Warum der Innovationsdruck im E-Commerce steigt

Verfasst am 25. Februar 2015 von .

Amazon Prime Air

Foto: Amazon Prime Air

So manche Trendthemen und innovative Services, wie die Lieferung per Drohne, klingen aktuell noch eher nach einem PR-Gag als nach einer realistischen Möglichkeit. Nicht selten steht auf der Kippe, ob sich solche Innovationen überhaupt etablieren werden, da es schlichtweg keine Gesetze gibt, die für solche Szenarien gelten.

Doch wenn die letzten Jahre eines gezeigt haben, dann ist es das enorme Tempo, mit dem aus Hypes neue Ansprüche werden. Spätestens, wenn einer der Wettbewerber die neue Technologie erfolgreich umgesetzt hat, geraten andere in Zugzwang. Die Anspruchsspirale schraubt sich immer weiter. Hinzu kommen neue Technologien und innovative, agil agierende Startups, die Händler von rechts zu überholen drohen.

Raus aus der Komfortzone

Wie können Unternehmen auf die Herausforderungen der digitalen Transformation reagieren? Mit Mut zum Testballon. Mit ersten kleinen Projekten und Services entwickelt man nach und nach ein Verständnis dafür, was für das eigene Geschäft und die Kunden funktioniert.

Ein Charakteristikum der Wirtschaftswelt im digitalen Zeitalter ist ihr Tempo. Der (theoretisch) problemlose Austausch von Daten erhöht das Tempo, gleichzeitig können anhand von Daten umfassende Trendbeobachtungen vorgenommen werden. Diese Problemlosigkeit existiert jedoch meist nur auf dem Reißbrett und auch die zuverlässigste Trendbeobachtung sichert noch keine gekonnte strategische Umsetzung. Sich einen Vorsprung zu erarbeiten, ist trotz aller Daten weiterhin schwierig (wer schafft tatsächliche Wertschöpfung aus all den Daten?).

Dennoch muss immer schneller reagiert werden. Der vernetzte Kunde sowie die Konkurrenz lassen es nicht anders zu. Die einzige Antwort? Flucht nach vorn und testen, testen, testen.

Strategien wie die Erweiterungen des Geschäftsmodells, der Sortimente und Zielgruppen sollten daher unbedingt auf die Agenda von Händlern und Herstellern stehen. So könnte sich ein B2C-Händler beispielsweise verstärkt im B2B engagieren. Stationäre Händler experimentieren mit Multichannel-Konzepten und Pure-Player starten stationäre Initiativen, um nur das Naheliegendste zu nennen.

Hinzu kommen neue Herangehensweisen an das Thema Konsum (Stichwort Sharing Economy) und digitale Vertriebskanäle auch für erklärungsbedürftige und exklusive Güter bishin zur völligen Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle.

Viele Standbeine zu haben, hat Tradition in digitalen Unternehmen

Dabei lohnt es sich zu schauen, wie es digitale Unternehmen schaffen, innovativ zu bleiben: Experimentierfreude und stetige Verbreitung des Geschäftsmodells hat dort eine lange Tradition. Früher hat man beispielsweise die Umtriebigkeit von Google argwöhnisch beäugt, inzwischen ist es immer selbstverständlicher, dass digital aufgestellte Unternehmen viele unterschiedliche Geschäftsfelder vorantreiben.

Beispiel Amazon

Amazon ist so viel mehr als Händler und Marktplatz: Logistik, Verlagswesen, Produktion von Games und Serien, mobile Endgeräte und Unterhaltungselektronik sind nur eines Auswahl der zahlreichen Geschäftsfelder.

Beispiel Facebook

Facebook drohten die Teenager abhanden zu kommen, die Altersdichte erhöhte sich bedenklich und wurde damit zunehmend unattraktiv. Das Unternehmen kaufte kurzerhand angesagte Plattformen wie Instagram und Whats-App, um die Altersgruppe Teenager auf der Plattform zu halten.

Und nun?

Was Unternehmen hierzulande Sorgen machen sollte: Keiner der genannten Player bleibt in seinen Bestrebungen stehen. Experimente mit Drohnen und digitalen Services sind erst der Anfang.

Dies ist das, was Unternehmen mit »digitaler DNA« tun – und was unternehmen Deutschlands Händler?

Handelskraft 2015

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