Netzfund: Adios lange Ladezeiten – Hier kommt der »Speedy Gonzales« unter den Akkus

Smartphone mit Ladekabel
Quelle: pixabay

Mehr Kapazität und schnelleres Laden – das versprechen die Akkus auf Fluorid-Ionen-Basis. Übliche Akkus für Mobiltelefone, Tablets oder Laptops nutzen Lithium-Ionen als Ladungsträger und aktuelle Smartphones laufen damit nicht mehr als ein bis zwei Tage. Mehr Laufzeit bekommt man derzeit nur durch deutlich größeres Akkuvolumen. Wird sich das durch die neuen Fluorid Akkus ändern?

Das Hindernis der Technologie

Bislang funktionieren die Akkus nur bei einer Temperatur von 150 Grad Celsius. Dieses Problem scheint aber gelöst zu sein. Rund 20 Forscher aus Japan und den USA haben eine Möglichkeit gefunden, bei der die fluorid-basierten Akkus auch bei Raumtemperatur laufen.

Das Problem der hohen Temperatur wurde durch bessere Elektrolyte gelöst, welche die Ladung zwischen Kathode und Anode transportiert. Nur durch ein Lösungsmittel kann das eingesetzte Fluorid auch bei niedrigen bzw. Raumtemperaturen hohe Spannungen abgeben.

Die ersten Lade- und Entladezyklen verliefen in den Tests problemlos. Trotzdem mussten die Anschlüsse extra mit einer Hülle aus Lanthantrifluorid überzogen werden, um die Kupferkerne vor dem Auflösen zu bewahren.

Jetzt schon bereit für den Markteinstieg?

Also kann ich mein Handy morgen innerhalb von fünf Minuten laden? Nein, reif für den Markt sind die Fluorid-Akkus noch nicht. Die Akkus müssen erst noch für den Dauerbetrieb nutzbar gemacht werden. Trotz dessen wird diese neue Akkutechnologie in den nächsten Jahren eine entscheidende, innovative Rolle spielen.

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