Content-Marketing via KI – Naht das Ende der Redaktion?

Verfasst am 5. Juli 2018 von .

Immer mehr Berufe bekommen tatkräftige Unterstützung von künstlichen Intelligenzen. Auch bei der Content-Produktion macht der Fortschritt keinen Halt. Ob Inhalte mit journalistischem Hintergrund oder einfache Produkttexte: immer mehr Firmen setzen auf Automatisierung. Das funktioniert in in den meisten Fällen schon so gut, dass wir bei Handelskraft.de schon kalte Füße kriegen. Naht das Ende unserer Redaktion?

Hertha BSC – RB Leipzig

12.05.2018 – 34. Spieltag 2017/18

„RB Leipzig lässt Hertha BSC im letzten Spiel keine Chance und siegt mit 6:2. Im Hinspiel hatten beide Mannschaften ein spannendes Duell geboten, das Hertha letztendlich mit 3:2 für sich entschieden hatte.

Im Vergleich zur letzten Partie begann Hertha BSC mit zwei Änderungen. Statt Stark und Lazaro konnten diesmal Torunarigha und Ibisevic ihr Können von Anfang an unter Beweis stellen. Auch Rasen-Ballsport baute die Startaufstellung auf zwei Positionen um. So spielten diesmal Laimer und Keita für Bernardo und Kaiser.

Nach zwei Minuten blieb es Dayot Upamecano vorbehalten, die 1:0-Führung von RB Leipzig per Kopf zu markieren. Hertha zeigte sich wenig beeindruckt. In der vierten Minute schlug Vedad Ibisevic mit dem Ausgleich zurück. Marvin Plattenhardt lieferte den Assist. Ademola Lookman traf nach einer Vorlage von Timo Werner per Rechtsschuss zur 2:1-Führung für Leipzig (8.). Nach der Vorarbeit von Lookman stellte Jean-Kevin Augustin das Ergebnis auf 3:1 (22.). Ein Schuss aus dem Strafraum von Jordan Torunarigha in der 34. Minute verfehlte sein Ziel. Bis zur Pause fiel kein weiteres Tor, sodass das Ergebnis noch Bestand hatte, als sich die Teams in die Pause verabschiedeten. Werner (49.) und Augustin (54.) brachten Leipzig mit zwei schnellen Treffern weiter nach vorne. Ab der 58. Minute bereicherte der für Peter Pekarik eingewechselte Julian Schieber Hertha BSC im Vorwärtsgang. Mit dem Kopf und der Vorarbeit von Plattenhardt gelang es Salomon Kalou in der 64. Minute, den Spielstand für Hertha auf 2:5 zu verkürzen. Mathew Leckie scheiterte mit einem Schuss aus dem Strafraum in der 64. nur knapp am Pfosten von RasenBallsport. Eine Parade nach einem Schuss von Werner verhinderte den nächsten Treffer von RB Leipzig (72.). Bruma zeichnete mit seinem Treffer aus der 82. Minute dafür verantwortlich, dass keine Zweifel mehr am Sieg von Leipzig aufkamen. Der Keeper von Hertha BSC verhinderte einen Gegentreffer, als er einen Schuss von Augustin aus dem Strafraum abwehrte (82.). Letztlich fuhr RasenBallsport einen souveränen Erfolg ein, dessen Grundstein im ersten Spielabschnitt gelegt worden war.

Hertha steht nach allen Spielen auf Platz zehn und befindet sich damit im unteren Mittelfeld. In der Offensive rief die „Alte Dame“ in 34 Spielen nur eine mäßige Leistung ab. 43 Treffer sind eine ausbaufähige Bilanz. Hertha BSC schnitt insgesamt mäßig ab. Zehn Siege und 13 Remis stehen elf Niederlagen gegenüber.

Weder Fisch noch Fleisch: RB Leipzig schließt das Fußballjahr auf Rang sechs ab. Die Hintermannschaft von Leipzig glich im Saisonverlauf oftmals einem fragilen Gebilde. 53 Gegentreffer kassierte RasenBallsport insgesamt. Zum Saisonende hat RB Leipzig 15 Siege, elf Niederlagen und acht Unentschieden auf dem Konto stehen.“

Quelle: retresco

Und hättet ihr es gemerkt? Dieser ausformulierte Spielbericht wurde nicht von einem professionellen ausgebildeten Journalisten verfasst, der alle Regeln der Fußballfloskelkunst beherrscht und tapfer unparteiisch ein Spiel beobachtet hat, sondern er stammt aus der »Feder« einer künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen »retresco« mit seiner Software »rtr textengine« zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten automatische Textgenerierung heute besitzt. In Echtzeit werden Spielberichte aus Daten erzeugt, die unmittelbar nach Abpfiff zur Verfügung stehen. Das liefert Content nicht nur schneller und aktueller, sondern bietet somit auch einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, vor allem was potentielle Klickzahlen anbetrifft.

Ein Spielbericht? Warum nicht gleich eine ganze Zeitung?

Schon im Jahr 2016 gestaltete der Supercomputer Watson von IBM eine eigene komplette Ausgabe des britischen Marketings-Magazins »The Drum«. Dazu gehörten auch die Aufgaben eines Chefredakteurs: die Themenauswahl, die Suche nach passenden Bildern, die visuelle Gestaltung der Zeitung und das Verfassen von Texten. Watson erledigte die Aufgabe mit Bravour und die Ausgabe ging mit einer Auflage von 1000 Stück in den Druck. Die temporär arbeitslosen Journalisten des Magazins nahmen die Auszeit mit Humor und entspannten derweil an ihren Arbeitsplätzen.

Eine Vielzahl von Produktbeschreibungen auf Knopfdruck

Ein großer Onlineshop beinhaltet viele Artikel, welche gern mit gut lesbaren Produkttexten bestückt werden möchten. Das bedeutet einiges an Arbeit in der Textproduktion. Auch hier kann eine künstliche Intelligenz viel Zeit und Kosten sparen. An Hand von Produktdaten können automatisch Produktexte generiert werden. Selbstverständlich SEO-optimiert. Außerdem gibt es mittlerweile Möglichkeiten, dass KIs eigenverantwortlich Produkteigenschaften aus Produktbildern gewinnen können. Ein Beispiel: Google Vision. Dazu reicht es, ein Bild eines neuen Schuhs in das System einzupflegen, dessen Eigenschaften wie Form und Farbe danach via Bilderkennungssoftware analysiert werden. Anschließend schreibt eine KI selbständig die detaillierte Produktbeschreibung.

Einige Unternehmen greifen bereits auf KI-basierten Produkt-Content zurück. Am Beispiel von home24 erkennt man, dass solche generierten Texte kaum von menschlichen zu unterscheiden sind.

Sind die Jahre von Journalisten und Autoren gezählt?

Noch haben wir Menschen unseren künstlichen Freunden einiges voraus: Wir besitzen Emotionen und eigene Meinungen. Wir sind humanistisch gebildet, können zwischen Metaphern und Floskeln unterscheiden und: wir haben unseren eigenen Humor. Viele Leser bevorzugen diese Eigenschaften, egal ob es um die Produktbeschreibung einer Flurgarderobe, die Analyse einer Fußballbegegnung, das Portrait eines Opernstars oder um große politische Entwicklungen geht.  Intelligenzen, die auf Fakten und Wahrscheinlichkeiten basieren, können uns dennoch in vielen Bereichen unter die Arme greifen und unser Leben effizienter gestalten.

Wir, die Autoren von Handelskraft.de, schreiben unsere Artikel übrigens ohne Unterstützung von künstlicher Intelligenz. Wir tauschen uns in der Redaktion gegenseitig aus und diskutieren unsere Texte kritisch – unter jungen, neugierigen Menschen. Was selbstverständlich klingt, könnte in einer voll digitalisierten Zukunft bald zum Marketing-Slogan werden, ähnlich wie gute Bäcker mit naturbelassenem Bio-Sauerteig und ihrer traditionellen Handwerkskunst heute schon werben.

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