Coca-Cola und der ehrgeizige Weg zur Papierflasche

Coca Cola papierflasche
Quelle: Maximilian Bruck / Unsplash

Im Wald, am Strand, im Meer: Überall taucht Plastik auf, das von der Natur nicht abgebaut werden kann und die Umweltbelastung erhöht.

Der gefährliche Müll hat Formen, und auf den Flaschen, Tüten und Schachteln prangen Markennamen. Im Rahmen einer weltweiten Kampagne des Bündnisses »Break Free From Plastic« prüften letztes Jahr 14.734 Mitglieder der Non-Profit-Organisation, welche Plastikteile bestimmter Marken am häufigsten zu finden waren. Und siehe da: Coca-Cola landete auf Platz eins. Zeit für den Softdrink-Riesen also, seine Verpackungsstrategie zu überdenken, oder?

Coca-Cola Spitzenreiter beim Plastikmüll

Wie aus dem Report der »Break Free From Plastic« Organisation hervorgeht, wurden in 55 Ländern insgesamt 346.494 Stücke Plastikmüll aufgesammelt und registriert. Mit den Stücken, auf denen der Markenname noch erkennbar war, wurde ein Ranking erstellt. Die meisten Plastikstücke stammten demnach von der Coca-Cola Company, dicht gefolgt von PepsiCo, Nestlé und Unilever.

Dieses Ranking verwundert nicht, da Coca-Cola Company auch bei der Herstellung von Plastikerzeugnissen die Nase vorn hat: 200.000 sind es pro Minute. Was also tun? Zurück zur Glasflasche? Pfandkosten erhöhen und weltweit verbindlich machen? Verpackungsfreie Abfüllmechanismen im Supermarkt anbieten? Oder gar eine Flasche aus Papier herstellen? Bingo.

Coca-Cola setzt auf Papier

In einer Pressemitteilung vom 11. Februar 2021 teilt das Unternehmen mit, dass in Europa der erste Prototyp einer Papierflasche getestet werden soll, um somit der Vision einer »Welt ohne Müll« etwas näher zu kommen. Doch die These weckt zumindest bei denjenigen Zweifel, die wissen, dass auch Papiermüll Müll ist und dass zur Papierherstellung Bäume geschreddert werden .

Der neue Colaflaschen-Prototyp wird jedenfalls in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des unternehmensinternen Forschungslabors und der Paper Bottle Company entworfen. Der Entwurf soll vollständig recycelbar sein und aus Papier mit einer Kunststoffauskleidung bestehen. Stop: Also doch keine reine Papierflasche?

Jein. Irgendwann soll die Flasche komplett aus Papier bestehen, daran wird noch gearbeitet. Inwieweit das Projekt unterm Strich wirklich einen Beitrag zur Umweltentlastung beitragen kann und wie viel Green-Washing in der Aktion steckt, lässt sich nur mutmaßen. Ein grünes Image steht auf der Medienwirksamkeits-Agenda sämtlicher Unternehmen derzeit ganz oben. In Deutschland wären Flaschen aus Papier übrigens vom Pfand befreit, was zur Folge hat, dass der Brausehersteller keine Flaschen mehr zurückbekommt und demnach auch keine Verpflichtung mehr für entstandenen Abfall tragen muss. Gleichzeitig sinkt ohne Pfand die Hemmschwelle, Colaflaschen nach dem letzten Schluck einfach hinter sich zu werfen. Tricky. Aber einen Versuch ist die Papierflaschen-Offensive trotzdem wert.

Coca-Cola und andere Brauseprodukte

… werden gern getrunken. Und egal, ob in Plastik, Metall, Glas oder eben Papier: Abgefüllt werden müssen sie auch.

Zum Beispiel durch die Krones AG. Die Krones AG ist Weltmarktführer in der Abfüll- und Verpackungstechnik für Getränke und flüssige Nahrungsmittel. Mit der Entwicklung eines »Data Log Dashboards« durch die dotSource Digitalexperten waren sowohl Servicemitarbeiter als auch Kunden in der Lage, einen schnellen Zugriff auf Laufzeit- und Fehlerdaten der Maschinen zu erhalten. Außerdem bekam Krones die Möglichkeit, relevante Daten für die Weiterentwicklung ihrer Maschinen und Produktionslinien zu sammeln.

Für die Zukunft der Verpackungstechnik wurde also gesorgt. Egal ob Plastik, Papier oder Glas. Die Success Story gibt es hier kostenlos zum Download für Händler, Hersteller und Verlage.

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