OpenAI Ads: So profitiert ihr von Werbung in ChatGPT

Zwei Personen betrachten gemeinsam eine ChatGPT-Unterhaltung auf einem Laptop. Unterhalb der Antwort ist eine als gesponsert gekennzeichnete Anzeige eingeblendet.
Wenn Nutzer Angebote vergleichen und nach passenden Lösungen suchen, können ChatGPT Ads direkt im Gespräch sichtbar werden. | Quelle: dotSource

Eure Zielgruppe nutzt ChatGPT längst nicht mehr nur für Wissensfragen. Immer häufiger geht es um konkrete Themen wie Produktsuche, Angebotsvergleich oder die Frage, welche Lösung für den eigenen Bedarf die richtige ist. Damit verändert sich auch der Kontext, in dem Marken sichtbar werden können.

Anders als bei traditionellen Suchmaschinenanzeigen findet Werbung hier nicht entlang einer klaren Keyword-Abfrage statt, sondern innerhalb eines Gesprächsverlaufs, der sich dynamisch entwickelt. Genau das macht das Format spannend: Ihr erreicht potenzielle Kunden mitten in einer Phase von Orientierung, Bewertung und Entscheidung.

Was sind ChatGPT Ads?

ChatGPT Ads sind bezahlte Werbeformate, die in passenden Kontexten innerhalb von ChatGPT ausgespielt werden. Eure Anzeigen erscheinen potenziell im Kontext einer laufenden, KI-gestützten Interaktion. Dadurch unterscheiden sie sich in ihrer Logik von klassischen Suchmaschinenanzeigen.

Für euer Business ist deshalb nicht nur das Keyword relevant, sondern auch der Nutzungskontext. Während bei Google Ads eine konkrete Suchanfrage im Mittelpunkt steht, können ChatGPT Ads an eine dialogische Situation anknüpfen, in der Informationssuche, Inspiration, Vergleich und Kaufabsicht enger ineinandergreifen.

Anzeigenformat im Überblick

Eure Anzeigen erscheinen unterhalb einer ChatGPT-Antwort und sind klar als »gesponsert« gekennzeichnet. Jede Anzeige enthält:

  • Name des werbenden Unternehmens
  • Logo
  • Titel (Überschrift)
  • Anzeigentext (Beschreibung)
  • Landingpage
  • Quadratisches Bild als Werbemittel

Das Format ähnelt damit visuell einer klassischen Search Ad, wird aber kontextuell und konversationell ausgewählt.

Historische Einordnung

Wie funktionieren OpenAI Ads aktuell?

Aktuell bewegt ihr euch mit OpenAI Ads in einem noch jungen Werbeumfeld. Buchungswege, Ausspielungslogiken und Messgrößen sind bislang deutlich weniger standardisiert als bei etablierten Plattformen wie Google Ads oder Meta Ads. Ihr solltet OpenAI Ads daher derzeit als eigenes Format mit einer anderen Funktionsweise verstehen.

Das heißt vor allem:

  • Kontext zählt stärker als reines Keyword-Matching: Entscheidend ist nicht nur, wonach Nutzer suchen, sondern in welchem Gesprächszusammenhang ein Thema auftaucht.
  • Nutzerintentionen sind oft weniger trennscharf: Informationssuche, Produktvergleich und Kaufimpuls gehen stärker ineinander über.

Bekannte KPI-Logiken müssen neu eingeordnet werden: Klicks und Conversions bleiben relevant, reichen aber allein nicht aus, um die Wirkung dieses Kanals zu bewerten. OpenAI Ads können je nach Kampagnenziel über CPM- oder CPC-Logiken gebucht werden. Kampagnen lassen sich auf Reichweite beziehungsweise Aufrufe, Klicks und – bei entsprechend eingerichteter Messung – Conversions ausrichten.

CPM, CPC, oCPC im Überblick

  • oCPC (optimized CPC): Ihr zahlt pro Klick, das System optimiert aber die Ausspielung so, dass ihr eher Nutzer erreicht, die mit höherer Wahrscheinlichkeit konvertieren.
  • CPM (Cost per Mille): Abrechnung pro 1.000 Impressionen – ideal für Branding und maximale Sichtbarkeit.
  • CPC (Cost per Click): Abrechnung pro Klick auf die Anzeige – geeignet für gezielten Traffic auf eure Website.

Grundlagen zu Performance-Marketing-KPIs wie CPC, CTR, Conversion Rate und ROAS findet ihr im Beitrag »Die wichtigsten Digital-Marketing-Strategien im Überblick«.

Wo werden Open AI Ads ausgespielt?

OpenAI Ads werden derzeit nur in bestimmten ChatGPT-Tarifen ausgespielt. Anzeigen können Nutzern der Tarife Free und Go angezeigt werden. Konten mit Plus, Pro, Business, Enterprise oder Edu erhalten keine Werbung.

Auch Nutzer, bei denen OpenAI anhand von Kontoinformationen und gegebenenfalls einer Altersschätzung von einem Alter unter 18 Jahren ausgeht, sehen keine Anzeigen. In temporären Chats werden ebenfalls keine Ads ausgespielt.

Für euch bedeutet das: Die über ChatGPT Ads erreichbare Zielgruppe entspricht nicht der gesamten ChatGPT-Nutzerschaft. Ihr adressiert vor allem Personen, die die werbefinanzierten Zugänge Free und Go nutzen. Nicht jedoch zahlende Premium-, Business- oder Education-Nutzer.

Das solltet ihr bei Reichweitenprognosen, Zielgruppenhypothesen und der KPI-Bewertung berücksichtigen. Gleichzeitig können sich verfügbare Tarife, Märkte und Ausspielungsregeln mit dem weiteren Ausbau des Angebots ändern.

Abgrenzung zu SEO, GEO und klassischen Ads

SEO zielt darauf ab, eure organische Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu verbessern. GEO verfolgt das Ziel, eure Inhalte so aufzubereiten, dass sie in generativen KI-Systemen häufiger aufgegriffen oder referenziert werden. OpenAI Ads hingegen sind bezahlte Platzierungen.

Auch im Vergleich zu Google Ads oder Meta Ads gibt es deutliche Unterschiede. Zwar kauft ihr auch hier Reichweite ein, die Ausspielung folgt aber nicht derselben Logik wie auf Suchergebnisseiten oder in Social Feeds. Einen Überblick zu etablierten Paid-Kanälen wie Google Ads, Meta Ads und LinkedIn Ads bietet der Beitrag »Paid Ads: Mehr Sichtbarkeit mit SEA & SMA«.

So funktioniert das Targeting: Context Hints statt Keywords

Im Unterschied zu klassischen Suchmaschinenkampagnen basiert das Targeting bei ChatGPT Ads nicht primär auf eingebuchten Keywords und festen Suchwort-Optionen. Stattdessen rückt der Kontext einer Unterhaltung in den Mittelpunkt: also das, wonach eure Nutzer gerade fragen, in welcher Entscheidungssituation sie sich befinden und welche Absicht sich aus dem Gesprächsverlauf ableiten lässt. Relevanz entsteht damit weniger über ein isoliertes Suchwort, sondern stärker über den inhaltlichen Zusammenhang einer Anfrage.

Signale, die das System nutzt

Das Anzeigensystem berücksichtigt mehrere Signale, um passende Anzeigen auszuwählen:

  • Kontext und Absicht der aktuellen Unterhaltung
  • Landingpage, Titel und Text der Anzeige
  • Von euch bereitgestellte Kontexthinweise auf Anzeigengruppenebene (Themen, Gesprächssituationen, grobe Keywords)
  • Bei aktivierter Anzeigenpersonalisierung: ausgewählte Signale aus der weiteren ChatGPT-Nutzung (zum Beispiel frühere Chats, Erinnerungen)

Diese Kontexthinweise sind keine Exact-Match-Keywords und garantieren keine Auslieferung in bestimmten Unterhaltungen. Sie unterstützen das Matching, ersetzen aber nicht die kontextuelle Bewertung durch das System.

Nutzer können die Anzeigenpersonalisierung in ihren Kontoeinstellungen steuern und ihre Anzeigendaten löschen. Auch bei deaktivierter Personalisierung oder gelöschten Anzeigendaten können Anzeigen ausgespielt werden. Dann geschieht dies aber stärker kontextbasiert über den laufenden Chat und eure Context Hints, weniger über langfristige Nutzerprofile.

Für euer Unternehmen hat das unmittelbare Folgen. Wer Kampagnen bisher vor allem über Keywords und Gebote steuert, muss seine Logik erweitern. Entscheidend ist nicht nur, ob ein bestimmter Begriff fällt, sondern in welchem Nutzungsmoment euer Business sinnvoll in eine Antwort eingebettet werden kann. Besonders relevant ist das, wenn Nutzer verschiedene Lösungen bewerten oder eine konkreten Empfehlung fragen.

Damit verändert sich auch die Anforderung an die Ad-Message. Im Chat-Kontext wirken Anzeigen dann am plausibelsten, wenn sie zur aktuellen Unterhaltung passen Statt aufmerksamkeitsstarker Unterbrechung steht stärker im Vordergrund, ob eine Werbebotschaft die bestehende Nutzerintention sinnvoll ergänzt. Für euch bedeutet das: weniger klassische Werbelogik, mehr inhaltliche Passung.

B2B oder B2C: Wo liegt das Potenzial?

Wichtig ist, sich der eigenen Zielgruppe und Nutzungsrealität bewusst zu sein. Da OpenAI Ads nur in den Tarifen Free und Go ausgespielt werden, erreichen sie vor allem Endverbraucher im privaten Nutzungskontext. Viele B2B-Entscheider arbeiten hingegen in werbefreien Plus-, Business- oder Enterprise-Tarifen. Deshalb wird ChatGPT Ads häufig als stärkerer B2C-Kanal eingeordnet.

Für B2B-Marken kann der Kanal dennoch sinnvoll sein, vor allem für Awareness und frühe Phasen der Lösungsbewertung, etwa wenn Nutzer nach Lösungen, Anbietern oder Alternativen suchen. Product-Feed-Kampagnen sind primär für Retail und B2C relevant, während Standard-Kampagnen im Ads Manager sowohl für B2B als auch für B2C funktionieren.

Was gute Anzeigen ausmacht

Gute ChatGPT Ads sind klar, konkret und inhaltlich passend zur vermuteten Entscheidungssituation. Titel und Beschreibung sollten einen klaren Nutzen vermitteln und nachvollziehbar zur Landingpage führen.

Darauf solltet ihr achten:

  • Klare, nutzenorientierte Titel: Sofort erkennbar machen, was das Angebot bietet und warum es hilfreich ist.
  • Beschreibungen, die den Titel ergänzen: Zusätzliche Informationen zu Benefits, Features oder Use Cases statt Wiederholung.
  • Einfache, verständliche Sprache: Nutzer sollen das Angebot schnell bewerten können.
  • Vielfalt an Anzeigenvarianten: Mehrere, inhaltlich unterschiedliche Titel/Texte pro Angebot erhöhen die Chance auf relevante Ausspielungen.
  • Passende Landingpages: Produkt-, Kategorie- oder Content-Seiten statt generischer Homepages; klare Verbindung zwischen Ad und Destination.
  • Einfache, relevante Bilder: Visuen, die die Botschaft unterstützen, ohne überladen oder zu abstrakt zu sein.

Neue Features: Sponsored Agents und Integrationen

OpenAI entwickelt die Werbeumgebung weiter. Zu den neueren Tests gehören Sponsored Agents: Nach einem Klick auf eine Anzeige können Nutzer ein separates, deutlich gekennzeichnetes Gepräch mit einem werbenden KI-Agenten starten.

Solche Agents können Fragen zum Angebot beantworten, bei der Auswahl unterstützen oder durch eine konkrete Entscheidungssituation führen. Der Dialog ist dabei vom ursprünglichen Chat und den unabhängigen Antworten von ChatGPT getrennt. Aus einer statischen Anzeige kann damit ein interaktives Beratungsformat werden. Besonders interessant ist das für erklärungsbedürftige Produkte und längere Informations- und Bewertungsphasen. Sponsored Agents werden derzeit mit ausgewählten Werbetreibenden in den USA getestet.

Zusätzlich baut OpenAI Integrationen mit bestehenden Marketing- und E-Commerce-Systemen aus, etwa Shopify und HubSpot. Dadurch können Kampagnen, Produktdaten und Messung perspektivisch leichter an bestehende Prozesse und Tech-Stacks angebunden werden. HubSpot fungiert dabei als CRM-Partner, Shopify als E-Commerce-Partner. Über die Integrationen lassen sich auch Leads und Deals beziehungsweise Produkt- und Kampagnendaten enger mit bestehenden Systemen verknüpfen. Die Verfügbarkeit einzelner Funktionen kann je nach Markt und Konto variieren.

Darüber hinaus erweitert OpenAI den Ads Manager um KI-gestützte Funktionen. Unternehmen können Kampagnen per natürlicher Sprache erstellen und bearbeiten. Das System kann auf Basis einer Landingpage oder eines Briefings Kampagnenentwürfe, Anzeigentexte und Bildvorschläge entwickeln. Bereits vorhandene Anzeigen lassen sich außerdem an den jeweiligen Gesprächskontext anpassen und in die bevorzugte Sprache der Nutzer übersetzen.

Sponsored Agents und kontextbasierte Ausspielung sind nur ein Beispiel dafür, wie KI das Performance Marketing verändert. Wie ihr KI bereits heute in Google Ads und LinkedIn Ads nutzt, ohne die Kontrolle abzugeben, zeigt der Beitrag »KI-Ads: So steuert ihr Google Ads & LinkedIn Accelerate«.

Plattformregeln, Ausschlüsse und Datenschutz

Nicht jede Branche und nicht jeder Nutzungskontext kommt für ChatGPT Ads infrage. Bestimmte sensible oder regulatorisch anspruchsvolle Bereiche können eingeschränkt oder vollständig ausgeschlossen sein. Prüft deshalb frühzeitig, ob euer Angebot, eure Zielgruppe und eure Claims mit den Plattformrichtlinien und regulatorischen Vorgaben vereinbar sind. OpenAI zeigt unter anderem keine Anzeigen in sensiblen Kontexten. Dazu zählen etwa persönliche Gesundheit, psychische Gesundheit und politische Themen. Politische Werbung ist ausgeschlossen.

Auch datenschutzrechtlich solltet ihr den Kanal differenziert einordnen. Ihr als Werbetreibende erhaltet keine individuellen Chatverläufe, Erinnerungen oder personenbezogenen Nutzerdaten, sondern aggregierte Leistungsdaten wie Ausspielungen und Klicks. Gerade bei einem neuen Werbeumfeld solltet ihr die Entwicklung rund um Datenverarbeitung, Consent, Nachweisbarkeit und Governance aufmerksam beobachten und neue Möglichkeiten nicht vorschnell mit etablierten Standards aus der klassischen Performance-Werbung gleichsetzen.

Nutzer können die Anzeigenpersonalisierung in ihren Kontoeinstellungen steuern und ihre Anzeigendaten löschen; gelöschte Daten werden innerhalb von bis zu 30 Tagen von den Servern entfernt.

Ihr könnt außerdem Kundenlisten hochladen, um bestehende Kunden oder Interessenten in Kampagnen ein- oder auszuschließen. Je nach Markt und Kampagneneinstellungen kann diese Funktion jedoch eingeschränkt sein. Stimmt die Nutzung solcher Listen vorab mit euren zuständigen Datenschutz- und Legal-Teams ab und stellt sicher, dass ihr alle geltenden rechtlichen sowie plattformspezifischen Anforderungen erfüllt.

Rechtliche Verantwortung und Lizenzfragen

OpenAI stellt mit ChatGPT Ads ein Werbeumfeld bereit, jedoch keine Nutzungsrechte an euren Werbemitteln. Für Logos, Bilder, Videos, Illustrationen, Icons, Fonts, Texte und andere eingesetzte Assets müsst ihr deshalb selbst die erforderlichen Rechte besitzen oder die passende Lizenz erworben haben.

Bei Stock-Material solltet ihr insbesondere prüfen, ob die Lizenz kommerzielle Werbung und Paid Media erlaubt, ob Reichweiten- oder Impressionslimits gelten und ob die Nutzung in digitalen beziehungsweise KI-gestützten Werbeumfeldern eingeschlossen ist. Für abgebildete Personen oder geschützte Orte und Objekte können zusätzlich Model- beziehungsweise Property-Releases erforderlich sein.

Auch bei KI-generierten Bildern, Texten oder Videos solltet ihr die jeweiligen Nutzungsbedingungen prüfen. Entscheidend ist, ob eine kommerzielle Nutzung erlaubt ist und ob es Einschränkungen für Werbung, Markeninhalte oder bestimmte Assets gibt.

Für fremde Marken, Logos oder Produktabbildungen braucht ihr grundsätzlich eine ausdrückliche Freigabe, etwa im Rahmen einer Kooperation oder eines Co-Marketing-Projekts. Dokumentiert Lizenzen, Einwilligungen und Nutzungszeiträume intern, damit ihr die Rechte an euren Werbemitteln im Zweifel nachweisen könnt.

Unabhängig von einer Plattformfreigabe bleibt ihr als Werbetreibende für die rechtliche Zulässigkeit eurer Anzeigen und Landingpages verantwortlich. Prüft daher zusätzlich geltende Vorschriften in euren Zielmärkten, etwa zu irreführender Werbung, gesundheitsbezogenen Aussagen, Finanzkommunikation oder branchenspezifischen Pflichtangaben.

So kommt ihr zu OpenAI Ads: Ads Manager und erste Schritte

Die gesamte Kampagnensteuerung für ChatGPT Ads läuft über den OpenAI Ads Manager Beta unter ads.openai.com. Dort legt ihr euer Werbekonto an, erstellt Kampagnen, verwaltet Anzeigen und verfolgt deren Performance.

Der Ads Manager bietet einen geführten Workflow für die schrittweise Kampagnenerstellung. Für umfangreichere Setups ist zudem eine Massenverwaltung über strukturierte Vorlagen möglich. Der genaue Funktionsumfang, verfügbare Märkte und Zugangsbedingungen können sich weiterentwickeln.

Eine Kampagne besteht grundsätzlich aus drei Ebenen:

  • Campaign: Kampagnenziel, Budget, Laufzeit und übergeordnete Einstellungen
  • Ad Group: thematische Bündelung von Anzeigen, inklusive Context Hints und Gebotslogik
  • Ad: die konkrete Anzeige mit Titel, Beschreibung, Bild und Landingpage

Verfügbare Kennzahlen und Messung

Im Ads Manager stehen euch aktuell folgende Kennzahlen zur Verfügung:

  • Impressionen
  • Klicks
  • Ausgaben
  • Klickrate (CTR)
  • durchschnittlicher CPC
  • durchschnittlicher CPM
  • Conversions (bei eingerichtetem Conversion-Tracking)

Zusätzlich können UTM-Parameter an die Landingpage-URLs angehängt werden, um den Traffic in eigenen Analysetools nachzuvollziehen.

To-do-Liste: Von 0 zur ersten ChatGPT-Ad

  1. Zugang prüfen und Ads Manager aufrufen: Prüft, ob der OpenAI Ads Manager in eurem Markt verfügbar ist, und ruft ads.openai.com auf.
  2. Werbekonto einrichten: Legt euer Geschäftskonto an, hinterlegt Markeninformationen, Rechnungsprofil und Zahlungsmethode und schließt gegebenenfalls erforderliche Verifizierungen ab.
  3. Ziel und Budget festlegen: Entscheidet, ob ihr Reichweite, Klicks oder Conversions priorisiert, und definiert Budget sowie Laufzeit.
  4. Kampagnenstruktur planen: Erstellt Ad Groups entlang typischer Themen und Intent-Situationen, etwa Produktvergleich, Lösungssuche, Anbieterbewertung oder Angebotsanfrage.
  5. Context Hints definieren: Formuliert Themen, Gesprächssituationen, grobe Keywords und relevante Fragen, die eure Zielgruppe im passenden Moment beschäftigen.
  6. Creatives und Landingpages vorbereiten: Erstellt mehrere Anzeigenvarianten, nutzt lizenzierte Assets und verlinkt auf Seiten, die das Anzeigenversprechen direkt einlösen.
  7. Tracking einrichten: Richtet Conversion-Messung ein und ergänzt Landingpage-URLs um UTM-Parameter für die Analyse in euren Analytics-Systemen.
  8. Kampagne zur Prüfung einreichen: Prüft Texte, Assets, Links und rechtliche Anforderungen vor dem Einreichen. Beobachtet anschließend den Freigabe- und Ausspielstatus im Ads Manager.
  9. Auswertung und Optimierung starten: Bewertet Impressionen, Klicks, CTR, CPC, CPM und Conversions. Beachtet dabei, dass die Berichterstattung zur Zielgruppe derzeit eingeschränkt ist: Detaillierte Informationen zu den Personen oder konkreten Gesprächen, in denen Anzeigen ausgespielt wurden, stehen nicht vollständig zur Verfügung. Optimiert deshalb vor allem Context Hints, Botschaften, Creatives, Ad Groups und Landingpages iterativ weiter.

OpenAI Ads als strategischer Zusatzkanal

OpenAI Ads sind kein Ersatz für SEO, GEO oder etablierte Paid-Media-Kanäle. Sie können aber ein relevanter zusätzlicher Baustein sein, wenn ihr eure Zielgruppe in Recherche-, Vergleichs- und Entscheidungssituationen erreichen möchtet.

Bevor ihr einsteigt, solltet ihr eure Zielsetzung klar benennen: CPM für Branding und Sichtbarkeit, CPC für Traffic, oCPC für Conversions. Für B2C-Marken können ChatGPT Ads je nach Angebot für Branding, Informations- und Bewertungsphasen sowie teilweise für Conversions interessant sein. Für B2B-Marken steht dagegen vor allem Awareness im Vordergrund. Ihr erreicht potenzielle Kunden früh in ihrer Informationssuche und Lösungsbewertung, weniger in klassischer Performance-Logik.

Der Kanal eignet sich für Unternehmen, die kontextbasierte Ausspielung, hilfreiche Werbebotschaften und eine eigene Messlogik testen wollen. Wer einsteigt, sollte OpenAI Ads nicht wie eine einfache Search-Kampagne behandeln, sondern als dialogisches Werbeformat mit eigener strategischer und kreativer Logik.

Entscheidend ist, den Kanal im Zusammenspiel mit euren Zielen, Zielgruppen, bestehenden Paid-Media-Maßnahmen und eurem Tracking-Setup zu bewerten. So erkennt ihr, ob sich ein Test lohnt und welche Kampagnenlogik dafür geeignet ist.

Ihr möchtet mehr darüber erfahren, wie OpenAI Ads euren Marketing-Mix ergänzen können? Dann bucht euch jetzt ein unverbindliches 30-minütiges Beratungsgespräch.

FAQs – häufig gestellte Fragen zu OpenAI Ads

Lohnt sich ein Test mit ChatGPT Ads schon, obwohl der Kanal noch neu ist?

Ein Test kann sich lohnen, wenn ihr bewusst mit einem begrenzten Budget startet und klare Lernziele definiert. Prüft zum Beispiel, welche Gesprächskontexte Reichweite erzeugen, welche Botschaften Klicks auslösen und ob sich Traffic oder Conversions im Vergleich zu euren bestehenden Paid-Kanälen sinnvoll entwickeln. Erwartet aber noch keine ausgereiften Benchmarks oder vollständig standardisierte Prozesse.

Wann sind Product-Feed-Kampagnen sinnvoll?

Product-Feed-Kampagnen eignen sich vor allem für Händler mit vielen Produkten, wechselnden Preisen oder einem häufig aktualisierten Sortiment. Die Produktdaten werden dafür im Ads Manager als Katalog hinterlegt; Anzeigen können dann auf Basis dieser Daten erstellt werden. Für einzelne, erklärungsbedürftige B2B-Angebote sind manuell angelegte Standard-Kampagnen meist geeigneter.

Kann ich bestehende Kunden von einer Kampagne ausschließen?

Grundsätzlich ja: Über Custom Audiences lassen sich Kunden- oder Interessentenlisten für Ein- und Ausschlüsse sowie für Gebotsanpassungen verwenden. Kundenlisten können beispielsweise hochgeladen werden, um bestimmte Personen gezielt in eine Kampagne einzuschließen. Für Kampagnen im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz stehen Custom Audiences für personalisierte Werbung derzeit jedoch nicht zur Verfügung.

Warum erreicht meine B2B-Kampagne möglicherweise weniger Nutzer als erwartet?

ChatGPT Ads werden nur für Free- und Go-Nutzer ausgespielt. Viele berufliche Nutzer arbeiten dagegen mit werbefreien Plus-, Business- oder Enterprise-Tarifen. Außerdem sind B2B-Zielgruppen oft kleiner und die Kaufprozesse länger. Plant deshalb eher mit Awareness- und Informationszielen als mit kurzfristigen Lead- oder Abschlusszahlen.

Kann ein Produktfeed die organische Sichtbarkeit in ChatGPT verbessern?

Nein. Ein hochgeladener Produktfeed dient laut OpenAI derzeit ausschließlich dazu, Anzeigen aus eurem Katalog zu erstellen und auszuspielen. Er sorgt nicht dafür, dass Produkte häufiger in organischen ChatGPT-Antworten auftauchen. Für organische Sichtbarkeit bleiben eigene Inhalte, Produktdatenqualität und GEO-Maßnahmen relevant.

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Über Stefanie Ungelenk

Stefanie hat an der TU Chemnitz Technikkommunikation und an der TU Kaiserslautern Erwachsenenbildung studiert. Ihre Ausbildung und langjährige Erfahrung als technische Redakteurin bilden die Basis, komplexe Inhalte verständlich und zielgruppengerecht aufzubereiten. Als Digital Business Analyst bei dotSource erstellt sie Whitepaper, Success Stories und Blogbeiträge für Handelskraft, in denen sie technisches Know-how, analytisches Denken und didaktische Stärke verbindet.

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