Forrester sieht Twitter und Facebook als Geldverschwendung für Marken

Verfasst am 25. November 2014 von .

Soziale Netzwerke dienen der Kundenbindung – so zumindest die bisherige Meinung. Dass nur ein sehr geringer Teil der Follower überhaupt einen Post im Newsfeed sieht, ist dem ein oder anderen Social-Media-Manager zwar bekannt, doch weitreichende Schlüsse werden daraus nicht gezogen. Machen Facebook, Twitter und Co. also überhaupt Sinn für’s Brand-Marketing? Oder ist ein Social-Media-Kanal lediglich ein Selbstzweck und verfolgt keine weiter definierten Ziele? Zukünftige Änderungen, wie geringere Frequenz von Werbe-Posts im News-Stream von Facebook werden die Reichweite noch weiter verringern.

Kosten-Nutzen-Faktor ist ernüchternd

Große Marken auf Facebook ereichen einer Forrester-Studie zufolge gerade einmal 2 Prozent ihrer Follower mit einem Post. Gemessen an der gesamt Anzahl der Follower interagieren schließlich 0,07 Prozent mit einem Eintrag. Bei Twitter sinkt die Zahl der Interaktionen auf 0,03 Prozent. Aber Brands sollten nicht prinzipiell auf alle Social-Media-Kanäle verzichten: Bei Instagram brachten Marken immerhin 4,21 Prozent ihrer Follower dazu mit einem Beitrag zu interagieren. Als Beispiel wird ein Video von RedBull vorgestellt, dass auf Facebook 2.600 und auf Instagram über 36.000 Likes erreichte.

Quelle: Forrester

Quelle: Forrester

Änderungen top und flop

Brand-Marketer auf Facebook sollten sich auf noch härtere Zeiten einstellen. Das soziale Netzwerk will die Häufigkeit von werbenden Posts in den News-Streams der Nutzer verringern. Im Gegensatz dazu stehen die Änderungen bei Twitter: Tweets sollen nicht nur auf den Streams der Follower, sondern auch bei Nicht-Followern angezeigt werden. Da Twitter momentan mit einer erfolgreichen Monetarisierung kämpft, könnte dieses Update einen Aufwärtstrend beim börsennotierten Unternehmen bringen.

Social Media trotzdem nutzen

Die Lösung für das Reichweiten-Problem könnte die Verlagerung von sozialer Interaktion auf die eigene Seite sein. So sollten Brands beispielsweise den “Pin it”-Button auf ihrer Page integrieren. Eine Studie zeigt außerdem, dass Personen sich lieber für Newsletter eintragen, als mit einem Facebook-Post zu interagieren. Daher sollte Facebook nicht mehr das Zentrum der Social-Media-Strategie sein, sondern lediglich als ergänzendes Netzwerk fungieren.

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