Last.fm: Akquise-Tour mit Zugzwängen

Verfasst am 23. Januar 2008 von .

lastfm.pngLast.fm, the social music network, befindet sich auch laut Jobangeboten auf Vertriebsmandanten-Akquise. Für die, die Lastfm noch nicht kennen, ganz fix:

Last.fm ist ein Art Online-Radiosender, der sich dem persönlichen Geschmack anpasst und Musik vorschlägt, die gefallen könnte. Hat man einmal einen Artist oder ein Schlagwort ausgewählt, gibt’s ziemlich von alleine auf die Ohren. Das Musik-Angebot entsteht im Netzwerk durch die Stücke, die jeder User auf seinem Rechner hat. Alle mp3s werden durch scrobbeln der Community zur Verfügung gestellt. Ist ziemlich toll das Ganze – Legal? Rechtlich beruhigt wird durch die direkte Kaufempfehlung (Link zum CD-Kauf auf zB Amazon). Und hier sollen dann zukünftig alle wieder glücklich werden. Aber die großen Musikvertriebe sollten erstens damit einverstanden sein und zweitens Geld reinpumpen. Deswegen die Akquise-Tour.

CBS möchte nun die Akquise-Tour anpassen, wohl weil Sie letztes Jahr 280 Mio Last.fm überließen. CBS ist nämlich viel erfolgreicher mit Filminhalten als mit Sound, will Videos puschen.

Im Prinzip befindet sich last.fm (meines Wissens) als einzige Content-Community auf dem Weg zum erfolgsträchten Business-Modell der neuen Zeit, das fernab vom Urheberschutz+paid content eine kostenlose Community mit vollem Funktionsumfang zur Verfügung stellt und trotzdem die Content-Erzeuger-Urheber-Verwerter glücklich macht, machen will. Aber oft sind es nicht die Innovatoren die gewinnen.

So weit sammelt UK-Startup erstmal Erfahrungen mit Musik-Videos, um einen Fuß in die Youtube-Welt zu bekommen.

Und dann heißts vielleicht:
Dir gefällt diese Fernsehshow?… Dann gefällt dir vielleicht noch die hier und die hier und die hier…

Ich würde Musik und Film portalisch trennen. Aber ich bin auf gar keinen Fall repräsentativ. Kein Stück.

Quellen: hollywoodreporter, paidcontent



5 Reaktionen zu “Last.fm: Akquise-Tour mit Zugzwängen”

  1. Polke

    Am 24. Januar 2008 um 02:02 Uhr

    Nur mal eine Nachfrage: Hat sich jemand mit LastFM auseiandergesetzt? Von den Usern werden gar keine Musikdateien übertragen. Durch das Scrobbeln werden nur die ID-Tags übermittelt.

  2. exon

    Am 24. Januar 2008 um 02:23 Uhr

    Was ist Scrobbeln?
    Scrobbeln (scrobbling/to scrobble) ist das Übermitteln von Musiktiteln an d. Datenbank – wenn du auf deinem Computer ein Lied anhörst, werden Künstlername, Titel und Album (ID-Tags) übertragen und zum Last.fm-Profil hinzugefügt.
    so funktionierts. der artikel ist auseinandergesetzt.

  3. Toro

    Am 24. Januar 2008 um 10:43 Uhr

    last.fm macht im Endeffekt nichts anderes, als das persönliche Hörverhalten zu loggen (scrobbeln) und daraus Statistiken für den Nutzer zu generieren. Darauf basierend kann man sich dann das persönliche Webradio anhören, das einen Musikmix spielt, der auf dem eigenen Hörverhalten basiert. Dort kommen quasi Bands und Lieder, die last.fm-Nutzer hören, die auch andere Bands und Lieder hören, welche man selber hört. Alle Klarheiten beseitigt? 😉

  4. Kai Henkel

    Am 24. Januar 2008 um 11:54 Uhr

    oh
    servus
    danke für die tieferführenden infos

    ABER
    was denkt ihr über das einbauen von video-kontent auf lastfm?

  5. hmmm

    Am 24. Januar 2008 um 13:28 Uhr

    musikvideos gibt es bereits längst, das geräucht war übrigens falsch. Free on Demand wurde stattdessen gelauncht. lest hier:

    http://blog.last.fm/2008/01/23/free-the-music

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