Internationalisierung: Vorbild China

Verfasst am 23. Mai 2018 von .
China Flagge

China ist Vorbild im internationalen E-Commerce

Der Erfolg des Onlinehandels endet nicht an Ländergrenzen. Laut dem European E-Commerce Report 2017 wird der Umsatz die 600-Milliarden-Marke am Ende des Jahres überschreiten, was einer Wachstumsrate von fast 14 Prozent im Vergleich zu 2016 entspricht. Das begünstigt auch den grenzüberschreitenden E-Commerce: Im Jahr 2016 haben 33 Prozent der europäischen Onlinekäufer im Ausland bestellt.

Will man als Händler einen neuen Markt erschließen, empfiehlt es sich Kanäle und lokale Besonderheiten zu evaluieren. Rechtliche Rahmenbedingungen, bürokratische Hürden, technologische Gegebenheiten, sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede, Zahlungsabwicklung sowie Logistik stellen meist die größten Herausforderungen dar.

Wer auch grenzüberschreitend Erfolg haben will, muss sich ein möglichst umfassendes Bild vom Markt der Zielregion machen.

Marktplatz vs. eigener Shop

Wer nicht direkt eine lokalisierte Version seines Onlineshops aufsetzen will, für den bietet der Einstieg über Marktplätze wie Amazon, eBay oder Alibaba eine Option für die Internationalisierung.

So lässt sich mit weniger Aufwand und geringem Risiko herausfinden, welche Artikel sich in welchem Land verkaufen. Hier kann neben den großen Plattformen auch auf kleinere länderspezifische Marktplätze gesetzt werden.

Der Vertrieb – ob national oder international – muss über alle Kanäle und Ländergrenzen hinweg übersichtlich und effizient bleiben. Dafür braucht es eine Multichannel-Software, die den internationalen Herausforderungen gewachsen ist, korrekte und vollständige Produktdaten sowie umfassenden Kundenservice.

Kaum ein Kunde wird zu einem Stammkunden, wenn die Lieferung zu lange dauert, der Kundenservice ungenügend ist oder nicht nachvollziehbare Probleme im Falle einer Retoure auftreten.

Vorbild China

Blickt man in die digitale Zukunft des Westens, muss man den Blick nur nach Osten richten – genauer gesagt Richtung China. Hat man den Unternehmen aus Fernost früher vorgeworfen, westliche Technologien zu kopieren, so beginnt der Spieß sich nun umzudrehen.

Fernöstliche Unternehmen wie Alibaba, Baidu und Tencent setzen selbst Trends und sind ernsthafte Konkurrenz für Amazon, Facebook und Google. Auch wenn sie auf den westlichen Technologien beruhen, haben sie diese kontinuierlich weiterentwickelt und auf andere Geschäftsbereiche ausgeweitet. Mittlerweile können wir uns also etwas von China abschauen.

Dabei sticht ein Trend besonders heraus – in China setzt man nicht mehr nur auf »Mobile First«, sondern mittlerweile auf »Mobile Only«. Die Menschen in China nutzen fast ausschließlich ihr Smartphone. Geschuldet ist das vor allem der Messenger-App WeChat von Tencent.

Ob private Nachrichten zu versenden, Geld zu überweisen, News zu lesen oder zu shoppen – über WeChat geht einfach alles. E-Commerce-Anbieter wickeln über die App Bestellungen, Bezahlvorgänge und den Kundensupport ab. Die App funktioniert demnach eher als Serviceplattform und weniger als reiner Messenger. WeChat wird ganz so genutzt, als wäre es ein eigenes Betriebssystem.

Auch die westlichen Plattformen experimentieren mit unterschiedlichen Zusatzdiensten für ihre Messenger. WhatsApp zum Beispiel hat im letzten Jahr ebenfalls eine Business-Version seines Messaging-Dienstes eingeführt, um die Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen zu erleichtern.

Viele Nutzer sind jedoch noch immer an die Nutzung von Desktops und Laptops gewöhnt. Doch spätestens mit den neuen Nutzergenerationen wird sich dieses Verhalten ändern. Wer heute ein Produkt entwickelt, welches primär unter 25-jährige nutzen, der muss jetzt schon auf »Mobile Only« setzen.

Was kann dein Business von China lernen?

trendbuch_2018_cover Wie wird die eigene Marke fit für den digitalen Wandel und bleibt attraktiver Arbeitgeber? Wie gelingt Innovationsmanagement und welche Chance bietet beispielsweise die eigene digitale Plattform oder Voice-Commerce? Handelskraft 2018 »Vorwärts zur digitalen Exzellenz« zeigt es und steht ab sofort exklusiv für Händler und Hersteller zum Download bereit.
Hier Downloadlink anfordern.

Das Trendbuch ist außerdem als hochwertige Printausgabe erhältlich und kann via E-Mail bestellt werden.

(3 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
Loading...



Einen Kommentar schreiben

Startseite zurück zur Startseite