»B2B-Plattform-Business profitiert von verteiltem Know-how« – HK20STR Speaker Philipp Himmler [Interview]

B2B-Plattform-Business und verteiltes Know-how HK20STR Speaker Philipp Himmler
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Digital ist das neue Normal. Egal in welcher Branche. Auch in der Werkzeuglogistik steigt die Nachfrage der Kunden nach elektronischen Lösungen und Anbindungen. Händler und Hersteller müssen reagieren. Ein Weg, Kundenerwartungen gerecht zu werden und dabei selbst neue, zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu erschließen, sind Plattformen.

Wie man die Anforderungen verschiedener Partner auf einer gemeinsamen B2B-Plattform vereint, erklärt Philipp Himmler, eBusiness Manager bei der Otto Bitzer GmbH in seiner Session »Gemeinsam geht’s besser – Als B2B-Mittelständler im Plattformzeitalter bestehen« am 19. März auf der Handelskraft Konferenz 2020. Im Handelskraft Interview erfahrt ihr heute zudem, welche digitalen Synergieeffekte dabei für mehr Zufriedenheit beim Kunden sorgen.

B2B-Plattform-Business: Philipp Himmler im Interview

B2B-Plattform-Business und verteiltes Know-how HK20STR Speaker Philipp Himmler
Seit nunmehr zehn Jahren beschäftigt sich Philipp Himmler mit den Themen E-Commerce/E-Procurement und PIM. Als Co-Product Owner bei Precitool ist er entscheidend an der Entwicklung der gemeinsamen E-Commerce-Plattform beteiligt. Bei Otto Bitzer verantwortet er bereits seit 2016 das Thema E-Business.

B2B-Plattform-Business: Für die Zukunft gewappnet

Durch Plattformen wie Amazon, Wucato oder Mercateo verändern sich die Erwartungen der Kunden. Wirkt sich das deiner Meinung nach auch auf Mittelständler im B2B aus?

Mittlerweile merken wir den Wandel im B2B verstärkt. Unsere Kunden fordern immer aktiver nach elektronischen Anbindungen und Lösungen bzw. setzen selbst verstärkt eProcurement-Systeme ein, die wir dann bedienen müssen.

Precitool ist der Partnerverbund, bei dem Otto Bitzer Gesellschafter ist, wie kam es dazu?

Meinen geschäftsführenden Gesellschaftern war sehr schnell klar, dass wir Handlungsbedarf haben und mit der bisher eingesetzten Lösung an unsere Grenzen gekommen sind

Uns war von vornherein bewusst, dass wir alleine so ein Projekt nicht stemmen können und haben uns deshalb mit weiteren Precitool-Partnern zusammengeschlossen, die ebenfalls vor den gleichen bzw. ähnlichen Problemen standen.

In mehreren Gesellschafterversammlungen und Strategie-Workshops wurde dann die Idee/das Projekt ins Leben gerufen, eine neue eCommerce-Plattform zu entwickeln, um zukünftig den digitalen Anforderungen am Markt besser und schneller gerecht zu werden

Nach mehreren Scoping-Workshops und einem Pitch haben sich dann vier Partner (unter anderem Otto Bitzer) auf diesen Weg mit dotSource verständigt.

B2B-Plattform-Business: Gemeinsam stärker

Was ist deiner Meinung nach bei der Umsetzung eines solchen Projektes besonders wichtig?

Hauptkriterium ist meiner Meinung nach die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Stakeholdern (jeweils eigenständige Gesellschaften bei uns), aber auch zu dem Partner/Agentur, sprich dotSource.

dotSource war während der ganzen Projektphase der »Antreiber« und » Vorantreiber« und hat uns gezielt aufgezeigt, was wir wie und wann liefern müssen und hat sich nicht ausgeruht und gewartet, bis wir uns melden.

Wir hatten bzw. haben auch heute noch ein sehr offenes und intensives Verhältnis, wir können Positives wie auch Negatives ansprechen und gemeinsam wird bei Problemen eine konstruktive Lösung für beide Seiten gesucht.

B2B-Plattform-Business: Vom Know-how der Anderen profitieren

Welche Vorteile bringt die gemeinsame Plattform für die einzelnen Gesellschafter? Gibt es auch Nachteile?

Unsere Vorteile bestehen vor allem darin, dass wir Ressourcen, wie Kosten, Zeit und Mitarbeiter zusammenlegen und aufteilen können. Der Aufwand, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können, ist enorm und können wir nur gemeinsam meistern.

Vor allem profitieren die einzelnen Gesellschaften auch durch das verteilte Know-how, da jeder Partner/Gesellschaft in anderen Bereichen weitreichendere Erfahrungen hat, so ist ein Partner heute schon deutlich weiter, wenn es um Kundenanbindungen via OCI geht, ein anderer Partner ist dafür im Tool-Management (Werkzeuglogistik) aktiver vertreten.

Durch das Gemeinschaftsprojekt müssen am Ende des Tages immer alle Partner gemeinsam den Weg gehen und Entscheidungen treffen, dies kann natürlich auch ein langwieriger Prozess sein, bis eine gemeinsame Entscheidung für zukünftige Erweiterungen und Optimierungen der Plattform getroffen ist.

Was erwartest du von der Handelskraft Konferenz und was können die Teilnehmer deiner Session erwarten?

Ich freue mich schon wieder auf sehr interessante Sessions und Diskussionsrunden mit allen Teilnehmern. Dabei freue ich mich vor allem wieder auf die Gespräche mit branchenfremden/branchenübergreifenden Gesprächspartnern, um neue Wege und Möglichkeiten auch für uns zu entdecken

Sie werden auf jeden Fall einen Einblick über den Ablauf eines solchen Projekts mit all den verbundenen Vor- aber auch Nachteilen sehen. Einige werden sich hier sicherlich wiederfinden und mögliche Lösungswege aufgezeigt bekommen, wie diese so ein Projekt erfolgreich meistern können.

Außerdem erhalten Sie einen Einblick über die aktuelle Lage des B2B-eCommerce im Handelsumfeld.

B2B-Plattform-Business auf der HK20STR

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