Viele Wege führen zur emotionalen Kundenansprache

Wer an Emotionen im E-Commerce denkt, findet sich schnell in Klischees wieder: Freude und Kauflaune scheinen stets Hand in Hand zu gehen. Das mag für Usability und Nutzererlebnis zutreffen. Doch betrachtet man sich die Emotionen, die uns zur (virtuellen) Kreditkarte greifen lassen, sind das nicht immer positive Stimmungen (im Gegenteil).

Das „Rad der Emotionen“ des amerikanischen Psychologen Robert Plutchik zeigt, dass die Orientierung an positiven Gefühlen zu kurz greifen muss, da sie schlichtweg nur einen kleinen Teil unserer Gefühlszustände ausmachen.

Plutchik Rad der Emotionen
Plutchiks Rad der Emotionen. Grafik: wikipedia.org

Dass es nicht immer die positiven Gefühle sind, die uns antreiben, haben große Marken mit Kampagnen à la „Geiz ist Geil“ schon lange erkannt.

Beispielsweise rät die Angst vor dem Verlust der neuen Brille dazu, eine Versicherung dazu zu kaufen. Die Wut über Ausbeutung und chemische Zusätze in Kleidungsstoffen lässt uns nachhaltig kaufen. Neid oder das Bedürfnis mitzuhalten, kann ein Trigger dafür sein, besonders hochwertig einzukaufen.

Ein interessanter Ansatz also, einmal die komplette Bandbreite menschlicher Gefühle zu bedenken und so zu neuen Formen der Kundenansprache zu gelangen. Wer gezielt Probleme anspricht und dafür eine Lösung anbietet, kann auch Negativität für sich nutzen. Wenn der Kunde das Gefühl hat, dass seine Probleme ernst genommen und gelöst werden, führt das wiederum zu positiven Emotionen.

via bufferapp.com

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Bestellbestätigung mal anders

Taschen aus recycelten LKW-Planen; Foto: Noë Flum

Onlinehändler lassen sich bekanntermaßen einiges einfallen, um ihre Kunden zum Kauf auf ihrer Webseite zu animieren: ein umfangreicher Onlineshop, hochwertige Produkte, tolle Bilder und motivierende Texte – all das kommt nicht von ungefähr, sondern ist ausgeklügelte Marketingstrategie. Den Kunden freut´s und mit einem Klick landet das angepriesene Produkt im Warenkorb.

Jubel, nicht nur beim Onlinehändler, sondern auch im heimischen Wohnzimmer. Die Vorfreude auf das Produkt der Begierde kennt keine Grenzen. Welch eine Genugtuung, wenn plötzlich das E-Mail Postfach aufblinkt und das baldige Eintreffen der langersehnten Ware ankündigt.

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