Tagesschau meint: Soziale Netzwerke führen zu Alkoholismus und Drogensucht, oder andersrum!?

Verfasst am 4. Mai 2009 von .

Ich blogge ja zugegebenermaßen in letzter Zeit sehr selten, aber gerade ist mir wirklich sehr danach. Als Rubrik würde ich “In was für einer Welt leben wir eigentlich !?” vergeben.

Tagesschau.de

Tagesschau.de

Meine Lieblingsnachrichtensendung, die Tagesschau, zeigte gerade einen Bericht in dem unter Zuhilfenahme von Xing und StudiVZ Screenshots ernsthaft die Aussage gebracht wurde, dass die “sozial isolierten” Internetanwender wegen des im Internet auf sozialen Netzwerken surfens genauso süchtig werden wie Leute die unter Alkohol- oder Drogensucht leiden. Also kurzum: Soziale Netzwerke sind genauso schlimm wie Alkohol und Drogensucht. 🙂 Also nachdem die bösen Killerspiele (und nicht etwa die Knarren in den elterlichen Küchenschränken und die Schützenvereine) und irgendwie ja auch immer auch das BÖSE Internet an Amokläufen schuld sind, wird nun eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Die BÖSEN sozialen Netzwerke. Also irgendwie hatte ich mir das mit den öffentlich rechtlichen Fernsehen und dem unabhängigen modernen Jounalismus anders vorgestellt… ts ts

Den Bericht kann man sich sicher in einigen Minuten unter Tageschau.de (04.Mai 20:15 – Abschnitt Drogen und Suchtbericht) anschauen.

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Kategorie: Social Web


3 Reaktionen zu “Tagesschau meint: Soziale Netzwerke führen zu Alkoholismus und Drogensucht, oder andersrum!?”

  1. Bewerbaer

    Am 5. Mai 2009 um 07:43 Uhr

    Die Tagesschau hätte direkt noch Shoppingsucht mit in ihre Reihe aufnehmen können. Die ist gefährlicher, weil teurer und wahrscheinlich sind Tagesschau-Zuschauer eher davon betroffen als von der schlimmen Internet-Sucht. Die Wut der “richtigen” Journalisten auf das Netz scheint kaum Grenzen zu kennen. Oder ist das einfach nur Unwissenheit?

  2. Sebastian (Handelskraft)

    Am 5. Mai 2009 um 13:38 Uhr

    Also für mich zeugt diese “Meldung” eher von einem Unverständnis mit Bildern. Das Chatten, oder generell Online-Aktivitäten, zu verteufeln und negativ zu konnotieren, während (bzw. indem man studivz einblendet) ist ein Versagen der Medien. Auf der anderen Seite, wen hätte es gejuckt, wenn da stayfriends auf dem Bildschirm aufgetaucht wäre.

    Medien arbeiten teilweise nunmal so plakativ, studi bleibt hängen, trends bleiben hängen, damit lassen sich dann auch leichter die Zuschauer catchen, die diese Statistiken im Leben nicht überprüfen würden.

    Ich finde den Diss der Tagesschau zwar auch ganz schön uncool, was mir aber mehr Bauchschmerzen bereitet ist die Substanzlosigkeit solcher komischen Meldungen einer Nachrichtensendung, die diese Meldung dann auch noch zwecklos bebildert, für ein zwei Sekunden, um gleich wieder mit dem Alkoholproblem fortzufahren.

    Da können wir von Glück sprechen, dass Nachrichtenformate mittlerweile darauf angelegt sind, dass man nach zwei Blöcken alles wieder vergessen hat. Das kritisiere ich an der Tagesschau…

  3. Wolf

    Am 30. Juni 2009 um 16:26 Uhr

    Ich denke da hat sich jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ein bisschen will man ja auch wie RTl-Nachrichten und Sat1-Nachrichten sein und mal was reißerisches bringen. Momentan glaube ich nicht, dass die solche Äußerungen so nochmal wiederholen.
    Im übrigen halte ich auch sehr viel von den Nachrichten bei der Tagesschau. Die anderen Nachrichtensender (RTL, SAT1) sollte man möglichst meiden.
    Wolf

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