Remote Warm-ups revisited: Der Boost für Stimmung und Outcome eurer nächsten Online-Meetings [5 Lesetipps]

remote warm ups
Quelle: Handelskraft 2021

»Könnt ihr mich sehen?«, »Wollen wir anfangen?«, »Ich teile mal meinen Bildschirm, ja?« – so oder so ähnlich beginnen gerade viele Online-Meetings. Technische Hürden, okay. Digitale Kluft, auch in Ordnung. Aber einfach so ein Online-Meeting beginnen, mit der Tür ins Haus fallen, direkt starten?

Das geht besser. Mit den heutigen Lesetipps der Woche erklären wir euch, wie ihr euer nächstes Remote-Event knackig startet und alle Teilnehmer aufgewärmt, gut gelaunt und aufmerksam am Ball bleiben.

Remote-Warm-ups: Brecht das Eis und wärmt euch auf!

Videokonferenzen können manchmal kräftezehrend und langatmig sein, das sollten eigentlich alle Homeofficeler mittlerweile auch miterlebt haben. Entsprechende Aufwärmrunden oder spielerische Elemente zwischendrin helfen jedoch dabei, die Beteiligten bei der Stange zu halten und mit Leichtigkeit in die richtige Arbeits- und Denkweise zu befördern.

Besonders hilfreich sind Remote Warm-ups bei längeren Workshops oder Meetings, bei denen neben der ungeteilten Aufmerksamkeit auch Kreativität und Zusammenarbeit gefordert sind. Die nachfolgenden Tipps sind branchenübergreifend und zu jeder Tageszeit anwendbar. Und egal ob Microsoft Teams, Slack oder Zoom: Sie funktionieren auf jeder Meeting-Plattform.

Remote Warm-ups: Icebreaker

Diese Art des Aufwärmens bietet sich für den Workshop-Einstieg an und kann Berührungsängste zwischen den Teilnehmern abbauen. Auch unterschiedliche Unternehmens-Positionen können durch Icebreaker aufgeweicht werden, da persönliche Informationen miteinander ausgetauscht werden und die Atmosphäre insgesamt aufgelockert wird.

Beispiel I: Urlaubsfoto als virtueller Hintergrund

Hier haben zu Beginn des Meetings alle Teilnehmer die Möglichkeit, ein Foto ihres letzten Urlaubs als virtuellen Hintergrund einzustellen, so dass alle anderen diesen Hintergrund sehen können. Wer kein Urlaubsfoto zur Hand hat, kann auch ein Foto eines angestrebten Urlaubsziels verwenden. Reihum erzählen dann alle Teilnehmer über ihre letzte Reise und darüber, wohin sie gern noch reisen möchten. Das ersetzt spielerisch den umständlich abzubildenden Smalltalk in Online-Meetings und zudem haben danach alle schöne Hintergründe :).

Beispiel II: Emoji-Gymnastik

Schnell, einfach und lustig: Die Emoji-Gymnastik. Reihum schreibt jeder Teilnehmer ein Emoji seiner Wahl in den Chat und die anderen Teilnehmer müssen diesen Emoji entweder per Gesichtsausdruck oder pantomimisch nachstellen. Das baut soziale Distanzen ab und holt die Teilnehmer aus ihrer Comfort-Zone. Außerdem werden so die Gesichtsmuskeln gelockert, was auch zur Entspannung des gesamten Körpers führt.

Remote Warm-ups: High Energy

Die Energie Warm-ups sind mit körperlicher Bewegung verbunden und helfen dabei, das Denken anzuregen, sollte das Online-Meeting mal wieder etwas stocken. Diese energiereichen Aufwecker bieten sich sowohl morgens, als auch nach dem Mittag an, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und das Energielevel der Teilnehmer hochzufahren.

Beispiel III: Fitness-Party

Alles kann, nichts muss. Alle Teilnehmer wechseln in die Galerie-Ansicht ihrer Meetingplattform, damit alle Fitnessfreunde zu sehen sind. Nun hüpft jeder aus dem Sichtfeld der Webcam, sodass niemand mehr zu sehen ist. Spontan kann nun ein Teilnehmer wieder ins Bild hüpfen und eine Fitnessübung vormachen, die dann alle vor der Kamera nachturnen müssen. Kniebeuge, Dehnungsübungen oder Nacken-Entspannung: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Sobald der Vor-Turner seine Übung beendet hat, springt er wieder aus dem Bild und die Anderen tun es ihm gleich. Jetzt kann ein anderer wieder ins Bild hüpfen und seine Übung vormachen. Und immer so weiter.

Diese Warm-up Idee kann teilweise sehr chaotisch ablaufen, da es keine Regeln gibt, wer zuerst ins Bild hüpft und die Übung choreografiert. Doch genau darin liegt auch der Reiz der Übung. Nichts ist lustiger, als zehn Leute, die alle behelfsmäßig andere Fitness-Choreografien vor ihren Homeoffice-Bildschirmen praktizieren. Lachen ist gesund!

Beispiel IV: Das Farbenspiel

Das Farbenspiel ist ganz einfach und verbindet Bewegung mit gegenseitigem Kennenlernen. Der Moderator des Meetings bestimmt jemanden, der eine Farbe nennen soll – zum Beispiel die Farbe rot. Nun müssen alle Teilnehmer einen roten Gegenstand suchen und ihn schnellstmöglich in die Kamera halten. Bei Bedarf kann jeder noch eine Geschichte zum ausgewählten Gegenstand nennen. Wer zuletzt etwas gefunden hat, bestimmt die nächste Farbe.

Wer auf noch mehr Bewegung steht, kann neben der Farbe auch den Raum, in dem der Gegenstand gesucht werden soll, nennen. Das bringt einen zusätzlichen Drive in die Übung und sorgt dafür, dass sich die Augen der Teilnehmer kurz vom Bildschirm erholen können.

Remote Warm-ups mit Kreativität

Wenn in einem Online-Seminar Ideen entwickelt werden sollen, benötigt man Hirnschmalz. Nicht immer ist der frei verfügbar. Um die Kreativität der Teilnehmer zu pushen, bieten sich kreative Warm-ups an, die das Out-of-the-Box Denken fördern sollen. Außerdem geben sie den Teilnehmern Mut, sich im Gespräch zu beteiligen.

Beispiel V: 30 Circles

Klassiker eigentlich. Jeder Teilnehmer erhält ein Blatt (in einem digitalen Raum oder vorab per Post) mit 30 leeren Kreisen darauf. Nun können sich alle innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne, meiste fünf bis zehn Minuten, kreativ austoben und die Kreise mit Leben füllen, beispielsweise als Smileys, Fahrradreifen, Uhren oder was auch immer. Nach Ablauf der Zeit stellt jeder Teilnehmer seine Kreise vor. Wer die meisten ausgefüllten Kreise vorweisen kann, ist Sieger und gewinnt… Tja, was gewinnt er? Seid kreativ!

Beispiel VI: Storytelling/-drawing

Das kann ganz vielseitig sein. Wichtig ist bei Storytelling Warm-Ups, dass die Teilnehmer eine kreative, ernste, lustige oder selbstreflektierende Geschichte erzählen und somit ihre grauen Zellen reaktivieren.

Es gibt einige Seiten, die Moderatoren dabei helfen können, mit den richtigen Fragen die Fantasie der Mitmacher anzuregen und sie zum Reden zu motivieren, beispielsweise den Tscheck-In-Generator oder den Protobot. Auch verschiedene Spiele wie Gartic Phone oder Skribbl können dazu beitragen, die kreativen Hirnareale der Teilnehmer anzusprechen.

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