Female Leadership – Moderne Führung braucht kein Geschlecht, aber … [Kommentar]

Female Leadership moderne Führung
Quelle: Robert Katzki | Unsplash
Meine Social-Media-Bubble spült mir nahezu täglich Content zu #femaleleadership rein. Ich feier’s. Weil ich es mega finde, dass kompetente, erfolgreiche Frauen eine Plattform bekommen, dass die Anzahl derer, die in Führungspositionen unterwegs sind, wächst und, dass wir allgemein auf einen diversere Führungsstil zusteuern.

Und doch, frage ich mich: Was steckt eigentlich dahinter? Geht es um mehr Frauen in der Führungsetage? Oder geht es per se um eine andere Art, zu führen? Oder beides? Fördert das Geschlechtern wirklich den Weg, den wir einschlagen wollen? Mit uns meine ich dabei übrigens alle – egal welchen Geschlechts.

Über Antworten, Ideen und das, was wirklich zählt, um Unternehmen erfolgreich(er) zu machen.

Female Leadership: Frauen in Führungspositionen oder weiblicher Führungsstil?

Knapp jede dritte Führungskraft in Deutschland ist eine Frau. Das ist mehr als meine Eltern und Großeltern zu ihrer Zeit behaupten konnten. Luft nach oben gibt es aber dennoch.

Doch geht es bei #femaleleadership um Frauen in Führungspositionen allein? Oder geht es um weiblichen Führungsstil? Rein von der Übersetzung her, eher letzteres. Doch dabei schlägt leider direkt mein Stereotyp-Radar aus. Denn typisch weiblich typisch männlich – das ist doch nicht zeitgemäß.

Dennoch gibt es sie, diese Konnotationen, ja, und diese Stereotypen. Wie Studien zeigen, beeinflussen solche Klischees noch viel zu oft, ob zum Beispiel jemand einen Job und damit überhaupt die Chance auf eine Führungsposition bekommt, oder nicht.

Auch wenn wir es uns anders wünschen und auch wenn es in fortschrittlichen Unternehmen wie dotSource anders läuft – bewirbst du dich als Mann um eine Führungsposition wird erwartet, dass du dich auch männlich verhältst (Ok, Boomer).

Soll heißen: dominant, durchsetzungsstark, rational
Verhältst du dich stereotyp (!) weiblich – also kooperativ, empathisch, fürsorglich, schneidest du schlechter ab als deine Mitbewerber, die die männlichen Stereotype erfüllen.

Bewirbst du dich als Frau und trittst stereotyp männlich auf, heißt das jedoch nicht, dass du dadurch mehr Chancen auf den Job hast, im Gegenteil. Denn das passt ja nicht zu Frauen. (Ok, Boomer, ok.)

Die Aufgabe von Unternehmen ist es also, diese Klischees schon von Grund auf zu überwinden!

Female Leadership: female

Ich sehe im #femaleleadership Begriff zwei Dinge. In female steckt dabei für mich: die positive Entwicklung, dass es mehr Frauen in Führungspositionen gibt und die Aufmerksamkeit dafür, dass es noch mehr geben sollte.

Es ist toll, selbst mitzuerleben, wie auch bei uns immer mehr Frauen Teamleads werden, dass wir uns für unsere Konferenzen bewusst für ein diverses Speaker-Line-up entscheiden. So wie auf der B2BDMC, die kommende Woche zum dritten Mal stattfindet. Es gibt aber nicht nur vier kompetente Speakerinnen auf der virtuellen Bühne, sondern auch vier Speaker, die Leadership im digitalen Zeitalter verstanden haben. Und damit komme ich zum zweiten Bestandteil.

Female Leadership: leadership

Denn mit leadership assoziiere ich kein bestimmtes Geschlecht, sondern die Eigenschaften, die eine gute, moderne Führungskraft haben sollte – allen voran: Empathie. Schreibe ich nun Empathie nur Frauen zu, befeure ich ja genau das, was wir nicht wollen (und brauchen). Mach ich auch nicht.

Das liegt auch daran, dass ich in der glücklichen Position bin, dass Empathie in meinem Team und auch in der Company keine Frage des Geschlechts ist. Ich erfahre Wertschätzung, die Möglichkeit, meine eigenen Ideen zu äußern und das Vertrauen, sie umzusetzen von allen dotSource Familien-Mitgliedern, egal welchen Geschlechts, egal, welche Position. So geht es übrigens auch wieder allen – egal ob Kolleginnen oder Kollegen. Denn Empathie ist Teil unserer Unternehmenskultur.

Female Leadership means Modern leadership

Bottom Line: Female Leaders und ein »weiblicher« Führungsstil sind nicht dasselbe. Gegen »weiblichen Führungsstil« wehre ich mich innerlich schon beim Schreiben der Worte. Umso mehr wünschte ich, #femaleleadership bekäme #modernleadership – jedenfalls dann, wenn es um die Eigenschaften moderner Führungskräfte geht. Lasst uns darauf konzentrieren, was uns wichtig ist, welche Führungsstile wir wollen und feiern!

Andererseits: Ohne den Hype um #femaleleadership gäbe es den tiefen Diskurs um gute, moderne Führung vielleicht gar nicht. Die Aufmerksamkeit und Reichweite, die der Begriff hervorruft, sind Schritte in die richtige Richtung: Er leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir gute Führung und Zusammenarbeit neu definieren.

Female Leadership und Modern Leadership auf der B2BDMC 2021

B2B_DMC_21_CTADas tun auch unsere Speakerinnen und Speaker der B2BDMC am 09. und 10. November 2021. Schön female leaders und male leaders da zu haben, die Führung als das sehen, was es ist – als gemeinsamen, elementaren Teil von Digital People. Digital Business.

Überzeugt euch selbst und meldet euch jetzt noch kostenfrei für die #B2BDMC21 an!

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