Beschaffungsprozesse im Handwerk: Teil 3 der Studie von ECC Köln und dotSource

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Teil 3 der Studie
Quelle: Kosuki | pexels

Beschaffung von Produkten und Materialien gehören in Handwerksbetrieben zum Tagesgeschäft. Sie machen einen großen Teil der Betriebsausgaben aus. Effizientes und optimiertes Einkaufsmanagement ist daher wichtig, um Zeit zu sparen und Kosten zu senken.

Doch wie sieht das Beschaffungsverhalten von Handwerkerinnen und Handwerkern im Detail aus?

Gemeinsam mit dotSource hat das ECC Köln eine Studienreihe durchgeführt, die sich mit der Digitalisierung im Handwerk beschäftigt.

Nach den ersten beiden Schwerpunkten »Status Quo« und »Generation Change« ist nun der dritte und letzte Teil »Beschaffungsprozesse und digitale Services« online.

Die Studie gibt Einblicke, wie Beschaffungsprozesse organisiert sind und, ob der Einsatz von digitalen Tools die Beschaffung effektiver gestaltet. Auch welche Rolle Onlineshops und Marktplätze einnehmen, wird behandelt. So zeigen die Studienergebnisse euch, welche Anforderungen es an digitale Services im Handwerk gibt.

Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick

      1. Fakten zur Studienerhebung
      2. Digitale Beschaffungsgewohnheiten haben Potential
      3. Beschaffungskanäle werden digitaler
      4. Digitale Services sind gewünscht
      5. Studie kostenfrei herunterladen!

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Fakten zur Studienerhebung

Für die Studie wurden 350 Handwerkerinnen und Handwerker aus verschiedenen Gewerken, Jobpositionen und Unternehmensgrößen online befragt.

Wo liegen aktuelle Pain Points im Beschaffungsprozess? Welche Serviceanforderungen gibt es? Und wie steht es um die Trends der digitalen Beschaffung?

Dabei wurde auch spezifisch das Beschaffungsverhalten der jüngeren im Vergleich zu älteren Handwerkerinnen und Handwerker untersucht.

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Digitale Beschaffungsgewohnheiten haben Potential

Die Studienteilnehmenden wurden zunächst nach ihren Einkaufsgewohnheiten gefragt. So kaufen laut Studie etwa ein Viertel aller Befragten Produkte und Materialien mehrmals pro Woche ein.

Die jüngeren Studienteilnehmenden kaufen für ihren Betrieb insgesamt häufiger ein. Grund dafür ist, dass sie neben den geplanten Bestellungen öfter spontan einkaufen. Trotzdem finden 67 Prozent der Bestellungen über alle Altersgruppen hinweg geplant statt.

Jüngere Handwerkerinnen und Handwerkern entscheiden sich außerdem oftmals für die gleichen Hersteller- und Handelsmarken. Markentreue wird bei ihnen groß geschrieben.

Zudem zeigt die Studie, dass großes Potential in der Beschaffung mithilfe digitaler Tools liegt. Die Mehrheit der 350 Handwerkerinnen und Handwerker ist der Meinung, dass sie mit Apps oder anderen digitalen Softwaretools Materialien wesentlich effektiver beschaffen können. Insbesondere die Jüngeren sowie Studienteilnehmende aus Betrieben mit mehr als 50 Mitarbeitenden sehen das Potential in Apps und Softwaretools zur digitalen Beschaffung.

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Teil 3 der Studie
Beschaffungsprozesse im Handwerk: Digitale Anwendungen zur effektiveren Beschaffung

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Beschaffungskanäle werden digitaler

Der klassische Fach- und Großhandel ist mit Abstand der beliebteste Beschaffungskanal der Studienteilnehmenden. Hier wird nicht nur am häufigsten eingekauft, er gilt auch als der schnellste und unkomplizierteste Beschaffungskanal. Auch die große Auswahl im Fach- und Großhandel überzeugt die Befragten.

Die jüngeren Studienteilnehmenden verlassen sich bei Bestellungen mit einem hohen Warenwert neben klassischen Herstellern auch vermehrt auf den Onlinehandel. Auch bei der Markenauswahl können Onlinehändler bei den Jüngeren punkten.

Liegen die Kontaktpunkte der Handwerkerinnen und Handwerker zur Beschaffung eher analog oder online? Der Studie zufolge dominieren aktuell noch klassische Kontaktpunkte. Einkäufe tätigt das Handwerk daher überwiegend über persönliche Besuche vom Außendienst, über den Innendienst oder im stationären Handel.

Dennoch sollte bewusst sein, dass die Generation, die nachkommt, digitale Angebote voraussetzt und somit Digitalisierungsprozesse im Handwerk stattfinden müssen. So gehen zwei Drittel aller Befragten davon aus, dass zukünftig vermehrt online eingekauft wird. Vor allem jüngere Handwerkerinnen und Handwerker aus größeren Betrieben teilen diese Einschätzung. Bisher erfolgen insgesamt circa 20 Prozent aller Einkäufe über Onlineshops und Online-Marktplätze.

Ähnlich wie im B2C-Bereich liegen die Pain Points bei Onlinebestellungen für das Handwerk auch bei unattraktiven Online-Auftritten, fehlenden Zahlungsmethoden oder zu langen Wartezeiten, sodass Käufe frühzeitig abgebrochen werden.

Herausforderungen sehen die befragten Handwerkerinnen und Handwerker ebenso bei Lieferungsprozessen. Insbesondere zeigt die Kommunikation von Lieferzeiten und weiteren Informationen rund um den Lieferprozess Optimierungsbedarf, wie etwa drei Viertel der Befragten äußern.

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Digitale Services sind gewünscht

Die Studie verdeutlicht, dass es bei Lieferungsprozessen, aber vor allem auch im Onlinebereich Herausforderungen zu meistern gilt.

Mit den richtigen Serviceangeboten könnt ihr die Beschaffungsprozesse des Handwerks erleichtern. Dabei sind die Anforderungen von Handwerkerinnen und Handwerken an die Anbieter von digitalen Services hoch. Denn um den Arbeitsalltag zu erleichtern, erwartet das Handwerk innovative Services. Dafür ist die Mehrheit der Befragten auch bereit einen kleinen Aufpreis zu bezahlen.

Beispielsweise möchte ein Großteil des Handwerks von Express-Lieferungen Gebrauch machen. Handwerkerinnen und Handwerkern ist es auch wichtig, dass sie über einfache Wege kommunizieren können. So wünschen sich die Befragten, die Möglichkeit mit dem Fahrer oder der Fahrerin der Lieferung in Kontakt treten zu können. Vor allem jüngere Handwerkerinnen und Handwerker würden gerne vorab den exakten Abladeort der Waren wissen. Welche Services Handwerksbetriebe sonst noch als spannend ansehen, zeigt die Grafik.

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Teil 3 der Studie
Beschaffungsprozesse im Handwerk: gewünschte Services

Beschaffungsprozesse im Handwerk: Teil 3 der Studie kostenfrei herunterladen

Tiefere Einblicke in den Beschaffungsprozess von Handwerksunternehmen sowie Anreize, um digitale Services für Handwerkerinnen und Handwerker zu bieten erhaltet ihr in Teil 3 der Studie »Beschaffungsprozesse und digitale Services im Handwerk«. Diese steht euch hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

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