Warum es statt Big Data-Hype eine Diskussion um Digitale Analyse braucht

Verfasst am 23. April 2014 von .

Big Data MemeDer Hype um Big Data zeigt, milde ausgedrückt, erste Ermüdungs-erscheinungen. Woher kommt dieser Umschwung vom Hype zum Reizthema?

Schließlich spielen Daten nicht nur für Marketingmaßnahmen, Search- und Recommendation Engines, im CRM und bei der Conversion-Optimierung eine bedeutende Rolle. Auch wenn es darum geht, Geschäftsprozesse zu optimieren, geht nichts mehr ohne Datenmanagement.

Diese Entwicklung ist keine Einbahnstraße: Moderne Kunden fordern immer stärker persönliche Betreuung ein. Curated Shopping, persönlich zugeschnittene Angebote und Rabatte sind nur die Spitze des Eisbergs.

Will sich ein Händler jedoch ernsthaft mit Big Data befassen und holt sich einen Dienstleister ins Haus, passiert oft folgendes: Es wird, je nach dessen Geschäftsmodell, entweder die hauseigene Cloud-Lösung oder ganze Serverfarmen verkauft. Für eine schöne Stange Geld, versteht sich.

Danach sollte der Laden laufen. Tut er aber nicht, da die tatsächliche Wertschöpfung aus den Daten erst im Anschluss passiert.

Strategien und Handlungsempfehlungen kommen zu kurz

Im Moment drehen sich die Leistungen und die Diskussion um Big Data fast ausschließlich um die Infrastruktur. Wichtiger wäre jedoch eine Verschiebung in Richtung Digitaler Analyse – was wird aus den Daten herausgeholt?

Bei der Nutzung von Tools und Daten sollten der Nutzen und die Wertschöpfung im Vordergrund stehen. Die Aufgabe liegt letztendlich darin, Strategien und Handlungsempfehlung anhand von Daten abzuleiten und für eine stärkere Automatisierung und Prozessoptimierung innerhalb des Unternehmens zu sorgen. Regelmäßiges Monitoring der Daten erlaubt es, kritische Situationen früher zu erkennen und zeitnah darauf zu reagieren.

Am Ende des Tages sollte das Mehr an Daten bessere Geschäftsprozesse ermöglichen und der stärkeren Kundenorientierung dienen. Potenziell steckt in Big Data die Chance für den Handel, tausenden Kunden individualisierte Shops zu bieten und so gut zu kennen, wie das einst nur Tante Emma konnte.

Dafür braucht es jedoch fähige Analysten und ein Umparken im Kopf.

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