Mit Best-Age zum Best-Sales

Hand am Computer
Quelle: pixabay

Immer mehr Senioren digitalisieren ihr Leben. Während die einen noch die ersten Gehversuche im Neuland unternehmen, sind andere schon ein paar Schritte weiter: »Alexa, wie wird heute das Wetter?« gehört für einige schon zur täglichen Morgen-Ritual. Auch im E-Commerce sieht es nicht anders aus. Aber die Zielgruppe Best-Age fällt in der hippen Onlinewelt oft hinten runter, obwohl hier eine prallgefüllte Goldgrube wartet.

Wer ist eigentlich ein Senior?

In diesem Artikel gehen wir davon aus, dass Senioren Menschen sind, die mindestens 50 Jahre Lebenserfahrung vorweisen können. Und das heißt überhaupt nicht, dass Senioren nicht fit, aber dafür zerbrechlich sind. Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Senioren sind fitter denn je! Das gefühlte Alter vieler Senioren liegt etwa zehn bis 15 Jahre unter dem biologischen Alter. Keine Generation vorher hat es geschafft, im Alter so dynamisch und gesund zu bleiben und das nicht nur körperlich: Auch der Geist steckt voller Lebenskraft und die Neugier nach Neuem ist noch ungezügelt.

Wir werden älter

Wenn wir an Senioren und Internet denken, kommen uns doch gleich Vorurteile wie »Ach, wieder auf der Suche nach -lustigen- GIFs« oder »Die haben doch davor Angst, das Internet zu löschen« in den Kopf, aber das passt schon lange nicht mehr zur Wirklichkeit. Das WWW ist bei Senioren angekommen. Die Schritte sind nicht mehr so vorsichtig und die Skepsis ist größtenteils abgebaut. Das Internet dient nicht mehr nur der Informationssuche. Es wird ordentlich geshoppt!

Infografik
Quelle: Statista

In Zeiten des demografischen Wandels werden Senioren im E-Commerce immer mehr zu einem wichtigen Faktor. Die Best-Ager machen einen großen Teil der Internetuser in Deutschland aus. Dabei gibt es den ein oder anderen Unterschied zwischen der jüngeren Generation und den Senioren. Während es bei der Jugend eher darauf ankommt, wie schnell Produkte geliefert werden und wie viel Cent man je Einkauf sparen kann, legt der Best-Ager darauf Wert, gut beraten zu werden und einen Rundum-Sorglos-Service zu genießen.

Wie schöpfe ich das Gold aus der Generation Gold?

» „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.“ «

Vertrauen in einen Shop ist bei Senioren das A und O für einen Kauf im Internet. Deshalb ist Transparenz in dieser Branche besonders wichtig. Denn Senioren kaufen dann ein, wenn sie sich am wohlsten fühlen. Ansprechpartner sollten schnell zur Verfügung stehen. Am besten telefonisch über eine gut erreichbare Telefonnummer oder via Omnichannel direkt vor Ort. Datenschutz wird ebenfalls großgeschrieben. Die Angst vor Missbrauch der Daten und Online-Betrug ist hoch, deshalb sind felsenfeste Datenschutzreglungen wichtig und im besten Fall ein Serverstandort innerhalb von Deutschland. Produkte sollten genau beschrieben werden, denn Senioren legen Wert auf Informationen. Diese sollten zudem übersichtlich und userfreundlich präsentiert werden.

Werden diese Punkte erfüllt, sind die Senioren bereit, tief in die Tasche zu greifen. Auch die Wiederkaufrate ist bei älteren Personen höher, sofern sie ein positives Kaufgefühl hatten.

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2 Reaktionen zu “Mit Best-Age zum Best-Sales”

  1. Ein toller Artikel – ich glaube auch, dass diese Zielgruppe vernachlässigt wird, vor allem von jüngeren Unternehmen und Händlern. Wenn man sich umsieht, wie die meisten Firmen werben, wird schon klar, dass die meisten sich irgendeine Art von jungem Image geben möchten, statt ein bisschen neutraler und weniger altersbezogen daherzukommen. Ich finde das Thema sehr spannend, weil hier ganz klar der Startpunkt einer Customer Journey gelegt wird, der mehr über das Denken der Unternehmen zeigt, als über seine (potentiellen) Kunden. In diesem Artikel wird das ganz gut beschrieben, wie die Customer Journey ablaufen kann: https://www.sc-networks.de/blog/customer-journey-die-wichtigsten-infos-zur-planung-umsetzung-und-darstellung/
    Wenn man sich dabei viele der aktuellen Unternehmen und deren Werbung ansieht, naja… Als ob die meisten einfach vergessen hätten, dass die jüngere Kundschaft zahlenmäßig wesentlich geringer ausfällt – mal von der Kaufkraft abgesehen. Dabei frage ich mich gleichzeitig, wie man „ältere“ Menschen richtig ansprechen kann, also auf die Kundenreise schickt, ohne in irgendwelchen Vorurteilen zu bleiben. Hier ist definitiv ein Markt und definitiv mehr Diskussion über Marketing notwendig. Danke für den Artikel, ein richtig guter Denkanstoß!

    Beste Grüße,
    Patrick Gut