Content-Strategie: Wie identifiziere ich relevanten Content? [Teil 3]

Verfasst am 16. Januar 2018 von .
Content Ideen finden

Quelle: pexels

In den letzten beiden Teilen unserer Artikelserie haben wir bereits gezeigt, wie wichtig eine definierte Content-Strategie ist und wie man Content an Zielgruppen und Business-Ziele anpassen kann.

Wie können nun Content-Ideen gefunden werden, die den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen und deren Fragen beantwortet? Mit welchen Inhalten kann ein Unternehmen in den sozialen Medien punkten? Und wonach suchen potenzielle Kunden?

Diese Fragen lassen sich nicht so einfach aus dem Stehgreif beantworten. Wirklich relevante Inhalte zu finden, bleibt eine Herausforderung. Content-Marketing-Manager können jedoch auf eine Reihe von Hilfsmitteln zurückgreifen, um relevanten Content für ihre Zielgruppe zu identifizieren.

Wissen, wonach der Nutzer sucht

Um (potenziellen) Kunden genau die Inhalte zur Verfügung zu stellen, die sie suchen, ist es sinnvoll die Suchanfragen auszuwerten. Google Suggest – die Auto-Vorschlagsfunktion bei der Eingabe von Suchbegriffen in der Google-Suche – liefert zum Beispiel wertvolle Indizien darüber, welche Fragen die Nutzer zu bestimmten Begriffen stellen.

Die Seite Answer the Public basiert auf dieser Vorschlagsfunktion. Sie liefert zu einem bestimmten Begriff gebündelt Suchanfragen, die Fragen enthalten (z.B. zum Begriff Staubsauger »Wann gibt es Staubsauger bei Aldi?« oder »Welcher Staubsauger ist gut bei Tierhaaren?«), Suchanfragen in denen der Begriff mit Präpositionen kombiniert wurde (z.B. »Staubsauger ähnlich wie Dyson« oder »Staubsauger mit Wischfunktion«) oder Suchanfragen bei denen der Begriff verglichen wird (z.B. »Staubsaugen oder Wischen« oder »Staubsauger und Wischroboter Test«).

Der Google AdWords Keyword Planer liefert zu diesen Suchbegriffen Daten zum monatlichen Suchvolumen, gibt eine Einschätzung des Wettbewerbs auf die Begriffe ab und schlägt Gebote vor. So kann fundierter entschieden werden, wie relevant der Begriff ist bzw. ob es sich lohnt diesen zu nutzen.

Google Trends kann außerdem genutzt werden, um die zeitliche Entwicklung von Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff zu beobachten. Hierüber können Trends identifiziert, aber auch Themen ausgemacht werden, die gerade wieder »auf einem absteigenden Ast« sind.

Monitoring von Foren und sonstigen Social-Media-Kanälen

Social-Media-Monitoring gibt Unternehmen einen aktuellen Überblick über neuen relevante Themen, Meinungen oder Kritiken zum eigenen Unternehmen, den Produkten oder Dienstleistungen oder auch dem Wettbewerb. Mithilfe verschiedener Tools können Keywords bestimmt und verfolgt werden, um so zu allen relevanten Themen auf dem Laufenden zu bleiben.

Monitoring von Markt und Wettbewerb

Auch Google Alerts ermöglicht es, Benachrichtigungen für bestimmte Themen einzustellen. Sobald also im Web Inhalte zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden, weiß man sofort Bescheid und kann die Neuigkeit gegebenenfalls gleich in einem Blog-Artikel oder ähnlichem verarbeiten.

Die Google-Suche liefert natürlich auch Anhaltspunkte dazu, mit welchen Inhalten der Wettbewerb bei bestimmten Suchanfragen rankt.

Und natürlich sollten auch die Websites der Wettbewerber selbst immer im Auge behalten werden – nicht, weil alles kopiert werden sollte, sondern vielmehr um sich Inspiration zu holen und Dinge anders oder im besten Fall noch besser zu machen.

Weiterentwicklung bestehender Themen

Natürlich sollten auch die bestehenden Inhalte immer wieder geprüft werden. Was funktioniert gut, was nicht? Unter Umständen kann es sinnvoll sein, einen bestimmten Anteil der bestehenden Themen sinnvoll weiterentwickeln. So können zum Beispiel bestimmte Bereiche des Themas weiter vertieft werden.

Die gefundenen Ideen müssen dann schließlich nach ihrem Beitrag zur Zielerreichung sowie unter Aufwand-Nutzen-Aspekten bewertet und priorisiert werden.

Hier geht’s zu den anderen Teilen unserer Artikelserie:

Whitepaper »Content-Management-Systeme auswählen«

produktdatenmanagement-software-auswaehlen-coverSind Content-Strategie und Themen definiert, kann man sich an die Auswahl des passenden Tools machen. Dabei gibt es keine pauschale Antwort auf die Frage, welcher Anbieter der beste sei. Die Entscheidung ist abhängig von den individuellen Bedürfnissen und Zielen jedes Unternehmens. Unser Whitepaper »Content-Management-Systeme auswählen« bietet einen Leitfaden zu den verschiedenen Herangehensweisen und gibt Entscheidungshilfen für die passende Content-Management-Lösung. Zudem werden einige Anbieter genauer unter die Lupe genommen und anhand von 23 Kriterien gegenübergestellt. Jetzt kostenlos herunterladen!

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2 Reaktionen zu “Content-Strategie: Wie identifiziere ich relevanten Content? [Teil 3]”

  1. Daniel

    Am 18. Januar 2018 um 14:11 Uhr

    Hallo Luise!
    Ich kann Ihnen als Alternative zu Google Alerts die Talkwalker Alerts empfehlen. Ebenfalls unendlich kostenlos, aber mit entscheidenden Vorteilen gegenüber Google: Man bekommt nicht nur Ergebnisse aus Websites, Blogs und Foren, aber auch von Twitter. Gerne einmal ausprobieren.
    Viele Grüße,
    Daniel Köthe

  2. Jana

    Am 20. Januar 2018 um 14:42 Uhr

    Einige der genannten Tools verwende ich auch, hab aber trotzdem noch ein paar neue Dinge gelernt wie bspw. Answer The Public… danke dafür… was den keyword-planer betrifft: hier bin ich auf ein alternatives kostenpflichtiges Tool ausgewichen, weil der KW Planer keine exakten Zahlen mehr ausspuckt.

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