Viralität bei ortsbasierten Anwendungen

Verfasst am 17. Juni 2010 von .

Nicht nur Mobile-Commerce-Anwendungen profitieren von der Viralität, welche durch die Faktoren Region und Freizeit hervorgerufen werden. Immer mehr lokale Dienste lassen sich im „stationären“ Netz finden. Nach der BITKOM-Studie „Connected Worlds“ greifen die reale und digitale Welt immer mehr ineinander. So nutzen 46% der 1000 Teilnehmer das Internet hauptsächlich für die Bereicherung ihrer Freizeit beziehungsweise ihres Hobbys. Die Aktivitäten werden in der Regel mit einer Gruppe gestaltet und sprechen sich deshalb leicht herum. Mittlerweile sind für ortsbasierte Anwendungen kaum mehr Grenzen gesetzt:

Group Buying

Wohl das mittlerweile bekannteste Konzept, das hier nur kurz aus Gründen der Vollständigkeit erwähnt werden soll. Lokale Rabatte werden gesucht und ab einer bestimmten Anzahl von Personen kommt ein Deal zustande. Viralität findet hier hauptsächlich durch word of mouth in der realen Welt statt.

Social Media

Neuer hingegen sind Anwendungen auf, oder mit, Social-Communities. Walt Disney bietet momentan über ihre Facebook-Applikation Disney Tickets Together Kinokarten für Toy Story 3 an. Kinofans können sie direkt dort bestellen und ihre Freunde auf Facebook zu einem Kinobesuch einladen.

Disney Tickets Together

Seit einigen Tagen heiß thematisiert ist die auf dem US-amerikanischen Markt bereits umgesetzte Funktion einzelne Tweets von Twitter mit Ortsangaben zu verknüpfen. Lieblingsbars, -Läden oder -Cafés können so mit anderen geteilt werden. Lokale Anbieter könnten in naher Zukunft über Twitter effizienter Rabatte verteilen.

Bekannte Anbieter, wie friendticker, Foursquare oder Gowalla starteten ihre eigenen Communitys, die nach dem Prinzip funktionieren, Lokalitäten zu empfehlen und Vergünstigungen zu bekommen.

Social Bookmarking

Mittlerweile haben ortsbasierte Anwendungen schon die Welt des Social Bookmarkings erreicht. Foursquare ermöglicht nun nicht mehr nur Empfehlungen in der Community oder mobil abzugeben, sondern über einen Button, den lokale Anbieter ihrer Webseite hinzufügen können. Gerade wird dieser über das New Yorker Wall Street Journal getestet.

Wall Street Journal Foursquare

Nach Sascha Langners Theorie über das Virale Marketing (hier im Interview mit Werbeanzeige.de) werden Botschaften besonders gut verbreitet, wenn sie sich bei den aktivierten Personen besonders lange verankern lassen. Die Botschaft muss also im Gedächtnis bleiben. Der BITKOM-Studie zufolge besteht im Bereich der ortsbasierten Anwendungen ein enormes Potential.

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