Opera Unite

Verfasst am 16. Juni 2009 von .

So ganz verfehlt war die Ansage von Opera dann offensichtlich doch nicht, wie ich anfangs vermutet hatte. Aber mal im Ernst, diese ganze Aufmerksamkeitshascherei hat ja auch mittlerweile auch die Überhand genommen. Dennoch kann sich die Idee von Opera durchaus sehen lassen:

Dann liegen die Daten der Social Networks eben nicht mehr bei Twitter, sondern auf den Servern einiger Norweger. Opera Unite wird schon bald von der hysterischen Datenschutz-Community ins Visier genommen werden. Zu Unrecht?

Noch zu untransparent das Ganze.

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Kategorie: Social Web


6 Reaktionen zu “Opera Unite”

  1. JUICEDaniel

    Am 16. Juni 2009 um 22:18 Uhr

    Ist doch gar nicht so. Das Gegenteil ist doch der Fall: Die Daten bleiben auf deinem PC und andere können direkt darauf zugreifen. Opera vermittelt quasi nur bzw. erstellt die Adresse, ähnlich wie P2P-Listen oder TinyURL.

    Oder verstehe ich das jetzt falsch? (Hab mich heute ziemlich lange damit auseinander gesetzt, auch zwei lange Blogeinträge dazu geschrieben)

  2. Sebastian (Handelskraft)

    Am 17. Juni 2009 um 08:00 Uhr

    Genau. Unite läuft über einen Proxy, bei welchem sich der Browser anmeldet damit er die Unite-Anwendungen zur Verfügung stellen kann. Es ist also der Opera-Server, der eine Verbindung herstellt. Allerdings sei eingeschoben:

    “Opera behält sich aber eine Überprüfung der bereitgestellten Dienste und Anwendungen vor, um eine grundlegende Fehlerfreiheit zu gewährleisten – man übernehme aber keine Garantie für die Inhalte der von Dritten bereitgestellten Unite-Anwendungen oder für deren Funktionen.”

  3. JUICEDaniel

    Am 19. Juni 2009 um 15:54 Uhr

    Das müssen sie doch auch schreiben. Ist bei Facebook-Diensten wie den Quiz’ ja auch so. Anders könnten die sich ja ganz schön in die Misere reiten…

  4. Holger

    Am 20. Juni 2009 um 17:27 Uhr

    Das ist doch nur der Anfang einer ganz anderen Denkweise, wie wir in Zukunft miteinander Daten austauschen und Networken. Denn Opera Unite ist nur ein logischer konsquenter Schritt.

    Evolution of Web:
    1. keine Cluster: strukturloses Internet
    2. erste Clusterphase: Starke Websites (Yahoo, Web.de, MSN, ebay …)
    3. zweite Clusterphase: Zentrale Netzwerke – Netz im Netz (StudiVZ, facebook …)
    4. dritte Phase: Dezentrale Netzwerke durch Applikationen (z.B. durch wordpress)
    5. vierte Phase: Jeder Rechner wird zum Server z.B. mit Plugin-Applikationen
    6. ??? 🙂

    Warum ist das so?:
    Weil jedem Rechnerbesitzer die notwendigen Tools zur Verfügung stehen werden, um sich selbst problemlos einen Server einzurichten. Neue IP-Standards machens möglich, dass jeder seine eigene IP bekommt – ähnlich einer lebenslangen Telefonnummer zum Beispiel.

    So brauchen wir dann keine zentralen Server mehr, um unser Netzwerk zu managen. Wir sind Teil des Netzwerks. Jeder “betreibt” seinen eigenen Server. Ähnlich wie Firmen es heute schon tun.

    Vorteil:
    Meine Daten bleiben auf “meinem” Server (vorausgesetzt die Firewall hält 😉 ). Und ich bestimme, wer wirklich meine Daten einsehen darf. Kein zentrales Auge mehr. Ich verbinde mich direkt mit dem, mit dem ich verbunden sein will … Server-to-Server quasi.

    Nachteil:
    Die Macht der Infrastruktur! Jedes Kabel und Funknetz wird zum Schlüssel fürs Netz. Telekom & Co. werden in der Zukunft deutlich an Bedeutung bekommen. Ähnlich Telefon-Schaltzentralen können sie dafür sorgen, dass meine IP mit der richtigen Ziel-IP verbunden wird.

    So … genug orakelt. Ich freu mich auf die Zukunft.

    …und bin gespannt, wie’s weitergeht!

    Grüße vom Holger

    PS: Achja … damit wird spezialisierten Suchapplikationen die Zukunft gehören *orakel-orakel* 🙂

  5. Sebastian (Handelskraft)

    Am 23. Juni 2009 um 10:49 Uhr

    @Holger
    1000 Dank für deine aufschlussreiche und informative Antwort.

  6. daniel

    Am 23. Januar 2010 um 10:03 Uhr

    @Holger

    Wenn ich so an die ganzen Webservices denen man für komfort seine Daten anvertraut werde ich ganz pessimistisch.
    Alleine was google schon für eine Machtstellung hat, welche die Firma derzeit noch gar nicht Trackingmäßig ausnutzt.
    Facebook ist ja auch so unterwegs…

    Nach Deinem Schema wären diese genannten Webservices dann ja mal gerade Evolutionsstufe 3/6. Haha, das ist gut: die sind in meinen Augen unter Datenschutzaspekten nämlich noch nicht einmal 1/6… Aber 350 Millionnen Facebooknutzer können nicht täuschen.

    Das ist eine sehr optimistische Vision, aber aufgrund der Neuerungen die mit IP6 nun auch auf der Anwendungsschicht eintreffen irgendwie logisch.

    Danke für diese in gleichem Maße Kenntnisreichen wie visionären Ausführungen, ich hoffe so kommt es wirklich!

    Kann ja nicht sein, dass alle mittelfristig bei Android OSPCs / Handies landen

    Viele Grüße,
    Daniel

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