Banking im Umbruch: Wie sich die Traditionsbranche neu erfindet

Wie können sich traditionelle Banken neu erfinden?
Quelle: Pixabay

»Banking is necessary, Banks are not.« Das mittlerweile 15 Jahre alte Zitat von Bill Gates wurde oft zitiert – doch noch haben die Banken ihre Daseinsberechtigung nicht verloren.

Seien es die zahlreichen FinTechs (die jungen Konkurrenten der Bank- und Versicherungsbrache), die in den letzten Jahren auf den Markt strömten oder Facebook-Bestrebungen mit Libra die neue Weltwährung zu erschaffen – an Konkurrenz mangelt es den traditionellen Finanzhäusern nicht. Dennoch: Ein Großteil der Kunden vertraut seine Ersparnisse (noch) den traditionellen Banken an. Nur wenige sind bereit, Transaktionen über FinTechs, Messenger und Co. abzuwickeln. Noch haben Banken also die Chance, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und die Ansprüche der Kunden ans Banking der Zukunft zu erfüllen. Es gilt also, schnell zu handeln, denn nachfolgende Generationen werden den neuen Zahlungsverfahren immer weniger skeptisch gegenüberstehen.

Wie können Banken ihre Geschäftsabläufe also zukunftsfähig gestalten?

Banking im Umbruch: Safety first!

Je vernetzter wir werden, desto angreifbarer werden wir auch – oder zumindest unsere Daten. Denn obwohl Nutzer ein immer personalisierteres Kundenerlebnis erwarten – ob nun beim Einkauf oder beim Banking – ihre Daten sind ihnen hoch und heilig. Und genau hier liegt die Stärke der Banken und Sparkassen: Beim Thema Datenschutz genießen sie das größte Vertrauen. Den Anbietern der »Digital Economy« stehen Viele dagegen noch kritisch gegenüber.

Diesen Vertrauensvorschuss gilt es zu nutzen: Durch Transparenz über die Datenverarbeitung und echte Mehrwerte für die Kunden, wenn diese ihre Daten freigeben.

Banking im Umbruch: Kooperieren statt konkurrieren

FinTechs müssen nicht in erster Linie als Konkurrenz gesehen werden, stattdessen können sie ein zentraler Innovationstreiber für das Banking der Zukunft sein. Eine Kooperation ist für beide Seiten von Vorteil: Traditionelle Banken können von den digitalen Innovationen der FinTechs profitieren, während Letztere in vielen Fällen auf die Zusammenarbeit mit etablierten Banken angewiesen sind, da ihnen schlichtweg die Kunden fehlen.

Auf der einen Seite das traditionelle Bankhaus, auf der anderen das agile Fintech. Eine solche Kooperation ist nur dann zielführend, wenn sich beide Parteien darauf einlassen. Zu oft fehlen den traditionellen Banken jedoch die inhaltlich wegweisenden strategischen Ansätze, die richtigen internen Rahmenbedingungen und nicht selten auch der Mut, die Chancen richtig und beherzt anzugehen.

Banking im Umbruch: Zukunftsfähig durch neue Technologien

In seiner jährlich erscheinenden Studie »Banking Technology Vision« identifiziert Accenture künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien, welche die Finanzbranche in Zukunft signifikant prägen werden. 41 Prozent der befragten Banken experimentieren bereits mit KI – dabei reichen die Einsatzgebiete von der Unterstützung bei Kreditentscheidungen bis hin zu Chatbots im Kundenservice.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz erfordert von Finanzunternehmen im ersten Schritt jedoch eine saubere Datenqualität sowie die gewissenhafte Überprüfung ihrer Datenquellen. Mithilfe eines Multidomain-Masterdaten-Management-Systems (kurz MDM) gehören Datensilos und Duplikate der Vergangenheit an – alle relevanten Daten werden an einer Stelle (»Single Source of Truth«) gebündelt.

Banking im Umbruch: Digital Business is People Business

Neue Technologien im Bankgeschäft werfen die Frage auf, wie sich die Rolle der Bankmitarbeiter durch die zunehmende Digitalisierung verändert. Welche Aufgaben bleiben, wenn Maschinen mehr und mehr Arbeit übernehmen?

Das Personal sollte sich deshalb jedoch nicht gegen den Wandel sträuben. Die Mitarbeiter der Zukunft müssen sich gemeinsam mit der digitalen Revolution entwickeln, die zweifelsfrei neue Umsatzmöglichkeiten, Geschäftsmodelle und Kostenstrukturen eröffnen wird. Es ist also zwingend erforderlich, in die Weiterbildung der Mitarbeiter zu investieren. Denn obwohl nur jeder dritte Bankmanager in Deutschland glaubt, dass sein Team ausreichend geschult ist, um mit intelligenten Technologien zu arbeiten, sind so gut wie keine Trainings- und Weiterbildungsprogramme in dieser Richtung geplant.

Der Weg zu gut ausgebildeten Mitarbeitern führt allerdings zuerst über die Führungsebene – sie muss sich dem Thema annehmen, um signifikante Veränderungen des »Arbeitsplatzes Bank« herbeizuführen.

Banking im Umbruch: Investition in Weiterbildung

Innovative Weiterbildungsprojekte wie die Digital Business School (DBS) sind ein wichtiger Schritt hin zu qualifizierten Mitarbeitern. Hier werden nicht nur theoretische Grundlagen und methodische Skills vermittelt, die Weiterbildung gibt auch der praktischen Anwendung viel Raum. Dabei lernen die zukünftigen »E-Commerce Manager« und »Digital Transformation Architects« nicht nur, wie sich bestehende Geschäftsmodelle transformieren lassen und wie sie neue Ansätze umsetzen können, sondern wenden das Erlernte direkt in eigenen unternehmensspezifischen Projekten an.

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Eine Reaktion zu “Banking im Umbruch: Wie sich die Traditionsbranche neu erfindet”

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