Wenn selbst “Digital Natives” noch dazu lernen – Interview mit Max Bremer, Teilnehmer am Seminar “E-Commerce Manager”

Verfasst am 25. August 2016 von .

Vor knapp 2 Jahren haben wir gemeinsam mit der Steinbeis Technology Group die Digital Business School ins Leben gerufen, um Mitarbeiter aus verschiedenen Branchen in den Bereichen Digitalisierung und E-Commerce weiterzubilden – Themen, die in den meisten kaufmännischen und technischen Studiengängen und Ausbildungsbereichen bisher nur wenig verankert sind.

Wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) gestern verkündet hat, wird es voraussichtlich ab dem Berufsschuljahr 2018/19 eine Ausbildung im Bereich E-Commerce geben – “fast 25 Jahre nach der Gründung von Amazon”, stellte Martin Groß-Albenhausen, der mit dem bevh das neue Berufsbild schon seit 2012 fordert und nun maßgeblich vorantreibt, zum bevh-Fachkräftetag im Juni fest. Dass Deutschland in der Ausbildung im Bereich E-Commerce & Digitalisierung hinterherhinkt, steht jedoch im Widerspruch zum hohen Bedarf an Fachkräften, die in Handel und Industrie die digitale Transformation voranbringen sollen.

Digitalisierung? Ja! Aber wie?

Kaum ein Unternehmen kann es sich noch leisten, auf eine Onlinepräsenz zu verzichten. Der digitale Vertriebsweg und die Vermarktung der eigenen Produkte und Leistungen über digitale Kanäle ist mittlerweile kein USP mehr, sondern Standard. Unternehmen, die sich am Markt behaupten wollen, müssen ihren Kunden kanalübergreifende Services und ein einmaliges Einkaufserlebnis bieten. Das heißt, die On- und Offline-Kanäle krisensicher zu verheiraten und sinnvoll miteinander zu kombinieren. Tiefgreifende organisatorische und strukturelle Anpassungen gehen damit im Unternehmen einher.

Max Bremer

Max Bremer, International Coordinator for E-Business, Würth GmbH & Co. KG

Der Zertifizierungskurs „E-Commerce Manager“, der das Herzstück der Digital Business School darstellt und Ende September in die nunmehr 3. Runde geht (hier die letzten freien Plätze sichern!), möchte die Teilnehmer dazu befähigen, genau diese Herausforderungen zu meistern. Neben Einblicken in die Bereiche Strategie, Shopmanagement, Systeme & Technologien, Schnittstellen, UX Design, Onlinemarketing und Webanalyse lernen die Teilnehmer anhand von praxisnahen Business Cases, neue digitale Lösungen zu finden und umzusetzen.

Im Interview mit Handelskraft berichtet Max Bremer, Mitarbeiter bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG und Teilnehmer an der 2. Seminarreihe “E-Commerce Manager”, von seinen Erfahrungen.

Hallo Max! 24 Seminartage, aufgeteilt auf 6 Themenblöcke, liegen hinter dir. Wie war es für dich, neben deinem Job als „International Coordinator for E-Business“ bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG diese Weiterbildung zu absolvieren?

Grundsätzlich war es eine sehr gelungene Abwechslung zum täglichen Beruf. Selbstverständlich wurde es während der Prüfungszeit auch mal stressig und ich saß bis in den späten Abend über den Skripten. Ich würde es aber jederzeit wieder machen!

Wie bist du zu der Weiterbildung gekommen?

Dank meines Arbeitgebers, der eine Kooperation mit dotSource aufgebaut hat, konnte ich die Möglichkeit wahrnehmen, mich hier fortzubilden.

Was sind für dich die wichtigsten Erkenntnisse, die du aus der Weiterbildung mitnimmst?

Immer am Ball bleiben! Weil selbst ich als „Fast-Digital-Native“, der geglaubt hat, vieles schon zu wissen, eines Besseren belehrt wurde. Insbesondere in der schnelllebigen digitalen Welt ist das ständige Updaten von Informationen und das Filtern dieser unverzichtbar.

Der „E-Commerce Manager“ teilt sich in die Themenblöcke „Strategie & Ziele“, „Betrieb & Shopmanagement“, „Aufbau & Gestaltung“, „Optimierung & Weiterentwicklung“, „Vermarktung & Onlinemarketing“ sowie „Strategie-Umsetzung“ auf. Welcher Themenblock hat dir am meisten Spaß gemacht? Warum?

In Summe muss ich wirklich sagen, hat es der Mix gemacht. Da ich aber ein Freund der konkreten Next Steps bin, war ich für die „Vermarktung“ und die „Strategie-Umsetzung“ zusätzlich affin. Nichtsdestotrotz hat mir persönlich der kreative Teil in „Aufbau & Gestaltung“ besonders gut gefallen. Da konnte man einfach mal ein bisschen rumspinnen!

Konntest du das erlernte Wissen bereits praktisch im Unternehmen anwenden?

Absolut! Das erworbene Wissen hat mir in diversen Konferenzen und Verhandlungen mit Partnern und Kollegen bereits geholfen. Durch das fundierte Basiswissen kommt man viel besser in die Diskussion und lernt so gleichzeitig schneller sowie besser von den Gesprächspartnern.

Gab es etwas, das dir nicht so gut gefallen hat bzw. was noch verbessert werden könnte?

Leider habe ich die guten Pommes in Jena erst am letzten Tag entdeckt – in Zukunft könnte man auch mal dort gemeinsam zu Mittag essen. 😉 Das Seminar ist wirklich ausgewogen und bildet zum E-Business-Generalisten aus, was mir sehr gut gefallen hat. Falls es in der kommenden Zeit weiter wachsen sollte, fände ich eine Art Wahlmodul sehr cool, mit dem ich mich in einem Bereich tiefer mit der Materie auseinandersetzen kann.

Die Seminarreihe richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen: Marketing, IT, Vertrieb, Projektmanagement, E-Business – Jeder, der mit dem Digitalgeschäft in irgendeiner Weise in Berührung kommt, ist beim „E-Commerce Manager“ richtig. Welche fachlichen Voraussetzungen sind aus deiner Sicht für eine Teilnahme am Seminar besonders hilfreich?

Grundsätzlich haben alle Dozenten sehr agil unterrichtet und konnten auf die verschiedenen Wissensstände individuell eingehen. Trotzdem sollte ein gewisses Grundverständnis von Digitalisierung und den damit einhergehenden Möglichkeiten vorhanden sein, um bei diesem Seminar aus dem Vollen schöpfen zu können.

Die nächste Seminarreihe „E-Commerce Manager“ steht bereits in den Startlöchern. Warum sollten sich Hersteller und (Online-)Händler unbedingt dafür anmelden?

E-Business und damit auch E-Commerce ist kein Thema, das nur von einzelnen Personen oder einer Abteilung im Unternehmen getragen werden kann. Es ist unabdingbar, alle Unternehmensbereiche für dieses Thema zu sensibilisieren. Wer das verstanden hat und sich zusätzlich mit der generellen Marktentwicklung beschäftigt, sollte ausreichend Argumente beisammen haben, um die gesamte Belegschaft fit zu machen.

Vielen Dank für deine Zeit, Max!

Sehr gerne! Euch weiterhin viel Erfolg!

Digital-Business-SchoolWer sich ebenfalls zum “E-Commerce Manager” zertifizieren möchte, kann sich jetzt noch schnell für die nächste Seminarreihe anmelden (Start: 21.09.2016)! Es sind noch ein paar wenige freie Plätze verfügbar. Hier geht’s zur Anmeldung!

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