Wenn Macher reden und vergessen zu machen

Verfasst am 20. August 2009 von .

Es ist ja immer noch ein himmelweiter Unterschied, ob man über bestimmte Entwicklungen oder Trends berichtet, sie verkündet oder ob man zu ihnen etwas beiträgt. Aus der Verkündung sind verschiedene selbsternannte Experten auferstanden, bei denen niemand so recht weiß, wo sie her kommen und woher sie ihre Skills haben. Das hat dazu geführt, dass die Begrifflichkeit „Social Media“ bei vielen mittlerweile nur noch Gähnen oder Augenrollen auslöst. Der ständigen Verkündung von Hype und der Redundanz zum Dank.

Und irgendwie bleibt da ein fader Beigeschmack, wenn man solche Dinge liest. Inhaltlich ist der Artikel von Don Alphonso auf so manch anderes Feld übertragbar. Mein persönliches Zitat der Woche und Prototyp der Bizz-Wahrheit lautet:

Es gibt da meines Erachtens einen ziemlich deutlichen Zusammenhang zwischen Grossmäuligkeit, den Medienwandel zu verkünden, und der Unfähigkeit, jenseits der Verkündung etwas dazu beizutragen. Es sind genau genommen keine Experten für den Medienwandel, sondern Experten für Medienwandelausrufung.

Das Wort „Medien“ kann in diesem Zitat gerne durch andere Buzzwords ausgetauscht werden. Für mehr Mut plädieren schon viele Seiten und ich bin mir sicher, dass unter vielen Dächern auch bereits getüftelt wird. Aber bis es soweit ist, sind verbale Tritte in den Hintern, wie vom Don Alphonso, mehr als erwünscht. Zwar nicht gerne gesehen oder gerne gehört, aber so ist das nun mal mit der Wahrheit:

Nicht nur ankündigen. Sondern auch umsetzen. Reich werden. Imperien errichten, auf den Trümmern derer, die es nicht konnten. Oder glaubten, es reiche schon, wenn man sich gute Geschichtenerzähler einkauft. Oder dem Irrglauben anhingen, es käme allein auf die Qualität an, dann kämen die richtigen Leser schon alleine, solange nicht nur über das Netz geschwafelt wird.

Na los, Ihr Könner. Zeigt mal, wie das geht.

(1 Bewertung(en), Schnitt: 4,00 von 5)
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2 Reaktionen zu “Wenn Macher reden und vergessen zu machen”

  1. Fuchs

    Am 20. August 2009 um 14:48 Uhr

    “Es sind genau genommen keine Experten für den Medienwandel, sondern Experten für Medienwandelausrufung”

    wie wahr!

  2. Frank

    Am 30. August 2009 um 11:11 Uhr

    Aber bitte was berechtigt gerade einen Don Alphonso zu diesem Vorwurf? Was hat Rainer Meyer vorzuweisen? Frag ja nur…

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