Wie sieht die digitale Zukunft der »Home & Living«-Branche aus?

Verfasst am 19. April 2018 von .
Quelle: Photo by Davide Cantelli on Unsplash

Quelle: Photo by Davide Cantelli on Unsplash

Von Lingerie über Handwerkerbedarf bis zu Möbeln: alle erdenklichen Waren sind aktuell im Internet kaufbar. Die Digitalisierung fordert alle Branchen, aktiv zu werden. Filialen rüsten sich mit neuen Technologien und bieten moderne Cross-Channel-Services an. Gleichzeitig werden neue Onlineshops relauncht.

Der Onlinehandel mit Möbeln steht noch am Anfang und kann sich beispielsweise nicht mit der Fashion-Branche messen. Jedoch entwickeln die Möbelhändler durchweg Strategien für den erfolgreichen Verkauf über einen Onlineshop oder aber für die Verbindung der Off- und Online-Welten.

Um Stärken und Schwächen der einzelnen Möbelhändler hinsichtlich ihres Webauftritts sowie der Cross-Channel-Verzahnung zu identifizieren, haben wir den brandneuen dotSource Digital-Success-Index anhand verschiedener Faktoren festgelegt. Damit kannst du erfahren, wie hoch der Grad der Digitalisierung des jeweiligen Händlers (Cross-Channel, wie Ikea oder Roller sowie Online-Pure-Players, wie Otto oder Wayfair) aus dem Bereich »Home & Living« ist.

Die digitale Transformation der Möbelbranche

Das Wachstum ist derzeit nur noch online möglich. Die Daten sprechen für sich. Mit 20,8 Milliarden Euro Umsatz erreichte die Möbelindustrie 2016 erstmals die 20 Milliarden-Euro-Marke. Zwar bedeutet dies ein Wachstum von 2,6 Prozent zum Vorjahr, doch haben viele Möbelhändler noch deutlich mehr Potenzial. Das Institut für Handelsforschung (IFH) prognostiziert für die Zukunft zweistellige Wachstumsraten im Online-Möbelmarkt.

Möbelhändler müssen daher genau überlegen, ob Investitionen in einen Online-Auftritt, in das stagnierende Flächengeschäft oder in beide Bereiche getätigt werden sollen.

Die Antwort auf diese Frage liefern die Kunden und veränderte Customer-Journeys gleich selbst. So beginnen über 50 Prozent der Käufer ihren Kaufprozess im Internet. Sie recherchieren online, informieren sich kaufen anschließend offline.

Möbelhändler, die das verstanden haben, werden den Kunden bald den Ladenbesuch erheblich erleichtern oder gar ersparen. Im Folgenden präsentieren wir einige gute Use-Cases, die dir als Inspiration für ein gelungenes Omnichannel-Einkaufserlebnis dienen.

Best Practices für eine hochwertige User-Experience

Für die perfekte User-Experience bieten einige Möbelhändler die richtigen Features an. Da Möbel als erklärungsbedürftige Produktgruppe gelten, sind vor Allem die Services von Bedeutung, die dem Kunden das Produkt näher erklären.

Dies gilt auch bei der Schaufensterstrategie, in der ein Onlineshop weniger als aktiver Vertriebskanal, sondern  mehr als weiterer Ausstellungsraum dient.

Wie können solche Features in der Praxis gestaltet werden?

Küchenplaner von XXXLutz: Küchenplaner gibt es viele. Doch keiner konnte so überzeugen wie dieser. Im Vergleich zu ähnlichen Programmen, wie beispielsweise von Ikea, ist der Planer von XXXLutz übersichtlich, leicht zu bedienen und kommt zumindest in der Standard-Variante ohne zusätzliche Software aus. Nur für noch detailliertere 3D-Darstellung ist ein Download erforderlich.

Der Kücheplaner von XXXLutz ist ganz spielerisch

Der Kücheplaner von XXXLutz ist spielerisch aufgebaut

Content Marketing von Home24: Mit einer hohen Punktzahl im Online-Marketing-Bereich sichert sich Home24 den zweiten Platz in dem erwähnten Digital-Success-Index. Nicht umsonst, denn Home24 schafft es mit der Kategorie »Inspiration«, Content und Commerce gekonnt zusammenzubringen.

Content & Commerce Beispiel von home24.de

Ein Content & Commerce Beispiel von home24.de

Abhängig von der Jahreszeit erhält der Kunde Kompositionsvorschläge für zusammenpassende Einrichtungsgegenstände. Mit einem Klick auf Artikel innerhalb der Bilder gelangt man so direkt zur Produktdetailseite. Untermalt sind diese Produktvorschläge mit entsprechenden Texten, die dem Nutzer die jeweilige Komposition erklären.

Beratungsangebot von IKEA: Auch wenn es Ikea dem Kunden mit der Verbindung von Online und Offline oft nicht leicht macht: Das Beratungsangebot auf Ikea.de hilft bei der Entscheidung des richtigen Möbelstückes ungemein. Neben verschiedenen Planungstools, wie beispielsweise dem Küchen- oder Büroplaner, hat der Nutzer zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf Ratgeber und Kaufhilfen. Die oft modular aufgebauten Produkte von Ikea werden so auch über den Online-Kanal verständlich erklärt.

Mit dem hauseigenen Blog »Hej« gibt Ikea dem Kunden eine zusätzliche Informationsplattform an die Hand. Dort gibt es beispielsweise Tipps für die richtige Beleuchtung, Hilfestellung zum Umnähen von Gardinen oder Spielideen zum selber basteln.

Die zukünftigen Herausforderungen der Möbelbranche

Die Möbelbranche hält jedoch noch weitere spezifische Herausforderungen bereit. Vor Allem die Lieferung der oft sperrigen Produkte wird in Zukunft ein Thema sein. Von möglichen Retouren ganz zu schweigen.

Eine Möglichkeit wäre beispielsweise der Aufbau einer eigenen Lieferflotte samt Monteuren, ähnlich wie es das Unternehmen AO gerade probiert. Dafür ist die Branche im Online-Bereich Einschätzungen zufolge aber noch nicht reif genug.

Auch die Darstellung dem Kunden gegenüber wird als Herausforderung angesehen. Abhängig davon, ob ein Onlineshop für Cross-Channel-Händler tatsächlich als direkter Vertriebskanal angesehen wird oder nicht, muss dem Kunden dies offen mitgeteilt werden. Ikea nutzt den eigenen Web-Auftritt so eher als erweitertes Schaufenster, denn die Besucher in der Filiale selbst sind noch elementarer Bestandteil der Vertriebsstrategie.

Apropos Kunden: Diese verlangen natürlich den bestmöglichen Service. Click & Collect, kostenloser (Rück-)Versand und Planungstools – dies sind Features, deren Akzeptanz und Erfolg abhängig vom Möbelhändler und gewählter Strategie getestet werden müssen. Am Beispiel von Click & Collect zeigt sich zudem die Komplexität solcher Angebote, da nicht nur die Technik im Hintergrund stimmen muss, sondern auch Berechnungen des Kosten-/Nutzen-Faktors angestellt werden müssen.

Es bleibt also weiter spannend in der Möbelbranche und die Zukunft wird zeigen, wer die Customer & User Experience immer weiter verbessert oder wer das Handtuch schmeißt.

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Eine Reaktion zu “Wie sieht die digitale Zukunft der »Home & Living«-Branche aus?”

  1. Jürgen

    Am 10. Mai 2018 um 15:01 Uhr

    Für unsere neue Wohnung haben wir nun auch zum ersten Mal Möbel online bestellt… auch ein teureres Bett, Couch und Schlafzimmerschrank.
    Der Hauptgrund war für uns vor allem die große Auswahl und die deutlich günstigeren Preise.

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