MWC 2018 – Welche Trends bestimmen die Zukunft der Mobilität? [5 Lesetipps]

Verfasst am 5. März 2018 von .
Quelle: pexels.com

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Unter dem Motto „Creating a better future“ wurden beim diesjährigen Mobile World Congress die neuesten technologischen Trends der Mobilfunkindustrie vorgestellt. Die 107.000 Besucher konnten aus erster Hand erfahren, welche Rolle das Mobilfunk-Ökosystem beim Aufbau der digitalen Zukunft spielen soll.

Und obwohl die neuesten Smartphones von großen Herstellern wie Samsung, Alcatel, Nokia oder ZTE viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, war nicht mehr das Smartphone das zentrale Thema der Messe, sondern Mobilität und das 5G-Netz als ihr Treiber.

Die Verbesserung in der Technologie-Infrastruktur (nämlich eine leistungsstarke Internetverbindung durch das Versprechen der 5G-Netzwerke, digitale Assistenten durch genaue KI-Anwendungen und realisierbare IoT-Projekte) ermöglicht, dass immer mehr Geräte (nicht nur das Smartphone) miteinander in Verbindung treten. Damit entstehen ganze Ökosysteme wie Smart Homes, E-Autos, Smart Cities und Smart Factories, die jederzeit überall für Händler, Hersteller und Verbraucher zur Verfügung stehen.

Aber wie ist der aktuelle Stand dieser Entwicklungen? Und welche Trends konnten sich vom Rest abheben?

Mit 5G werden IoT-Projekte endlich realisierbar

2021 soll es 22,5 Milliarden mit dem Internet verbundene IoT-Geräte geben. Diese Prognose beschreibt eine digitale Welt voll mit vernetzten und intelligenten Geräten, die miteinander kommunizieren wollen. Daraus ergibt sich auch eine große Menge Daten, die schnellere Netze brauchen, um übertragen zu werden.

An dieser Stelle kommt das 5G-Netz ins Spiel. Unter anderem reduziert dieses Netz die Latenzzeit und unterstützt eine größere Anzahl gleichzeitiger Verbindungen. So ist es beispielsweise für das selbstfahrende Auto, Live-Streaming (Konzerte, Veranstaltungen) oder die Steuerung von Drohnen von Nutzen.

Es sieht so aus, als ob das 5G-Netz ab 2020 für mobile Nutzer verfügbar sein wird. Mittlerweile zeigen Hersteller und Anbieter mit ihren Entwicklungen und Prototypen, was damit in Zukunft möglich ist.

  • Huawei hat das „Modem der Zukunft“, ein CPE, enthüllt. Seine Bereitstellung an den Benutzer erfolgt mit Geschwindigkeiten von bis zu 2 Gbit pro Sekunde, 20-mal höher als die 100-Mbit/s-Faser, sodass Onlinespiele mit Virtual Reality in nur einer Sekunde tragfähig sind.
  • Nicht nur Smartphones werden mit 5G ausgestattet, sondern auch Laptops. Intel hat einen eigenen 2-1-Hybrid-PC mit einem 5G-fähigen Modem präsentiert. Laut Intel wird dieser in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf den Markt kommen.
  • Sprint hat die Messe genutzt, um anzukündigen, dass es 5G-Netzwerke nach Los Angeles, Washington DC, Atlanta, Chicago, Dallas und Houston bringen wird. Auch T-Mobile in 30 Städte.

Mit KI werden virtuelle Assistenten immer intelligenter

Virtuelle Assistenten verbreiten sich in den Haushalten und versprechen nicht nur eine Spielerei zu sein, sondern vielmehr eine Erweiterung von uns selbst. Demi, Dana, Robelf, Pepper, Bixby und Alexa waren auf dem Mobile World Congress vertreten. Ihre Namen erscheinen menschlich, aber sie haben keine Seele. Sie sind virtuelle Assistenten, die dank Algorithmen der künstlichen Intelligenz vorgeben, unser Leben einfacher zu machen. Sie können als Butler, Lehrer sogar Coach tätig sein.

Der Butler Temi kann sprechen, laufen und den Augen seiner Besitzer folgen. Er wird in diesem Jahr in den USA und China für 1.500 Dollar erhältlich sein. Vor einem erstaunten Publikum hielt der von Softbank entwickelte Lehrer Pepper Unterricht.

Sicherheit im Mittelpunkt

Auf dem Mobile World Congress kam natürlich auch das Thema Sicherheit nicht zu kurz. Immer schnellere Netze und eine komplett vernetzte Welt bedeuten auch, dass diese digitalisierte Welt ein immer interessanteres Angriffsziel für Hacker ist. Daher widmete Kaspersky Lab seinen Konferenz-Vortrag der Frage, wie die Sicherheit von Hauselementen, beispielsweise dem Türschloss, analysiert werden kann.

Arten von Angriffen auf das Heimnetzwerk (Elpais.com)

Arten von Angriffen auf das Heimnetzwerk (elpais.com)

Einen anderen Use-Case zum Thema Sicherheit zeigt Homematic: Kauft ein Kunde eine neue Komponente aus dem Katalog, muss dieser zunächst als Sicherheitsmaßnahme mit dem Mobiltelefon einen QR-Code einscannen, um die neue Anwendung zum Netzwerk hinzuzufügen.

Das Auto ist das neue Gadget

Das Auto ist in den letzten Jahren ein wiederkehrendes Thema auf der Messe. Native Smartphone-Apps wie Waze, Alexa und Shazam machen den Sprung zur ultimativen Integration in Fahrzeug-Dashboards. Sie werden das Auto in ein riesiges, rollendes Smartphone verwandeln. Bis 2020 werden 65 Prozent der verkauften Fahrzeuge mit der Cloud und anderen Infrastrukturen verbunden sein.

Huawei mit Porsche, BMW mit Intel, die Deutsche Telekom und G+D Mobile Security zeigen den Weg zu einem immer mobileren, vernetzteren, intelligenteren und autonomer fahrenden Auto.

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