Ist die Zeit des QR-Codes vorbei?

Verfasst am 28. August 2014 von .

QrCodevsHashtag„Der QR-Code ist tot, lang lebe das Hashtag!“ – so könnte man zumindest die momentane Entwicklung einiger Werbekampagnen beschreiben. Nicht nur in den U.S.A. nimmt das Doppelkreuz Fahrt auf, auch deutsche Kampagnen laufen mittlerweile unter einem Hashtag.

 

Was ist ein QR-Code?

Die Zahlen zur Nutzung von QR-Codes sehen nicht gut aus: Einer Studie aus dem Jahr 2012 zufolge wussten 97 % der Kunden nicht einmal genau was ein QR-Code ist oder mit welcher App man diesen am besten einscannt. Ein QR-Code befindet sich oft in der Ecke von Werbeplakaten. Die Werbefläche muss so platziert sein, dass man den QR-Code scannen kann. Selbst bei optimaler Position scannten aber nur 21% der amerikanischen Smartphone-Besitzer einen solchen Code bisher ein.

Für soziale Netzwerke das Hashtag

Im Gegensatz dazu steht das Hashtag. Das #-Zeichen hilft vor allem bei der Suche in sozialen Netzwerken. Besonders Pinterest, Twitter und Instagram nutzen das Hashtag zur Strukturierung. Auf Grund der Privatssphäre der meisten Posts konnte sich das Rautezeichen auf Facebook noch nicht richtig durchsetzen. Trotzdem erhalten Werbekampagnen einen eigenen Hashtag, wie Lead-Digital übersichtlich zusammenfasst. Während der Fussballweltmeisterschaft twitterten deutsche Fans beispielsweise unter #aneurerseite oder #bereitwienie.

Die #ShareACoke-Kampagne auf Twitter.

Die #ShareACoke-Kampagne auf Twitter.

QR-Code vs. Hashtag

Der QR-Code macht den Zahlen nach keine gute Figur. Doch hat das Quadrat einen Vorteil: Die Weiterleitung führt direkt auf die eigene Website, was vor allem im B2B-Bereich hilfreich sein kann. Außerdem ist ein QR-Code schnell und kostenlos erstellt. Nehmen die Nutzerzahlen auf Twitter, Vine, Pinterest oder Instagram allerdings weiterhin zu, könnte sich in Deutschland ebenfalls das Hashtag durchsetzen. Dass man es nicht mit dem #-Zeichen übertreiben sollte zeigen Justin Timberlake und Jimmy Fallon.

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3 Reaktionen zu “Ist die Zeit des QR-Codes vorbei?”

  1. Daniel

    Am 30. August 2014 um 08:58 Uhr

    Die Idee des QR-Code war sehr gut, nützt aber nichts wenn keiner weiß wie das Geht. In den sozialen Medien sind die user deutlich mehr aktiv. Ich kann diese Entwicklung also voll nachvollziehen.

  2. Walter

    Am 12. September 2014 um 19:07 Uhr

    Der Beitrag beschränkt den QR-Code in den Konext von Werbung und Marketing. Das ist etwas kurz gedacht. Ich glaube, die große Zeit des Codes mit den eckigen Kästchen beginnt gerade: QR-Codes werden zunehmend zur sicherheitsrelevanten, temporären Authentifizierung eingesetzt. Typisches Beispiel: das verschlüsselte Kurzmitteilungs-Tool “Threema”. Für ein gesicherten Kontakt wird auf dem Phone ein QR-Code erzeugt, die von der Gegenseite eingescannt werden muss. Funzt super einfach – und vor allem werden dadurch keine Daten an Dritte weitergegeben.

  3. Nico Saborowski

    Am 15. September 2014 um 07:50 Uhr

    Hallo Walter,

    Als ich den Artikel schrieb habe ich tatsächlich nur den Marketing-Bereich im Blick gehabt. Die Headline bezieht sich ausschließlich darauf.

    Obwohl ich Threema kenne, habe ich die Authentifizierung nicht auf dem Schirm gehabt. Dass der Code nun dort seine Renaissance feiert, ist natürlich erfreulich. Immerhin gibt es ihn schon seit 20 Jahren 🙂

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