Digitale Kompetenzentwicklung: Warum Weiterbildung im Mittelstand unabdingbar ist

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Quelle: Cameron Venti / Unsplash

Nie war die Aneignung digitaler Kompetenzen der eigenen Mitarbeiter wichtiger als heute. Gleichzeitig setzten nie zuvor so wenige deutsche mittelständische Betriebe auf die Weiterbildung ihrer Angestellten. Über ein Drittel der mittleren Unternehmen haben die Angebote für ihre Mitarbeiter reduziert; die Hälfte davon hat die Möglichkeiten sogar komplett eingestampft. Ist Corona schuld? Fehlen die Mittel? Oder hat es andere Gründe?

Digitale Kompetenzen < Existenzsicherung?

Klar, Corona hat reingehauen. Für einen Großteil der mittelständischen Unternehmen steht es seit Beginn der Pandemie auf Position Eins der Prioritätenliste, die betriebliche Existenz zu sichern. Dafür muss man Kosten senken, ist logisch. Die Weiterbildung der Mitarbeiter indes verursacht Kosten und raubt Zeitressourcen: Bis kein Ende der Pandemie in Sicht ist, fehlt eine gewisse Planungssicherheit und viele Unternehmer scheinen zu befürchten, dass Mitarbeiter, die sie teuer fortgebildet haben, ihr Wissen vielleicht prompt bei einem neuen Arbeitgeber anwenden könnten. 

Das ändert aber nichts daran, dass weiterhin ein hoher Weiterbildungsbedarf besteht. Laut einer Studie der KfW haben knapp der Hälfte der kleinen bis mittleren Unternehmen diesen Bedarf vor allem im Bereich der digitalen Weiterbildung. Das sind deutlich mehr als bei berufsfachlichen Kernkompetenzen. Oft fangen die Probleme schon bei grundlegenden Digitalkompetenzen an, wie E-Mail- oder Schreibprogrammen. Standardsoftwares, der Endgegner der mittelständischen Unternehmen? Mal so, mal so. Um eine Transformations- und Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs aufrecht zu erhalten, sollten jedoch alle Mitarbeiter auf einem vergleichbaren, digitalen Level zu verorten sein. 

Digitale Kompetenzen wichtig wie nie

Spätestens seitdem viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt haben, sie mit Videokonferenzen konfrontiert und den Onlinevertrieb ausgeweitet haben, wuchs damit auch die notwendige digitale Infrastruktur. Laut KfW Studie haben 33% der Unternehmen ihre Digitalisierungsaktivitäten in dieser Zeit ausgedehnt. Der Bedarf an Weiterbildungsmöglichkeiten fiel im letzten Jahr vorrangig zwar auf grundlegende Kompetenzen, jedoch sind auch erweiterte Digitalkompetenzen wichtig: Wie bedient man etwa Spezialsoftware? Dieser Bedarf etwa stieg um 18 Prozent. Was ist Data Science und wie wendet man das an? Hier stieg der Weiterbildungsbedarf der Studie zufolge um 11 Prozent.

Digitalexperten sind in Unternehmen unverzichtbar. Sie entwerfen Digitalstrategien und digitale Geschäftsmodelle. Sie müssen mit den richtigen Kennzahlen jonglieren und in ihr E-Business Projekt einsetzen. Die Digitale Transformation vorantreiben. Und das gerade in Pandemiezeiten besser heute als morgen. In der rauen See der Digitalen Transformation braucht jedes Unternehmen, vor allem auch jedes mittelständische Unternehmen, eine Vision, eine digitale Strategie, ein klar definiertes Ziel. Sonst geht es Unternehmen bald wie der Evergreen im Suezkanal. Man manövriert sich in eine gefährliche Lage, weil die Mitarbeiter auf und unter Deck keine Skills haben.

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