Emmas Enkel leisten Pionierarbeit im Bereich Lebensmittel-Online [Vertrauen]

Verfasst am 6. Juni 2013 von .

Emmas-Enkel.deDer Trend, Lebensmittel online zu bestellen, nimmt weiter Fahrt auf. Die Angebotsdichte auf Deutschlands virtuellem Lebensmittelmarkt hat in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen. Von rezeptorientierte Lieferservices, Spezial-Händlern mit oder ohne Abo bis hin zu Vollsortimentlern mit deutschlandweiter Lieferung – es gibt nichts, was es nicht gibt. Dass Amazon großes Interesse an diesem Bereich zeigt, ist kein Geheimnis.

Zeitmangel als Chance, Vertrauen noch K.O.-Kriterium

Von der Lebensmittellieferung bis an die Haustür fühlen sich vor allem Berufstätige mit wenig Zeit angesprochen, aber auch Ältere, die nicht mehr alle Besorgungen selbst erledigen können. Interessanterweise gehören zur Gruppe der Shopping-Vermeider vor allem junge Menschen. Insbesondere Studenten, Berufseinsteiger und junge Familien überlegen sich laut GfK-Studie den Gang in den Supermarkt zwei Mal; die Zahl ihrer Shopping-Touren hat zwischen 2006 und 2011 um 16 Prozent abgenommen.

Diese Zahlen sorgen dafür, dass OnlineLebensmittelhändler trotz ihrer derzeitigen Nischenposition mit wachsender Nachfrage rechnen. Der Zeitfaktor ist Vorteil Nummer eins für die Lebensmittelversender. Für preisbewusste Kunden und solche, die genau in Augenschein nehmen möchten, was im Warenkorb landet, sind jedoch noch einige Hürden vorhanden. Diese muss der Handel durch Kundenservice und eine gut funktionierende Logistik aus dem Weg räumen, bevor das Online-Geschäft richtig durchstarten kann

Best Practice: Emmas Enkel

Mangelndes Vertrauen abzubauen und das sinnliche Einkaufserlebnis trotzdem zu ermöglichen, daran arbeitet das Düsseldorfer Startup Emmas Enkel bereits sehr erfolgreich.

»Lebensmittel sind Vertrauenssache«
Sebastian Diehl, Geschäftsführer Emmas Enkel

Emmas Enkel erobern seit Herbst 2011 den deutschen Lebensmittelmarkt von Düsseldorf aus, wobei sie sowohl auf Nostalgie als auch auf den Einsatz modernster Technik setzen. Wie der Name schon erahnen lässt, stellen sie sich bewusst in die Tradition der Tante-Emma-Läden, holen diese allerdings behutsam in die Gegenwart.

Die Multichannel-Klaviatur wird dabei auf allen Tasten bespielt: Der Kunde kann die Bestellung sowohl komplett online vornehmen und liefern lassen, als auch persönlich vorbeikommen und ganz altmodisch einkaufen. Auch die Kombination ist möglich, vorher bestellen und den fertig gepackten Einkauf mitnehmen oder im hauseigenen Café, der »Guten Stube« warten, bis dieser zusammengestellt ist. Wer der ganzen Sache nicht traut oder noch Hilfe braucht, kann ebenfalls vorbeikommen und sich vor Ort mit der Bestellung per iPad vertraut machen.

Emmas Enkel iPad Zettel

(c) Emmas Enkel

Das schafft Vertrauen bei Skeptikern und weniger technikaffinen Kunden. Mitunter kommen ganze Seniorengruppen vorbei, um das Konzept kennen zu lernen.

Hilfreich sind dabei nicht nur die Mitarbeiter, die – wie bei ihrer Namensgeberin – direkt hinter der Theke stehen, sondern auch ein großer Touchscreen, der sich im Showroom-artigen Verkaufsraum des Ladengeschäfts befindet. Bezahlt werden kann virtuell im Voraus, mobil, oder auch bar. Digital Natives, die den Ladenschluss nicht geschafft haben, können sich die gewünschten Produkte per QR Code von der Rückseite der Rollläden, die abends über das Schaufenster gezogen werden, scannen und für den nächsten Morgen vorbestellen. Sie lassen dem Kunden also völlige Entscheidungsfreiheit.

Emmas Enkel reagieren damit nicht nur auf beinahe jeden aktuellen E-Commerce Trend, sie setzen diese direkt um und integrieren sie sinnvoll in ihr Geschäftsmodell. Damit gelten die Düsseldorfer nicht zu Unrecht als Best Practice in puncto Multichannel-Strategie – nicht nur im Lebensmittelbereich.

Fazit

Der Konsument des 21. Jahrhunderts hat vor allem eines: wenig Zeit. Eingespannt zwischen Beruf und Privatleben, sind vor allem junge Menschen zunehmend auf der Suche nach Services, die sie entlasten und ihnen dabei helfen, mehr Zeit für sich zu gewinnen und Routinearbeiten zu minimieren. Dazu gehören beispielsweise das Nachkaufen von Standardprodukten und der Lebensmitteleinkauf nach Feierabend.
Um das Konzept in Deutschland stärker zu etablieren ist es vor allem nötig, Vertrauen herzustellen, was Emmas Enkel bereits exzellent vormachen.

Handelskraft 2013

Handelskraft 2013 ThumbnailDieser Artikel stammt aus unserem Trendkompass Handelskraft 2013, der auf unserer Webseite kostenlos heruntergeladen werden kann.
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5 Reaktionen zu “Emmas Enkel leisten Pionierarbeit im Bereich Lebensmittel-Online [Vertrauen]”

  1. 10 Lesetipps der Woche für Shopbetreiber » shopbetreiber-blog.de

    Am 14. Juni 2013 um 09:07 Uhr

    […] Emmas Enkel: Pionierarbeit im Online-Lebensmittelhandel […]

  2. Christian Rothe

    Am 15. Juni 2013 um 07:32 Uhr

    Warum bekomme ich diesen Artikel hier auf dem iPad nur in riesengroßer Blindenschrift präsentiert?
    Warum werde ich als iPad-Nutzer gezwungen, die Mobilversion der Seite zu nutzen und finde keinen Link zur Desktop-Version?

  3. Cornelia Greiner

    Am 17. Juni 2013 um 09:42 Uhr

    Danke Christian für dein Feedback, wir schauen uns das gleich an!

  4. Arno

    Am 19. Juni 2013 um 09:55 Uhr

    Ein höchst interessanter Artikel, vielen Dank dafür!

    Zu Christian Rothes Kritik:
    Ich sehe auf meinem Android-Pad möglicherweise nicht das, was er zu sehen bekam. Mir gefiel die Darstellung sehr gut, und ich fand unten auf der Seite einen Schalter, um auf die reguläre Darstellung umzuschalten.

    Nebenbei bemerkt: Oft sitzt das Problem nicht in der Technik, sondern davor. Es ist das iPad, das eine Mobilversion anfordert, sofern eine vorhanden ist. Und was es forderte, bekam es ja wohl auch. 😉

  5. Cornelia Greiner

    Am 19. Juni 2013 um 10:09 Uhr

    Hallo Arno, danke für deinen Kommentar und das Lob. Ich sehe das ähnlich, wir haben die Ansicht für mobile Endgeräte so optimiert, wie wir es als angenehm empfinden. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Wem es nicht gefällt, kann auch über den Browser zur Webansicht wechseln.

    Um den Service für unsere Leser zu verbessern, haben wir uns das Feedback trotzdem angenommen und gleich umgesetzt. Zu Christians Verteidigung möchte ich daher einräumen, dass es den Schalter erst seit gestern Mittag gibt. Also danke Christian.

    Weiteres Feedback ist gern willkommen!

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