Was leisten Technik und Hardware 2019 für eine bessere Customer Experience? [5 Lesetipps]

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Es ist unglaublich spannend, wie rasant sich die Technik so entwickelt, um bessere und einfache Kundenerlebnisse zu ermöglichen. Diesbezüglich wurden die neusten Trends auf der »Consumer Electronics Messe CES« in Las Vegas vorgestellt.

Statt bloßer Prototypen bieten die dort gezeigten Innovationen dieses Jahr konkrete, einsetzbare Anwendungen in vielen Bereichen und bahnen den Weg in eine Zukunft, in der Maschinen unsere persönlichen Vorlieben kennenlernen, um jede Erfahrung besser auf unsere Bedürfnisse anzupassen. Aber natürlich nicht um jeden Preis.

Technologie verspricht Intelligenz

Wie die strategischen Tech-Trends von Gartner zeigen, wird KI 2019 nicht nur zum Hauptpfeiler jeder Technologie, sondern auch noch intelligenter und unabhängiger vom Menschen.

Zum Beispiel gewinnen autonome Autos immer mehr an Bedeutung. So hat Honda sein autonomes Quadbike präsentiert, das Menschen bei verschiedenen (Arbeits-)Tätigkeiten unterstützt. Das Fahrzeug kann Mitarbeiter folgen oder schwere Materialen bis zum gewünschten Ziel transportieren.

Auch in der Landwirtschaft nimmt der Einsatz solche Fahrzeuge Fahrt auf. John Deere hat eine intelligente Säh-, Dünge- und Mäh-Lösung für ihre Erntemaschinen-Flotte vorgestellt, die mithilfe von 140 Sensoren und einem hoch präzisen GPS-System entscheiden kann, wo genau Pestizide oder Düngemittel zu sprühen sind. Stichwort: Genaue Landwirtschaft oder Intelligent Farming. Daraus ergeben sich auch intelligente Services für ein jährliches Abo-Modell, die andere Hersteller wie Caterpiller bereits anbieten.

Weitere Branchen, wie Gesundheit und Schönheit, haben das Potenzial intelligenter Geräte auch erkannt. Schließlich wollen die Menschen immer mehr Kontrolle und Wissen über ihren Gesundheitszustand haben. IBM hat zwei der größten Neuerungen auf der Messe präsentiert. Die KI-fähige Funktion IQcast hilft Menschen mit Diabetes, besser vorherzusagen, wann sie innerhalb eines kommenden 1-4-Stunden-Fensters ein Ereignis mit niedrigem Blutzuckerspiegel erleben werden. Außerdem misst der Prototyp »Fingernagelsensor«, wie sich ein Fingernagel den ganzen Tag über kontinuierlich biegt und bewegt, um die Griffkraft anzuzeigen.

Zudem sind auch alltägliche (mobile) Endgeräte mit KI-Features ausgestattet. Mit den Jabras Kopfhörern kann beispielsweise die Lautstärke der Kopfhörer automatisch an die Umgebung des Nutzers angepasst werden.

Technologie verspricht Personalisierung

Sensoren, Kameras und Mikrofone nutzen generierten Daten, um dem User bequemere und personalisiertere Erlebnisse zu bieten. Smart-Home und Smart-Auto – die immer mehr mit intelligenten Geräten ausgerüstet werden – sind die perfekten Ökosysteme, um dieses Potenzial auszuschöpfen. Je mehr Daten die Maschine über Nutzerverhalten und Nutzeremotionen sammelt, desto besser ist ihre Performance.

Kia zeigt mit dem »Space of Emotive Driving« wie eine Kabine die Emotionen des Passagiers an Gesichtsausdruck und Puls erkennt, um danach Beleuchtung, Musik, Klimatisierung und den Duft daran anzupassen.

Harmans Neurosense Technologie ist ein eingebautes Kamerasystem, das den emotionalen Zustand eines Fahrers anhand seines Gesichtsausdrucks erkennt.

Der Future X Smart Store von Procter & Gamble bietet ein personalisiertes Einkaufserlebnis auf Basis von Gesichtserkennungs-Technologie. Nach dem Scan des eigenen Gesichts erhält der Besucher Produktempfehlungen, die auf seine Haut und das geschätzte Alter zugeschnitten sind.

Technologie verspricht Konnektivität in Echtzeit

Die Umsetzung von dem schnellen Mobilfunkstandard 5G war ein sehr wichtiges Thema auf der Messe. Die hohen Reaktionszeiten sind für den finalen Anstoß des Internet of Things besonders relevant, weil beispielsweise smarte Autos oder vernetzte Hafenterminals schneller miteinander kommunizieren können. Das ist nicht nur für die Autoindustrie relevant, sondern auch für andere Bereiche wie Gaming oder aber Telemedizin.

Bei der CES wurden jedoch kaum 5G-Geräte vorgestellt, dafür aber viele Demos, die zeigen, was 5G leisten kann. Der Chiphersteller Qualcomm erwartet über 30 5G-Smartphones 2019, die über 5G-fähige Chips (Snapdragon 855) angetrieben werden. Samsung hat auf der CES-Pressekonferenz auch angekündigt, dass ein erstes 5G-Smartphone bis Mitte des Jahres vorgestellt wird.

Es wird erwartet, dass in der ersten Hälfte 2019 der Startschuss für 5G endgültig erfolgen wird. In Südkorea wurden die 5G-Netze bereits Anfang Dezember 2018 für die breite Masse freigegeben. In den USA bereiten diverse Betreiber ihre Netze auf den neuen Standard vor, während in Deutschland noch viele Diskussionen und einige Testphasen laufen.

Aber verspricht Technologie Datenschutz?

Während Konsumenten höhere Personalisierungs- und Service-Standards fordern, sind sie sich zunehmend der Macht ihrer Daten bewusst. Sie wollen das letzte Wort über die Verwendung ihrer Daten haben. Deswegen müssen Technologieunternehmen proaktiv und transparent kommunizieren, wie diese Daten verwendet und geschützt werden.

Die CES hat die Dringlichkeit dieses Themas jedoch noch nicht erkannt, obwohl Technologie und Daten untrennbar miteinander verbunden sind. Nur drei von 300 Sessions widmeten sich dem wiederkehrenden Thema Datenschutz. Aber es ist noch nicht zu spät, den Umgang mit Verbraucherdaten stärker zur Debatte zu stellen.

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