Archiv der Kategorie 'Wissen'

Werbung im sozialen Umfeld: Unterschied zur klassischen Werbung

Verfasst am 17. März 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Die Möglichkeiten, Kunden zu erreichen und Kunden für ein Unternehmen zu gewinnen, wachsen mit der stetig ansteigenden Zahl an Kommunikations- und Absatzkanälen. Doch dies bedeutet nicht, dass sich automatisch ein größerer Erfolg verspricht. Denn die neuen Kanäle arbeiten nicht nur mit neuen Medien, sondern fordern auch neue Marketingkonzepte und –Strategien für eine erfolgreiche Werbung. Die klassischen Methoden der Kundenansprache lassen sich nur noch sehr schwer anwenden und sind in den meisten Fällen einfach obsolet:

Während man in Deutschland 1980 mit einem einzigen TV-Werbespot noch 4,1 Millionen potenzielle Kunden (ab 14 Jahren, da diese nach dem Gesetzt erst konsumfähig sind) erreichte, konnte man 2006 nur noch mit 0,6 Millionen rechnen. Dies lässt die Kosten pro Kunde erheblich steigen, während die Effizienz auf ca. 14,6 % sinkt.

Eine Studie von Jeffrey Cole zeigt, dass 2005 durchschnittlich 37% des Werbebudgets eines Unternehmens für TV-Werbung, 30% für Printmedien und 5% für Online-Werbung verwendet wurde. Problematisch war allerdings, dass schon damals die Zielgruppe der 18-bis 35-Jährigen „nur“ 13 Stunden die Woche Fernsehen schauten, nur etwa 2 Stunden lasen, aber schon 16 Stunden im Internet verbrachten (und schon dreiviertel der Altersgruppe 16 bis 29 handelte auf eBay oder bestellte Produkte online). Eine Tatsache, die abseits des Blickwinkels eines Werbenden bei kritischen Sichtweisen, wie sie beispielsweise von Neil Postman vertreten wurde, zu latenten Kopfschmerzen führt.

Nichtsdestotrotz: Diese Verlagerung der Mediennutzung ist daher zwingend für ein Umdenken des starren Vorgehens in der Werbung. Auch die klassischen Zielgruppen verschwinden zunehmend. Sozialdemografische Faktoren, wie Mindestjahreseinkommen und Familienstand, nach denen bisher die Zielgruppen charakterisiert wurden, greifen nicht mehr.

Auch der klassische Stereotyp, der leicht mit massenkompatiblen Produkten zufrieden gestellt werden konnte, stirbt im übertriebenen Sinne aus. „Schneller, billiger, größer, standardisierter“ – dieses Konzept der Massenproduktion ist tot gelaufen. Eine in diese Richtung abzielende Diskussion, konnte ich im Januar bei den Live Shooping Days auf dem Exceed Camp verfolgen, in der unter der Leitung von Murat Icer speziell auf das Thema „Wie komme ich als Onlineshop-Betreiber aus der Preisspirale raus“. Emotionalisierung und gute Produkte, etc. waren die Antworten, die aus Sicht des E- und Social Commerce zurückschnellte.

Die Vielzahl an Angeboten, die sich immer ähnlicher werden und oftmals auf Grund der Marktsättigung sich nur noch preislich in Cent-Beträgen voneinander unterscheiden, lässt keinen Platz mehr für „neue“ doch im Prinzip gleiche Produkte. Der Markt verlangt Differenzierung und Individualisierung der Produkte. Denn der moderne Kunde folgt nicht mehr primäre der Grundbedürfnisdeckung, sondern handelt nach seinen persönlichen Präferenzen, womit das Ergebnis der Forderung nach Emotionalisierung in die absolut richtige Richtung abzielt.

Ein neuer Typ von Kunde entsteht aus diesem Verschmelzen von Massenkonsum und Individualprodukten. Gedanklich illustriert bedeutet dies: der „hybrid“-Kunde geht zuerst in einen Feinkostladen und dann zu Aldi. Dieser Kunde setzt auch weniger auf die Angaben von Herstellern und Händlern zu Produkten, sondern informiert sich gezielter über die Waren.

Nicht selten sucht sich der erfahrene Nutzer dafür seine eigenen Peers im Social-Commerce-Bereich: Insbesondere setzt er auf Empfehlungen, Erfahrungsberichte, Produktbewertungen und Rezensionen von anderen Kunden, die sich vorzugsweise im gleichen sozialen Umfeld befinden oder seine Interessen und Ansprüche teilen.

Daher ist ein Umdenken im Umgang mit dem Kunden nötig, um dem Wettbewerb standzuhalten.

In ihrem Essay „Die Kundenrevolution: Warum Unternehmen umdenken müssen“ (PDF, ca. 430 KB, Inhaltsverzeichnis aus dem Buch „Community Marketing“, in dem das Essay erschienen ist), fassen die beiden Autoren Alain Egli und Tobias Gremaud einige wichtige Erkenntnisse zusammen, die wir akzeptieren müssen:

1. Das Vertrauen in Hersteller und Händler sinkt, das Vertrauen in Referenz-Meinungen anderer Kunden steigt.

2. Konsumenten schließen Hersteller und Händler beim Netzwerk und Informationssammeln zunehmend aus.

3. Das Ende des »einsamen Konsumenten« – er handelt immer mehr als Teil eines kollektiven Netzwerks.

4. Die Konsumentenmärkte von morgen sind auf gesellschaftlicher Ebene verbundene Märkte.

5. Zweit- und Drittmeinungen sind schneller und billiger erhältlich und selbst bei spontanen Meinungen die Norm.

6. „Linking Value“: Verbindung ist wichtiger als das Produkt.

7. Im Netz fußt das Vertrauen auf den Ruf. Rückmeldungen sind das neue Aphrodisiakum.

8. Im Web 2.0 sind Firmen-Lügen ein Relikt vergangener Zeiten.

9. Das Netz schafft soziales Kapital.

10. Die Macht schiebt sich von B2B zu C2C.

Exciting Commerce: Video Shopping Guide

Verfasst am 15. März 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Stephan Randler, Fachjournalist und Autor des Visual- und Videoshopping-Fachblogs twive!, hat einen Video Shopping Guide verfasst (ca. 75 Seiten), der die Zukunftsperspektiven für Video-Anwendungen im Onlinehandel auf den Zahn fühlt und dessen Inhaltsübersicht und Probekapitel (ca.730 KB) äußerst vielversprechend klingen:

Herzstück der Publikation ist ein umfangreicher Praxisteil, der Online-Händlern konkrete Handlungsempfehlungen für ihr Video-Shopping-Business liefert. So erfahren Shopbetreiber und E-Commerce-Verantwortliche anhand von Checklisten und Best-Practice-Beispielen, wie sich Video-Content kostengünstig produzieren lässt, welche psychologischen Grundlagen die Basis für verkaufsfördernde Inhalte bilden und welche Usability-Aspekte bei Video-Anwendungen zu beachten sind.

video_shopping_guide

Das E-Commerce-Dossier von Randler ist im Umfang das zweite seiner Art, nachdem im Januar 2008 Exciting Commerce gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut den Social Shopping Guide veröffentlicht hat („Social Commerce: Verkaufen im Community-Zeitalter“). Herausgeber des Video Shopping Guides, welcher auf dem Internet World Kongress am 13./14. April in München offiziell vorgestellt wird, ist Jochen Krisch, der derzeit mit seinem Exceed Network einen spannenden Impulsgeber für E-Commerce-Initiativen im deutschen Raum aufbaut.

Der Video Shopping Guide-Verfasser Stephan Randler ist seit 2008 im Exciting Commerce-Team rund um Jochen Krisch vertreten und ist seit dieser Zeit zu einem der klügsten und spannendsten Anlaufstellen von den Visual-Shopping-Bereich im E-Commerce geworden.

Wer sich im Laufe des Monats März dazu entschließen sollte, sich dieses wirklich spannende Dossier zuzulegen, auf den wartet ein noch saftiger Rabatt: 99 statt 149 Euro.

Sollte dieser Guide nur annähernd so klug, spannend und aussagekräftig sein wie der Social Shopping Guide, lohnt sich diese Investition in jedem Fall. Der Social Shopping Guide aus dem Jahre 2008 hat bis heute an keiner Aktualität verloren.

Aber wer die Arbeit von Stephan Randler kennt und regelmäßig verfolgt, der wird sicherlich auch nicht zögern.

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Erfolgskontrolle

Verfasst am 15. März 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Nach den drei bisher dargestellten Schritten im Thema „Werbeformate in sozialen Netzwerken“ (Werbeakzeptanz, Mehrwertgenerierung und Kundenstruktur) bleibt noch ein letzter Schritt zu gehen: Die Erfolgskontrolle.

Die Erfolgskontrolle spielt auch im sozialen Werbemarkt wie bei allen Marketing-Maßnahmen, ob on- oder offline, eine entscheidende Rolle, um die Kampagnen zu optimieren und das eigesetzte Budget effizient umzusetzen. Doch anders als im herkömmlichen Online-Marketing geht es nicht vorrangig um die Steigerung der Klicks und Page-Impressions, sondern um den Dialog zwischen Firmen und Kunden.

Mitreden kann nur, wer die vorhandenen Gespräche kennt und sich nicht nur auf einen Themenwechsel fokussiert.” Es ist unerlässlich für ein Unternehmen, herauszufinden, wo im Netz über das eigene Unternehmen diskutiert wird und die entsprechenden Aktivitäten laufend zu prüfen.

facebook_analysis_insights_t3n-596x225(Facebook Insights des t3n-Magazins)

Nach dieser veränderten Rollenverteilung sind auch dementsprechend die Werte der Erfolgsmessung zu definieren. Diese Werte, auch Key Performance Indicators (kurz KPIs), ermöglichen eine quantitative sowie eine qualitative Messung. Ein wichtiger quantitativ KPI ist zum Beispiel die Häufigkeit der nutzergenerierten Inhalte zu Produkten und Dienstleistungen, zur Marke oder zu Werbemitteln wie Videos und Spots. Dabei lässt sich nach dem enthaltenen Dialog zugleich ein qualitativer KPI herleiten, d.h. ob sich eine eher positive oder negative Tendenz erkennen lässt. Auch interessant diesbezüglich ist die Frage, welche User diesen Content produzieren, in welchen Netzen sie unterwegs sind und ob sie sogar als Meinungsmultiplikatoren fungieren.

Ebenso kann beispielsweise die Steigerung der Bekanntheit an der Abonnentenzahl von Blogs oder an der Zahl der Verlinkungen zu Blog-Einträgen gemessen werden. Die Summe des produzierten Contents seitens des Unternehmens kann ebenfalls als Kennzahl für die Dialogförderung mit dem Kunden dienen. Beispielsweise die Zahl der veröffentlichten Videos eines Unternehmens auf YouTube oder Facebook. Durch YouTube-Statistiken können sogleich auch Aussagen über die Verbreitung eines Videos getroffen werden. Für die Facebook-Fanpage ebenso.

Der Netzwerkaufbau kann hingegen durch die Anzahl von Abonnenten bzw. „Freunden“ von Profilen in sozialen Netzen z.B. Facebook nachvollzogen werden. Auch hier dient die Zahl der Verlinkungen zu den eingestellten Beiträgen als Indikator.

Um die Brennpunkte der jeweiligen Diskusionen im Netz zu finden, bieten sich unter anderem auch Tools wie Buzz-Analytics an, die Aufschluss über den Ort und die Häufigkeit zu bestimmten Thematiken liefern.

Um die Sematikanalyse um die Grundstimmung bzw. Tendenz der usergenerierten Inhalte zu erkennen, sind Social-Media-Monitoring-Tool nützlich. Beispielweise liefern Tools wie „Tweetfeel“ oder „Twendz“ speziell für den Microblogging-Dienst Twitter automatisch Auskunft über die Summe von positiven und negativen Meinungen zu Einträgen anhand von Keyword-Auswertung.

Diese obengenannten Tools eigenen sich jedoch nur für eine ersten Einblick in das soziale Geschehen. Für eine professionelle automatische Überwachung des Social Webs sind daher auch professionelle Software-Lösungen nötig. Social-Media-Monitoring-Produkte wie Radian6 oder SM2 bieten neben umfangreichen Monitoring-Funktionalitäten auch die Möglichkeit des Konkurrenzvergleiches an.

Trotz solcher softwaregestützten Überwachung ist eine manuelle Auswertung und Abgleichung mit den Kampagnenzielen notwendig.

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Kundenstruktur

Verfasst am 12. März 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Zu den weiteren Besonderheiten des sozialen Werbemarktes gehört, neben der Werbeakzeptanz und der Mehrwertgenerierung, die Kundenstruktur beziehungsweise die Gliederung der Verbrauchergruppen.

Die Gesamtheit der Nutzer wird dabei nicht primär nach Alter, Geschlecht oder soziale Stellung unterteilt, sondern nach den Aktivitäten bzw. Teilnahme an dem Netzwerkgeschehen. Dabei wird gemeinhin in sechs Gruppen unterschieden, hier sei das Buch „Facebook, YouTube, Xing & Co. – Gewinn mit Social Technologies“ von Li und Bernoff empfohlen (S.51):

  • Gruppe der Kreatoren: Veröffentlichen ein Blog, eigene Websites, laden selbst erzeugte Videos hoch, laden selbst erzeugte Musik/Audios hoch, schreiben Artikel oder Geschichten und laden diese hoch
  • Gruppe der Kritiker: Schreiben Bewertungen/Besprechungen von Produkten oder Dienstleistungen, geben Kommentare zu Blogs von anderen Leuten ab, liefern Beiträge zu Onlineforen, tragen zu Artikeln in einem Wiki bei oder bearbeiten sie
  • Gruppe der Sammler: Benutzen RSS-Feeds, taggen Webseiten oder Onlinefotos, “stimmen” online für Websites (ab)
  • Gruppe der Mitmacher: Unterhalten ein Profil auf einer Seite für soziales Networking, besuchen Seiten für soziales Networking
  • Gruppe der Zuschauer: Lesen Blogs, sehen sich Videos von anderen Benutzern an, hören sich Podcasts an, lesen Onlineforen, lesen Bewertungen/Besprechungen von Kunden
  • Gruppe der Inaktiven: Beteiligen sich an keiner dieser Aktivitäten

Ein klarer Bestandteil des heutigen Werbemarktes, ist ein immer noch nicht vollständig akzeptierter Umstand: Märkte sind Gespräche – und erfahrene Nutzer, wie sie in naher Zukunft in Massen auftreten werden, haben ihre eigenen Peers. Das hat auch bereits das Cluetrain-Manifest 1999 festgehalten:

„[…] Die Menschen in vernetzten Märkten haben herausgefunden, dass sie sich weit bessere Informationen und Unterstützung gegenseitig bieten können, als sie von ihren Verkäufern erhalten.

In dem seit Januar 2008 immer noch sehr aktuellem Trenddossier „Social Commerce: Verkaufen im Community-Zeitalter“, herausgegeben vom Zukunftsinstitut und verfasst von Andreas Haderlein und Jochen Krisch, wird die Kundenstruktur in einen zwangsläufigen Kontext mit der Konsumkultur gesetzt:

„[…]Denn die Veränderung unserer kommunikativen Landschaft, wie sie sich insbesondere entlang der Verbreitung des Internets und durch das Mitmach-Web in den vergangenen Jahren vollzogen hat, bewirkte vor allem eines: eine Entwertung der autoritären Marken- und Medienbotschaft. Die gespürte Veränderung im B2C-Geschäft hat also weniger zu tun mit einer vermeintlich konsumsatten und werberesistenten Klientel als mit fehlendem Vorstellungsvermögen über ein sich wandelndes Mediennutzungsverhalten, über neue Kommunikations-und Teilhabe-Bedürfnisse.“

Das Trenddossier gibt es hier (69 Seiten), ist bebildert und sehr spannend.

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Mehrwertgenerierung

Verfasst am 11. März 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Ebenso wie die Akzeptanz von Werbung, spielt die Mehrwertgenerierung ein wichtige Rolle, wenn man Werbeformate in sozialen Netzwerken thematisiert.

Denn ebenso wie sich das Kaufverhalten der Kunden in den letzten Jahren deutlich geändert hat, sind auch die Ansprüche der Kunden an die Unternehmen gewachsen. Die Märkte sind überfüllt und der Kunde hat zu fast jedem Produkt oder Dienstleistung auch mindestens eine, wenn nicht noch mehr Alternativen zur Auswahl. Qualität, Preis und Nutzen eines Produktes sind und bleiben immer noch primäre Kriterien für die Kaufentscheidung. Doch verlangt der Kunde mehr. Der Kunde will einen zusätzlichen Nutzen aus dem Kauf einer Ware ziehen. Der Kunde möchte einen Mehrwert.

Dieser Mehrwert, auch beschrieben als komparativer Konkurrenzvorteil, kann schlussendlich nicht nur über den Kauf entscheiden, sondern kann auch das Hervorstechen eines Produktes aus dem gesättigten Markt bedeuten. Die Generierung von Mehrwerten fängt dabei schon in der Werbung an.

Das Prinzip der Werbung als reine Informationsquelle ist dabei hinfällig. Im modernen Werbemarkt müssen Werbeformate unterhalten und Spaß machen. Sie müssen den Kunden ansprechen, interagieren und bewegen. Sie kann den Kunden auf emotionaler Ebene ansprechen oder ihn schlechthin provozieren. Hauptsache der Kunde beschäftigt sich mit ihr. Er muss sich mit der Werbung auseinandersetzen. Je interessanter die Kampagne ausgestaltet ist, desto eher wird es von den Konsumenten akzeptiert und desto größer fällt die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit diesem aus. Eigenschaften eines wirksamen Kampagnengutes (PDF, 54 KB):

  • Das Kampagnengut ist abwechslungsreich und außergewöhnlich. Es überzeugt mit einem hohem Unterhaltungswert und Spaßfaktor.
  • In seiner Art und Weise ist es etwas Neues und einzigartiges. Dadurch weckt es die Aufmerksamkeit der Konsumenten und regt zur intensiven Beschäftigung an.
  • Ein zusätzlicher, außergewöhnlicher Nutzen weckt weiteres Interesse.
  • Die eingesetzten Medien müssen weitestgehend kostenfrei bezogen und genutzt werden können.
  • Die Medien lassen sich leicht übertragen, kopieren, weiterleiten oder verlinken. Die Anforderungen an technologisches Wissen bzw. Geschick müssen sehr klein gehalten werden.

6a00e008c451518834012875a5cd56970c-450wi[via Tom Fishburne]

Inwiefern der Begriff “Kampagne” heutzutage obsolet geworden ist, zeigt sich an einigen fehlgeschlagenen Versuchen in der Vergangenheit. Viele Unternehmen, die den Dialog mittlerweile suchen, müssen sich zwangsläufig an Strukturänderungen in der Kommunikation von Werbung versuchen. Das Credo “If you think the world is an audience – think the opposite” entwickelt sich seit kurzer Zeit zu einem roten Leitfaden:  Social Commerce und Social Shopping. Aber auch die Machtlosigkeit über die Möglichkeiten sozialer Medien, in der Kampagnenfehler oder klassische Kampagnendenke, schnell zu einem Desaster werden kann. Dieser Machtlosigkeit ist auf der einen Seite mit Mut und mit der Annahme neuer Mehrwertschaffenden Ideen zu begegnen.

Anderenfalls gestaltet sich die Auseinandersetzung mit Werbung oder Werbebotschaften seitens der Adressaten unerwünscht. Und das hat zwangsläufig Auswirkungen auf die Kaufentscheidung.

Werbeformate in sozialen Netzwerken: Akzeptanz von Werbung

Verfasst am 10. März 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Die Ergebnisse verschiedener Untersuchung über die Akzeptanz und Wahrnehmung von Werbung in sozialen Netzwerken fallen bislang breitgefächert aus. Die Studie „Ad Reactions 2009“ (PDF, 4 MB) des Forschungsunternehmens „Dynamic Logic“ mit 2000 Probanden untersuchte, ob Werbung auf Facebook, Myspace oder Twitter als störend empfunden wird. Das Ergebnis der Befragung war, dass 22% der Teilnehmer die Werbung auf den entsprechende Seiten positiv gegenüberstand und sogar 75% mit mehr Werbung einverstanden wären, sofern diese Web-Dienste kostenlos blieben.

Zwischenablage01

Erstaunlich war auch, dass die Werbung bei 58% der Befragten besser in Erinnerung blieb, als sonstige im Werbemarkt. Desweiteren zeigte die Studie, dass 13% aus Interesse an Produkten und Sonderangeboten ihrer Lieblingsmarken die Werbung genauer betrachteten. Obwohl diese Werte eher für Werbung in sozialen Netzwerken sprechen, bleibt abzuwarten wie sich dieses Verhältnis in der nächster Zeit entwickelt, da beispielsweise eine Untersuchung von „Kundenmonitor Deutschland“ deutlich Skepsis und Misstrauen der Nutzer bezüglich Datensicherheit und personalisierter Werbung in sozialen Netzen zeigt.

Doch gerade personalisierte Werbung ist für werbetreibende Unternehmen besonders attraktiv, da diese mit einem geringen Streuungswert als „blind“ geschaltete Massenwerbung aufweisen. Einen weiterführenden Artikel, auch zum Aufbau einer Werbeanzeige auf Facebook, gibt es bei ECC. Wir hatten vor drei Wochen bereits über erste Gehversuche neuartiger Shopping-Konzepte (zumindest hierzulande) bezüglich Werbeanzeigen auf Facebook berichtet und wie Onlinehändler die Social-Commerce-Entwicklung im Community-Umfeld penetrieren:

In einem persönlichen Telefonat mit der Groupon-Adaption DailyDeal wurde mir gegenüber geäußert, dass die Zugriffe via Facebook-Werbung mehr als zufriedenstellend sind, und mehr noch, die Conversion Rate ebenfalls für glückliche Gesichter sorgt. Ebenso macht DailyDeal mit dieser geschalteten Werbeanzeige seine Facebook-Fanpage bekannter (derzeit bei ca. 6000 Fans, Vergleich mit CityDeal: ca. 11000 Fans).

Videoshopping-Anwendung des Jahres: Zugara’s Motion Capture

Verfasst am 27. Dezember 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Wichtig für die kommenden Jahre werden vor allem mobile Anwendungen werden. 2009 wurde die Echtzeit sehr populär, was auf der next08 – get realtime 2008 schon sehr beeindruckend thematisiert wurde.

Eine Applikation, die sich dem Social Shopping und der Echtzeit gleichzeitig annimmt, möchte ich in diesem Jahr besonders hervorheben: Zugara’s Augmented Reality & Motion Capture Shopping App:

Diese Applikation ist definitiv eine Spielerei, stellt potentielle Kunden allerdings in den Fokus seiner Idee. Die Anwendung ist ein Livestream, der als Webcam-Feed an Freunde oder alle ausgeliefert wird, kommentiert werden kann – in Echtzeit. Das ist für Shops, die diese Anwendung einsetzen von Vorteil, sowie für die Nutzer. Wie in dem Video ebenfalls erklärt, ist Facebook nur einen Klick entfernt. Es sind also einige Vorteile, die diese Form des Videoshoppings mit sich bringen kann.

In diesem Zusammenhang kann ich Videoshopping-Interessierten das spannende Blog twive – Video Shopping Days nur empfehlen, auf dem der Fachjournalist Stephan Randler regelmäßig über Entwicklungen aus dem Videoshopping-Bereich berichtet, unter anderem auch über diese App.