Das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de – Teil 2

Verfasst am 13. Mai 2009 von .

saftfabrikGestern kam die ersehnte Lieferung der Saftfabrik. Das Berliner Startup hat uns, wie wir vor kurzem berichteten, mit seinem Konzept und seiner Website schon ziemlich beeindruckt und gefallen.

Kommen wir zum Produkt:

Die Lieferung erfolgte in einem gut verklebten Styroporpaket. Als ich nach dem Öffnen eine Flasche herausnahm, wurde ich gleich zufrieden gestellt. Die Säfte, die zwischen kleinen Kühlakkus und Styroporschnipseln standen, waren gekühlt. Das müssen sie auch sein, da die Säfte frisch sein müssen, schon allein weil sie ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe hergestellt werden.

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Wir haben eine breite Palette der vorgemixten Säfte erhalten, sodass wir uns einen Eindruck über die verschiedenen Geschmacksrichtungen und die Qualität machen konnten. Nicht alle Säfte haben uns geschmacklich überzeugt, was aber eher an den Zutaten lag. Einige Säfte waren hingegen absolut fantastisch. Sie rochen frisch und nach den Hauptzutaten und haben geschmacklich wirklich punkten können. Die Qualität der Säfte war, auch bei denen, die uns nicht zusagten, hervorragend und steht dem positiven Eindruck, den die Website hervorruft, um nichts nach.

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Das einzige Problem – das wurde auch schon sehr intensiv bei blogwave diskutiert – ist der Preis der Säfte. Das Argument, dass man sich die Säfte auch für den Bruchteil des Saftfabrik-Preises bei ALDI besorgen könnte, kann man so nicht anführen, da die Säfte hier wirklich frisch zubereitet werden. Natürlich könnte man auch selber solche Säfte zusammenmixen, aber das macht erstens viel Arbeit und Dreck und ist, verglichen mit der Zutatenpalette der Saftfabrik, nicht wirklich billiger, denn in Obst und Gemüse ist weniger Saft drin, als man denkt.

Dennoch wird Saftfabrik.de Probleme bekommen einen Kundenkreis aufzubauen, wenn man bei diesen Preisen bleibt, denn, dass muss auch ich zugeben, ich könnte nicht regelmäßig dort einkaufen. Es ist Aufgabe des Startups zu erkennen, dass das Produkt zwar qualitativ toll ist und auch spielerisch zusammengemixt werden kann, aber das der Privatkonsum nicht der Kundenkreis sein kann. Nicht mit diesen Preisen. Mit den richtigen Schritten sollten die Saft-Mixer aus Berlin einen Kundenkreis erschließen, der ein bisschen mehr Geld zur Verfügung hat. Ebenso sollte man im Messe- und Unternehmensbereich Kunden suchen und dementsprechend seine Werbemöglichkeiten ausschöpfen.

Die Qualität des Produktes, die Lieferung und das Angebot ist auf jeden Fall überzeugend.

(4 Bewertung(en), Schnitt: 3,75 von 5)
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Kategorie: Shoptest, Versandhandel


3 Reaktionen zu “Das Selbstmix-Portal Saftfabrik.de – Teil 2”

  1. Uwe

    Am 13. Mai 2009 um 17:49 Uhr

    Auf jeden Fall eine hervorragende Idee und eine noch bisher unbesetzte Nische.
    Ich denke das ein erheblicher Anteil der Kosten direkt oder indirekt mit dem Versand zusammen hängt.
    Eine Idee dies zu umgehen wäre, wenn Saftfabrik lokaler werden würde, indem sie Lizenzen an lokale Saftläden vergibt die es ja eh schon in jeder größeren Stadt gibt, die dann näher beim Kunden sind. (ähnlich wie Franchise)
    Natürlich unter Einhaltung der Rezepte, der Marke usw.

  2. Sebastian (Handelskraft)

    Am 13. Mai 2009 um 17:55 Uhr

    @Uwe

    Deine Idee ist gar nicht so verkehrt. Nur ist dieses Startup eben noch sehr jung und kann mit sehr großer Wahrscheinlichkeit noch keine schwarzen Zahlen verbuchen. Ob Saftläden, die mit Sicherheit selber um das Überleben kämpfen müssen, bereit sind Lizenzen zu kaufen ist so eine Sache. Aber dieser Ansatz ist zumindest eine gute Idee.

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