Pinterest: Was bringen die neuen Werbeformen? [5 Lesetipps]

Pinterest Werbeform
Quelle: Souvik Banerjee / Unsplash

Wie hinlänglich bekannt ist, geht es bei der Foto-Plattform Pinterest nicht mehr unbedingt um Inspirations-Content, sondern auch konkret ums direkte Kaufen der angezeigten Produkte. Im Frühling dieses Jahres hat Pinterest die Kooperation mit Shopify international breit ausgerollt, im Juni folgte dann der Launch von Shopping-Funktionen in Deutschland und anderen Ländern. Jetzt kündet die Plattform erneut mehrere Updates im E-Commerce Bereich an.

Pinterest weitet seine »Shop the Look« Funktion aus

Bereits 2018 berichteten wir über die »Shop the Look« Funktion bei Pinterest. Statt einer Einkaufstasche werden hierbei die Produkte auf einer Pinnwand-Plattform mit einem weißen Punkt versehen. Klicken Nutzer auf diesen Punkt, werden sie zu den entsprechenden Onlineshops weitergeleitet oder erhalten Empfehlungen zu ähnlichen Produkten. Der Weg zum Warenkorb ist hier beispielsweise deutlich kürzer als auf anderen Social-Shopping Portalen, wie Instagram.

Doch nicht nur die Wege zum Warenkorb sind auf Pinterest verheißungsvoll, auch die Community ist wertvoll und kaufkräftig. So sind die Warenkorbwerte der rund 450 Millionen monatlich aktiven Pinterest-Nutzerinnen und Nutzern weltweit laut dem Unternehmen selbst im Vergleich zu Nutzerinnen und Nutzern anderer Plattformen um 85 Prozent höher. Die so genannten Collection Ads sollen dieses Potenzial für Händlerinnen und Händler noch weiter ausschöpfen. Collection Slideshow Anzeigen ermöglichen es den Werbetreibenden ihre Produkte und Dienstleistungen in Form von Slideshows zu zeigen und ihre Kataloge zu erwerbbarem Content zu machen. Bei Collection Slideshow Ads werden die markierten Produkte auf Algorithmen basierend und personalisiert an die User ausgespielt.

Pinterest: Was wollen die Nutzerinnen und Nutzer eigentlich dort?

89 Prozent der wöchentlich aktiven Nutzerinnen und Nutzern nutzen die Plattform für Inspiration auf ihrem Weg zum Kauf. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Die Plattform bietet Inspiration in jeder erdenklichen Phase des Kaufprozesses. Nicht nur für Nutzerinnen und Nutzer, sondern auch für Werbetreibende, Händler und Content-Creator.

64 Prozent der Pinner suchen Pinterest zufolge in der App nach Ideen, Produkten und Dienstleistungen, denen sie in der Vergangenheit schon ihr Vertrauen schenken konnten und perspektivisch auch vertrauen können. Um jenen Anspruch zu wahren, sollen die neuen Händlerdetails dafür sorgen, dass sich Marken transparenter zeigen und ihre Werte an die Verbraucherinnen und Verbraucher kommunizieren können. Beispielsweise stehen nun Gütesiegel wie

  • Umweltfreundlich
  • wohltätiges Engagement
  • verantwortungsvoll beschafft
  • persönliche Note und
  • inklusiv

zur Verfügung. Neulich hat Pinterest auch das Programm für verifizierte Händler auf andere Länder ausgeweitet, wie Spanien, Italien, Brasilien oder Österreich.

Pinterest: Was bringt die Zukunft?

Um die für jedes Social Media Network sehr wichtigen Content-Creator beim Aufbau ihres Businesses auf Pinterest zu supporten, experimentiert das Unternehmen zudem mit Idea-Pin-Anzeigen – mit bezahlten Partnerschaften. Durch dieses brandneue Format können einzelne Werbetreibende Idea Pins von Creators bewerben, mit denen sie arbeiten und dadurch neue Zielgruppen erschließen. Brands können die Pins außerdem bei ihren hauseigenen Zielgruppen bewerben und ihre Performance tracken. Die Idea Pin-Anzeigen mit bezahlter Partnerschaft werden jedoch nicht nur in Deutschland in der Beta-Version ausgerollt, sondern auch in 14 weiteren Ländern.

Außerdem führt Pinterest noch einige weitere Änderungen ein, die die Nutzung der existierenden Tools für Händler effizienter machen sollen. Beispielweise eine verbesserte Produkt-Filterung und automatisierte Budgetlösungen. Ein aktualisierter Leitfaden für die Optimierung des eigenen Feeds beinhaltet Best Practice Beispiele für Händlerinnen und Händler und veranschaulicht, wie sie Reichweite und Relevanz erzielen können, um ihre Shopping-Performance zu verbessern.

Das Unternehmen hat außerdem eine Marketing-Kampagne in den USA gestartet, welche bald in weiteren Ländern vorgestellt wird und die Customer Journey auf Pinterest in den Mittelpunkt stellt.

5 Lesetipps

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