Symbiose von KI und HR : Alexa, Alexa in der Box, wer ist der Beste für den Job?

Verfasst am 24. Mai 2017 von .

Grafik: pexels.com

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Es klingt wie in einem Märchen: Der edle Recruitingmanager kommt pünktlich 9 Uhr mit seinem E-Bike in die Arbeit geritten. In seinem Postfach befinden sich bereits hunderte Mails von angehenden Kollegen. Natürlich muss er so schnell wie möglich denjenigen finden, der für die offene Stelle am besten geeignet ist. Zum Glück hilft ihm die KI – Name erstmal egal – dabei. Die KI analysiert das offene Jobangebot und anschließend die eingegangenen Bewerbungen… und schon wurde die Auswahl von 100 auf 5 beschränkt. Zukunftsmusik?

 

Nicht nur die Qualifikation ist wichtig

Ganz so weit entfernt ist die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Recruiting nicht. Welche Anforderungen wird denn an ein Recruiting gestellt? Es gibt eine Checkliste an Fähigkeiten, die ein Bewerber mitbringen muss, will er den Job bekommen. Der Bewerber wiederum schickt eine Liste seiner Fähigkeiten. Für das “matchen” der Anforderungen und dem, was der Bewerber kann, braucht es nicht mal eine KI. “Einfache” Logarithmen würden dafür schon reichen.

Doch in den vergangenen Jahren sind vor allem die sogenannten Soft Skills ein wichtiges Indiz dafür, ob der Bewerber auch ins Unternehmen passt: Was bringt mir ein Kollege, der zwar alle Aufgaben meistert, dafür aber die Stimmung im kompletten Team nach unten zieht? Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung untermauert diese These noch einmal.

[…] Vor allem aber zeigen sich Einflüsse auf die Anforderungen, die Betriebe an neues Personal stellen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Kenntnisse, die durch Weiterbildung erworben werden, sowie sozial-kommunikative Kompetenzen, die von den Arbeitgebern auf dem Weg zu Wirtschaft 4.0 zunehmend nachgefragt werden.

Soft Skills erkennen – geht das?

Und so stellt sich nicht die Frage danach, ob KIs bei der Auswahl der Bewerber anhand von Qualifikationen, wie Schulabschluss, Zertifizierungen etc., herangezogen werden können – denn das können sie allemal -, sondern ob KIs auch bei der Auswahl der Bewerber anhand der sozialen Kompetenzen unterstützen können. Dazu muss eine KI verstehen was “soziale Kompetenz” bedeutet. Und hier ist die Technologie schon relativ weit, schaut man sich beispielsweise die Interaktionen von Chatbots an.

Es gibt eine Vielzahl an Startups, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen. Und mit Watson, der KI von IBM, ist es jetzt schon möglich bestimmte Situationen zu erzeugen, in denen Bewerber eben auf ihre Soft Skills hin getestet werden. Aber das ist ja nichts Neues: Jeder, der schon einmal in einem Assessment-Center war, kann sich sicherlich an die unterschiedlichsten Gruppenspiele erinnern. Diese Gruppenspiele werden zwar von Recruitern geleitet und die Teilnehmer werden dabei beobachtet, doch können menschliche Reaktionen schon jetzt von intelligenten Systemen erkannt werden.

Ausgrenzung? Gibt es nicht

Vorteil einer solchen KI: Ethnische Zuordnung, Geschlecht oder Sexualität spielen keine Rolle mehr… solange die KI nicht anders “erzogen” wird. Eine HR der Zukunft wäre also nicht nur neutral, sondern würde immer den besten Kandidaten anhand dessen Qualifikation und der sozialen Kompetenz ermitteln – der Job des Recruiting-Managers wäre so fast obsolet. Das wäre aber die letzte Stufe des Digitalisierungsprozesses in der HR.

Wahrscheinlicher ist eher, dass KIs den Recruitern bei der Auswahl unterstützend “zur Seite stehen”. Denn selbst in Digitalagenturen ist vielen Recruiting-Managern, Teamleads oder Geschäftsführern der persönliche Kontakt zu angehenden Kollegen wichtig. Denn eine KI entscheidet immer rational und niemals nach Bauchgefühl… und das Bauchgefühl ist bei zwischenmenschlichen Beziehungen unerlässlich.

Digitale Transformation: Analog ist nicht mehr

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