5 Möglichkeiten, um den bewussten Konsumenten zu aktivieren

Verfasst am 12. Juni 2014 von .

Second Hand

Foto: Ado-do

Immer mehr Menschen fühlen sich durch den Faktor Nachhaltigkeit zum Kauf motiviert. Der moderne Konsument möchte das Richtige tun und bewusst einkaufen. Auf den Preis geschaut wird dabei weniger, dafür auf Produktionsumstände, Qualität, Image, Herkunft, Arbeitsbedingungen, Fair-Trade- und Bio-Siegel. Andere wiederum, wie die »Generation Y«, wollen insgesamt weniger konsumieren. In der Shareconomy aufgewachsen, interessieren sie sich für Re-Commerce, Sharing und bewussten Konsum.

Was beide verbindet: Ein hohes Informationsbedürfnis vor einer Anschaffung und der Drang, Einblick in die Unternehmen und Marken zu erhalten. Der Kauf wird zum Erlebnis, das Konsumierte definiert die Persönlichkeit. Es geht nicht darum, zu verzichten, auch der bewusste Konsument hat nicht weniger Spaß daran, nach Produkten zu stöbern.

Dafür hat er höhere Ansprüche an Qualität und Transparenz. Es genügt nicht, irgendein Produkt zu bekommen, die bestmögliche Lösung wird gesucht. Dafür werden soziale Netzwerke, Communitys und Blogs intensiv genutzt und das Image des Unternehmens auf Plattformen wie utopia.de aktiv beobachtet und hinterfragt.

Auf diesen fünf Wegen kann man den modernen, bewusster konsumierenden Kunden erreichen:

1. Teilhabe an der Marke

Laut der »brandshare«-Studie der PR-Firma Edelman legen fast alle Verbraucher Wert darauf, dass Marken ihre eigenen Werte teilen. Über die Produktherstellung und deren Herkunft möchten in Deutschland 96 Prozent der Befragten Bescheid wissen. Vor allem die 18- bis 29-Jährigen (54 Prozent) bzw. 45- bis 65-Jährigen (51 Prozent) wollen mehr Transparenz und Informationen bei diesem Thema.

Auch steigt der Wunsch, Einblick in die Unternehmen, ihre Entwicklung, Persönlichkeiten, Erfolge und Misserfolge zu erhalten. Diese Teilhabe – ein unterschätzter Hebel, zur Aktivierung und Bindung von Kunden – wünschen sich immerhin 89 Prozent der Befragten.

2. Re-Commerce und Shareconomy

Produkte müssen nicht neu sein, statt Status ist es für die Generation Y ebenso interessant, wenn hinter dem Produkt eine Geschichte steckt. Der Begriff »Preloved Fashion« drückt genau das aus.

Teilen statt Besitzen: Bei der Shareconomy steht der Zugang zu Produkten, Dienstleistungen oder Erlebnissen im Vordergrund. Der Reiz besteht nicht darin, ein neues Produkt zu kaufen, sondern es mit Mitmenschen zu teilen, durch Verleih, Vermietung oder den Weiterverkauf. Mercedes baut mit »Me« gerade das Geschäftsmodell dementsprechend um.

3. Der Kauf als Erlebnis

Aspekte wie Exklusivität, Personalisierung, Herkunft und Material eines Produktes rücken in den Vordergrund, wenn man die Generation Y beim Shopping überzeugen möchte. Die neue Kundengeneration ist immer auf der Suche nach dem Besonderen und Erlebnissen während des Einkaufens.

Sieht so der Laden der Zukunft aus?

Blick in den Hointer-Verkaufsraum in Seattle

Der Vorteil für Händler: Der Kunde teilt die Werte des Unternehmens und ist damit stärker motiviert, Produkte zu empfehlen. Die Sinnstiftung trägt zur Emotionalisierung und Loyalität bei.

4. Mass Customization und Einzelanfertigungen

Der Kunde 3.0 möchte kein Massenprodukt kaufen. Da diese Einstellung von immer mehr Menschen geteilt wird, sind individuell gefertigte Produkte stark im Kommen.

5. Online-Fundraising/Spenden

Online einkaufen und dabei etwas Gutes tun wird immer häufiger auch über Spenden direkt im Onlineshop gelöst. Mit elefunds rundet man beispielsweise einfach den Kaufbetrag im Checkout auf und wählt eine Organisation, an die das Geld gehen soll. Mit dem Schuh-Kauf beim Passauer Startup Shoemates spenden Kunden automatisch ein Paar Schuhe an Schulkinder in Afghanistan.

Handelskraft 2014

Handelskraft 2014Dieser Auszug zum Thema Nachhaltigkeit stammt aus unserem Trendkompass Handelskraft 2014, der auf unserer Webseite kostenlos heruntergeladen werden kann.
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