Content-Strategie: Content-Management ist nicht gleich Texten [Teil 5]

Verfasst am 31. Januar 2018 von .
Content Strategie

Quelle: pexels

In den letzten vier Teilen unserer Artikelserie haben wir bereits gezeigt, wie wichtig eine definierte Content-Strategie ist, wie man Content an Zielgruppen und Business-Ziele anpassen kann, wie man relevanten Content identifiziert und wie Content und Commerce zusammenwirken.

Aber wer ist nun eigentlich für die Umsetzung und Einhaltung der Content-Strategie zuständig?

Im letzten Teil unserer Artikelserie fassen wir die Aufgaben des Content-Managements noch einmal zusammen. Denn entgegen der allgemeinen Auffassung bedeutet Content-Management nicht gleich Texten! Die Aufgaben des Content-Managements umfassen vielmehr die Steuerung von Content-Planung, -Produktion, -Distribution, -Analyse und -Weiterentwicklung sowie aller damit einhergehenden Prozesse im Tagesgeschäft, aber auch die Überwachung von Zielen und Content-Strategie.

Content-Planung:

Die erarbeiteten Themenideen müssen hinsichtlich Produktions- und Veröffentlichungszeit, Formaten, Distributionskanälen und Verantwortlichkeiten in einen Themen- und Redaktionsplan eingeordnet werden.

Content-Produktion:

Im besten Fall ist der Content-Manager nicht gleichzeitig der Content-Produzent, sondern »nur« der Verantwortliche, der die Fäden in der Hand hält und alle notwendigen Prozesse effizient steuert. Die Produktion sollte vielmehr in den entsprechenden Fachabteilungen stattfinden, zum Beispiel in Produktmanagement, Vertrieb, Einkauf etc.

Der Content Manager ist dafür verantwortlich, dass die geplanten Themen und Formate an die entsprechenden Fachabteilungen gebrieft, Guidelines und Termine eingehalten werden.

Content-Distribution:

Außerdem müssen die Kanäle und Medien definiert werden, über die der Content verbreitet wird. Das können sein:

  • Owned-Media-Kanäle: Verbreitung auf eigenen Kanälen, z.B. Website, Blog, Newsletter, eigene Social-Media-Präsenz
  • Paid-Media-Kanäle: Zukauf von Reichweite durch z.B. Sponsored Posts
  • Earned-Media-Kanäle: organische Verbreitung durch andere Redakteure, Blogger etc.
  • Social-Media-Kanäle: gemeinsame Verbreitung durch Kommentare, Teilen, Liken etc. in sozialen Medien

Content-Analyse und Monitoring:

Ein korrekt implementiertes Tracking sowie regelmäßig ausgewertete und sinnvoll interpretierte Daten sind wichtig für die Optimierung der Content-Strategie und -Planung. Dabei haben klassische Kennzahlen wie Besuchsdauer allein nur wenig Aussagekraft.

Sinnvoll hingegen kann es sein, die Nutzerbewegung visuell in Heatmaps auszuwerten: Wo halten sich die Nutzer lang auf? Wie weit scrollen sie nach unten? Oder durch Scroll-Tracking zu erfassen, welcher Anteil der Nutzer wie weit gescrollt hat.

Weiterhin sollten messbare Interaktionen mit spezifischen Inhalten erfasst werden, wie zum Beispiel Video-Aufrufe, Downloads, Klickraten für Teaser usw.

Natürlich ist es auch wichtig SEO-relevante Daten auszuwerten, wie u.a. die Entwicklung des Sichtbarkeitsindex, Besuche über Google oder Crawling-Statistiken über Google Search Console.

Hier geht’s zu den anderen Teilen unserer Artikelserie:

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