»How to fail right ist erst in den letzten Jahren spürbar gewachsen« – HK20STR-Speaker Laura Winterling [Interview]

How to fail right HK20STR Laura Winterling Interview
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Viel hilft viel. Oder nicht, oder doch? Kommt ganz drauf an. Wer beispielsweise viel redet, muss nicht zwangsläufig auch viel zu erzählen haben. Mit anderen, und zwar Laura Winterlings Worten: »Besser effizient wenig sagen, als perfekt um den heißen Brei herumreden«.

Wie wichtig diese Erkenntnis für das Mindset und die Etablierung einer Lernkultur innerhalb von Unternehmen ist, zeigt Laura am 19. März 2020 auf der Handelskraft Konferenz. Wir freuen uns, dass die passionierte Physikerin, ehemalige Astronauten-Instruktorin und Unternehmerin die HK20STR eröffnen wird und uns heute erste Einblicke in ihre Keynote »Business: ALL-Tag – Von Perfektion zu Exzellenz« gewährt.

How to fail right: Laura Winterling im Handelskraft Interview

Laura Winterling Speaker Handelskraft 2020Nach fast zehn Jahren Raumfahrt weiß Laura, wie man mit Rückschlägen umgehen lernt, was es heißt, effizient zu kommunizieren und wie wichtig es ist, in stressigen Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. In ihrer Opening Keynote auf der Handelskraft Konferenz erklärt sie, was digitale Unternehmen von der Raumfahrt lernen können und warum die Etablierung einer Fehlerkultur so wichtig ist.

How to fail right: Fehlerkultur etablieren

Laura, Faszination Weltall – Woran liegt es deiner Meinung nach, dass dieses Thema so viele Menschen in den Bann zieht?

Es ist immer noch etwas, was nur wenigen Menschen vorbehalten bleibt. Weltall, Astronaut zu sein, das alles scheint so unerreichbar und weckt Kindheitsträume von fernen Welten, Heldentum und Abenteuer – wer hat da nicht Lust selbst das Kommando zu übernehmen und andere Galaxien zu erkunden?

Auf der Handelskraft Konferenz 2020 wirst du den Teilnehmern erzählen, was (digitale) Unternehmen von der Raumfahrt lernen können. Kannst du uns hier ein bisschen was spoilern?

Selbst digitales braucht menschlichen Input 😉

Welche persönlichen Erfahrungen hast du im Zusammenhang mit Fehlerkultur gemacht?

Wir Menschen sind gar nicht so unterschiedlich, wenn es darum geht, uns in der Welt zurechtzufinden, unseren Weg und damit unsere Wünsche und Bedürfnisse durchzusetzen. Wir scheitern manchmal an den einfachsten Situationen, wie es scheint, verfangen uns in Emotionen und können nur schwer zielgerichtet und lösungsorientiert denken und handeln.

Fehlerkultur bedeutet, sich nicht ständig damit zu quälen, was man nicht kann, sondern zu akzeptieren, dass dies unsere Herausforderungen sind, die wir meistern müssen. Dies sind unsere Randbedingungen als »Spezie Mensch«.

Ein Umdenken weg von den Fehlern und hin zu den Zielen, die wir verfolgen, kann helfen, Lösungen für fast jedes ALL-Tags Problem(chen) zu finden. Meine Erfahrung in solchen Situationen, ähnlich wie bei anderen Menschen: Losrennen, merken, dass es einer Kurskorrektur bedarf, Mist denken aber lächeln, handeln. Klappt mal mehr, mal weniger gut! Gibt einem aber Grund zum Lachen – über sich selbst.

How to fail right: Fehlerkultur ist Lernkultur

Was ist deiner Meinung nach der Grund, warum bisher noch recht wenige Unternehmen eine gute Fehlerkultur leben?

Meiner Meinung nach wird uns von Kindesbeinen an zu selten gestattet, Fehler zu machen, darüber zu reden, oder zu reflektieren, um daraus zu lernen. Eine Bewegung von »How to fail right« ist erst in den letzten Jahren spürbar gewachsen. Davor war es doch tabu, dem Chef zu sagen womit man Probleme hat, welchen Vertrag man in den Sand gesetzt hat oder welche Projekte geradeaus ins Verderben laufen. Lieber so tun als ob, lieber busy scheinen, als die Notbremse zu ziehen. Das bekannte Pferd wird immer noch zu oft tot im Stall gestriegelt und neues Futter wird bestellt.

Es ist aber keine Einbahnstrasse. Der Chef oder das Management ist nicht alleine gefragt, eine Lernkultur zu etablieren. Jeder Einzelne ist Teil vom Ganzen. Mut zum »fuck up« – sich selbst als Ersten und danach anderen beichten, was man falsch gemacht hat. Um Schlimmeres zu vermeiden, anderen zu helfen und Lösungen für die Zukunft zu finden. Und wer weiß, durch das viele Unterhalten lernt man womöglich dann auch gleich noch was über einen selbst, oder den Kollegen am Ende vom Gang.

Sprechen hilft – viel! Jedoch Achtung – wer nur viel redet, tut nichts! Lernkultur ist ein »2 step process«.

Du bist das erste Mal auf der Handelskraft Konferenz. Was erwartest du von diesem Tag und was können die Teilnehmer deiner Keynote erwarten?

Mut zur Freude. Am Job. An der Arbeit. Bei dem, was einem wichtig ist. Ohne Freude, kein Wille, und ohne Wille kein Fortschritt.
Somit freue ich mich schon jetzt, in meiner Heimat reden zu dürfen 😊 Bis März!

Wer außer Laura Winterling noch auf der HK20STR-Bühne stehen wird, erfahrt ihr hier.

How to: Take Part. Connect. Level up.

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