Sucheingabe, aus relevanten Google-Suchen, die in der Vergangenheit ausgeführt wurden sowie aus Trendthemen, die beliebt in unserer Region sind.

Auch wir Handelskraft-Autoren wurden von Googles Autovervollständigungs-Fieber angesteckt und haben ebenfalls unseren eigenen Lebenslauf ausprobiert. Na geht doch!

Quelle: Lebenslauf ausgefüllt mit Googles-Autocomplete von eine dotSource-Autorin

Quelle: Lebenslauf ausgefüllt mit Googles-Autocomplete durch eine Handelskraft-Autorin

Ob @TechnicallyRon endlich seinen Traumjob gefunden hat? Würdet ihr die Lösung nutzen, wenn ihr verzweifelt wärt?


Netzfund: Rollende Backstube, um Pizzas immer frisch und heiß zu liefern

Verfasst am 30. Juni 2017 von .

Das Rennen um die Logistik der Zukunft steckt voller Superlative. Es könnte mit olympischen Attributen definiert werden. Die schnellste, hochwertigste, frischeste, heißeste, nachhaltigste und so weiter… aber die Zeit ist die zentrale Herausforderung. Lieferungen aller Arten, aber besonders von Lebensmitteln, sind zum Wettlauf gegen die Zeit geworden und es scheint als ob sich die Pizza-Fans gratulieren können!

Das Start-Up Nerdys Pizza™ hat das Bestellerlebnis neu definiert und den Zustellprozess der Pizzas optimiert, um keine weitere Pizza kalt zu liefern. Da jede Sekunde zählt, hat das Start-Up ein Auslieferungsfahrzeug gebaut, um die Pizzas während der Fahrt zum Kunden zu backen.

Das Erfolgsrezept ist 24 Stunden Teigruhe, 480°C Grad Hitze und 90 Sekunden Backzeit. Das Resultat: eine einzigartige Pizza direkt vor die Wohnungstür, ohne lange Lieferzeiten.

Außerdem kann man natürlich den Lieferprozess durch GPS verfolgen, die Liefertrucks sind umweltfreundlich und die Hauptzutaten sind frisch beim Lebensmittelgroßhandel gekauft. Es klingt vielversprechend. Die Fragen sind jetzt: ist es möglich die Lieferungszeit immer weiter zu senken? Wird Nerdys Pizza diesen innovativen Lieferdienst expandieren?


Netzfund: Facebook-Likes statt Kreditkarte -> Die neue Währung kommt!

Verfasst am 23. Juni 2017 von .

In einer immer wettbewerbsfähigeren Welt, in der die Kunden das letzte Wort haben, müssen Marken nicht nur den betreffenden Markt erobern, sondern auch immer kreativer und ungewöhnlicher sein, um ihnen aufzufallen. Früher oder später erreichen die Marken ihre Zielgruppe über mehrere Touchpoints, meistens jedoch über das Smartphone . Begriffe wie Mobile Marketing, Geotargeting oder Native Advertising sind jetzt der heilige Gral.

Aber es gibt auch andere Wege, Aufmerksamkeit zu erregen. Das Verständnis der Kundenansprache hilft oft das zu schaffen, besonders wenn sich ein heißes Thema (wie die neue digitale Währung) wie ein roter Faden durch die Werbegeschichte zieht.

Wir reden jedoch nicht über Bitcoins, sondern über etwas, mit dem wir mehr vertraut sind. Pass auf!

Stell dir vor, dass du ein cooles Outfit mit „LIKES“ bezahlen könntest. Wenn du hunderte Freunde hast, ist das kein Thema! Das ist es, was der internationale Männermode-Anbieter Strellson ermöglicht. Dafür hat er einen eigenen Like-Shop aufgebaut. Dieser besondere Shop bietet 10-15 unterschiedliche Produkte mit verschiedenen „Preisen“ (die zwischen 50 und 500 Likes liegen).

Quelle: Strellson

Quelle: Strellson

Da die Produkte limitiert sind, kann nur die erste Person, die die entsprechenden LIKES von ihren Freunden bekommt, das Kleidungsstück kostenlos haben! Wow… Hier gewinnt Freundschaft gegenüber Reichtum.

Aber hört auf zu träumen! Bisher ist es nur eine innovative Form der Werbung. Aber wenn es erfolgreich ist, sollte Strellson dieses LIKE-SHOP-KONZEPT auf die nächste Stufe bringen…


Netzfund: Smartboy ist eine Realität – Deine Cartridges haben eine zweite Chance!

Verfasst am 16. Juni 2017 von .

Dieses Jahr ist wohl ein gutes Jahr für Nostalgische. Erst das neue Nokia-Handy und demnächst… das moderne Gesicht des Game Boy: der SmartBoy! Erfolgreiche Produkte überleben den Lauf der Zeit. Sie können neu definiert oder verwandelt werden, aber sie kommen immer irgendwie und irgendwann zurück.

Der Haupttreiber dieser neuen Version ist natürlich ein Smartphone (alle Samsung Galaxy-Modelle und alle Android-Handys mit 4,6 bis 5 Zoll sind kompatibel).

Das Smartphone wird in eine Game-Boy-Lookalike-Halterung gesteckt, wo es (keine Panik) auf der Rückseite auch Platz für die klassischen und originalen Spiele gibt: Game Boy Color und Game Boy Advance!

Dieses neue Retrogerät funktioniert so:

Ausgezeichnet! Staub deine Cartridges ab, lass sie aufleben! Für die Begeisterten: Der “Smartboy” kommt Ende dieses Jahres zunächst nur in den USA und in Korea mit einem Startpreis von $59.99 in den Handel.


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