Shoptest: Denglisch mal anders

Der amerikanische Kleidungshersteller Stussy betreibt einen internationalen Onlineshop, in dem die eigenen T-Shirts, Sweatshirts und andere Bekleidung verkauft wird.

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Auf der Startseite werden dem Kunden neben acht Modells, auch News und eine Mischung von deutschen und englischen Links präsentiert. Unverständlich ist die Darstellung der Neuigkeiten als Grafik, in der Links als roter Text dargestellt werden. Dies erschwert wahrscheinlich auch die Übersetzung. Es sieht aber auch so aus, als ob die Übersetzung sowieso keine hohe Priorität hatte, davon zeugt jedenfalls der „Mein-Kanto“-Bereich.

Falls man sich eins der präsentierten Outfits genauer anschauen möchte, klickt man natürlich darauf um weitere Informationen zu erhalten. Das gelingt aber nicht, da alle Abbildungen mit der T-Shirt-Kategorie verlinkt sind. Natürlich ist auf keinem der Bilder ein Shirt zu sehen.

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Die Produktdetailseite wirkt eigentlich ganz aufgeräumt, aber auch hier sorgen verschiedene Sprachen für Verwirrung, wie beispielsweise bei den beiden Elementen „Please Select Size“ und „Bitte Stueckzahl eingeben“. Wählt der Kunde hier nicht die passende Größe erscheint die etwas kryptische Fehlermeldung:

» The Item Blot Logo V-Neck Tee – Burgandy could not be added to cart because one or more options are required, please make sure all required options have been selected «

Und die Aufforderung: “Weiter- hier klicken”. Es fehlt also die genaue Beschreibung des Fehlers. Der Nutzer wird nicht informiert was passiert wenn er auf weiter klickt und wer kein Englisch kann… der wird hoffentlich die Seite schon eher verlassen haben.

Auch nicht ganz ausgereift ist der Button: „Weiter Einkaufen“. Hiermit wir der Nutzer auf die Startseite des Shops zurückgeworfen und nicht wie erhofft auf die vorherige Seite. Hier kann man Besuchern nur raten lieber die Zurück-Taste des Browsers zu benutzen.

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Auf der Warenkorbseite finden sich wieder einige interessante Optionen. Hier kann man einen „Gutschein anfordern“. Leider erscheint nachdem ich meine E-Mail-Adresse eingegeben habe eine Fehlermeldung mit „Invalid Coupon“… Versteh ich nicht, soll ich meine Postanschrift eingeben um den Gutschein zu erhalten?

Sympathisch wirkt der Button „Shop verlassen“, nach den vielen Missverständnissen. Leider verlässt man diesen nicht, sondern es wird der Checkout-Prozess gestartet, der scheint aber einen eigenen Shoptest verdient zu haben 😉

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