Baumarktbranche: Warum die Märkte ihren digitalen Vertrieb ausbauen sollten [5 Lesetipps]

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Quelle: pexels | Tiger Lily

Produkte aus dem Baumarkt bergen für den Versandhandel zwei Herausforderungen: Der Käufer benötigt meist eine umfassende Beratung oder die Produkte sind schlichtweg zu sperrig für den herkömmlichen Versand.

Nicht ohne Grund verweisen noch immer viele Baumärkte auf ihren Online-Plattformen auf die Abholung vor Ort. Nicht so das 2013  gegründete Start-up ManoMano, welches eben diese Servicelücke altbewährter Baumarkt-Ketten nutzt, um zum digitalen Vorreiter in der Baumarktbranche zu werden.

Baumarktbranche: Was sich die Kunden wünschen

Die Bestellung verschiedenster Produkte im Internet bringt den Käufern viele Vorteile: Sie sparen Zeit und haben die Auswahl aus einem umfassenden Angebot. Zusätzlich erspart die Lieferung bis zur Haustür den Kunden vor allem bei unhandlichen Produkten erheblichen logistischen Aufwand.

Dennoch verließen sich Baumärkte lange Zeit darauf, dass die Kunden in den Markt kommen, um sich umfassend zu informieren. Folglich generierte das Online-Geschäft im letzten Jahr lediglich 5 von insgesamt 22,1 Mrd. Euro Umsatz der Bau- und Heimwerkermärkte.

Dies hat zur Folge, dass Kunden inzwischen auch Bohrmaschinen, Fliesen und Co. auf Online-Plattformen wie Amazon und eBay suchen.

Die Baumärkte sind also im Zugzwang, ihre fachliche Expertise zu nutzen, um vor allem auch online einen umfassenden Beratungsservice zu leisten und ihr Logistikkonzept anzupassen.

Baumarktbranche: Was die Branche von ManoMano lernen kann

Auf die veränderten Kundenbedürfnisse hat ManoMano rechtzeitig reagiert und eine Heimwerkerplattform entwickelt, die Kunden Produkte verschiedener Händler anbietet und diese – egal welchen Ausmaßes – nach Hause liefert. Um kurze Lieferfristen zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf eigene Lager in ganz Europa und organisiert die Logistik selbst.

Mit einem umfassenden digitalen Beratungsangebot gelingt es ManoMano, sich von Marktplatz-Riesen abzuheben. Scrollt man sich durch die Produktseiten, erscheint direkt eine Chatbot der es ermöglicht sich von einem so genannten »Manodvisors« (ManoMano + Advisor) beraten zu lassen.

Aber nicht nur für die Do-It-Yourself-Fans, sondern auch für Händler und Hersteller ist der Vertrieb über die Nischen-Plattform besonders attraktiv. Im Vergleich zu großen Markt-Plattformen, die Produkte verschiedenster Segmente anbieten, ist die Zielgruppe hier wesentlich spezifischer. Außerdem bietet das französische Unternehmen, das mittlerweile in sechs europäischen Ländern aktiv ist, den Händlern die Möglichkeit, erste Erfahrung im europäischen Ausland zu sammeln.

Baumarktbranche: ManoMano sollte man im Blick behalten

Bisher erzielt das Unternehmen 60 Prozent seines Umsatzes in seinem Heimatland Frankreich aber auch in anderen Ländern wie Spanien und Großbritannien ist die Marke bereits bekannt. Den deutschen Markt sehen die ManoMano-Gründer als Schlüsselmarkt, weswegen sie vor allem hier mit der Unterstützung zahlreicher Investoren umfassend in Marketing und Logistik investieren wollen.

Spätestens jetzt sollten die Marktführer der Branche auf den Wandel der Kundenbedürfnisse hin zur digitalen Beratung und der reibungslosen Lieferung reagieren und ihren Online-Auftritt sowie die Logistik-Strategie künftig danach ausrichten.

5 Lesetipps

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