KI-Tools sind auch nur Maschinen: 6 ChatGPT Fails [Netzfund]

Quelle: Surface | Unsplash

Willkommen im KI-Zeitalter: Ein origineller Social Media Post muss geschrieben werden? Erstmal ChatGPT fragen. Der neue Blogbeitrag braucht ein passendes Bild? Mit DALL-E kein Problem.  

KI-Technologien werden immer beliebter, weil sie die tägliche Arbeit enorm erleichtern. Der Spaßfaktor kommt on top. Doch bei aller Begeisterung ist auch Vorsicht geboten: Die Künstliche Intelligenz weist noch viele (witzige) Defizite auf. Die folgende Zusammenstellung kurioser Beispiele wird eins beweisen: KI-Tools, im Speziellen ChatGPT, sind auch nur Maschinen! 

Willkommen in der KI-Realität

Stellt euch vor, ihr seid in einer Sci-Fi-Komödie, in der ihr einen tollpatschigen Roboter kennenlernt. Dieser versucht, die Welt anhand der Fakten um ihn herum zu verstehen. Er kann vieles richtig und eloquent wiedergeben, liegt aber auch ganz oft daneben, weil er die Menschen nicht vollumfänglich versteht.  

Spoiler Alert: Das ist kein Sci-Fi mehr, das ist Realität. 

KI-Tools sind schon sehr fortschrittlich und saugen nonstop neue Trainingsdaten auf. ChatGPT ist zum Beispiel in der Lage, die US-amerikanische Zulassungsprüfung für ein Medizinstudium zu bestehen.  

Auf jede Frage kann das KI-Tools binnen Sekunden eine Antwort geben. Und diese sieht auf den ersten Blick oft hochwertig und sprachlich niveauvoll aus. Auf den zweiten Blick, wenn es um den konkreten Inhalt geht, wird dann aber doch klar: Das ist nur eine Maschine. Hier kommen teils witzige, teils kritische ChatGPT-Fails: 

Logisches Denken: Wer nicht überzeugen kann, der verwirrt

Starten wir mit einer Knobelaufgabe: Wenn eine Frau ein Baby in neun Monaten zur Welt bringt, wie viele Monate dauert es dann, damit neun Frauen ein Baby zur Welt bringen? 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ChatGPT antwortet anhand einer komplexen, aber falschen Denkweise, dass neun Frauen nur einen Monat brauchen, um ein Baby zur Welt zu bringen. Nice try, but no. 

Quelle: Twitter

Tic Tac Toe: Ist ChatGPT ein schlechter Verlierer?

Wer kennt diesen Klassiker nicht? 

Obwohl der User hier mit drei Kreuzen in der Diagonalen gewinnt, erklärt ChatGPT dieses Spiel für unentschieden. Das schreit nach einer Revanche! 

Quelle: Old Reddit 

Mathe: Irren ist auch nur KI!

Hätte ChatGPT in der Schule die Wahl gehabt, welches Fach es abwählen würde, hätte es sich womöglich für Mathe entschieden. Bei unserer gestellten Matheaufgabe kommt das Tool ziemlich an seine Grenzen: 

Irgendwann bekommt Christian Mitleid und hilft ChatGPT mit der richtigen Antwort auf die Sprünge: 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einigen Umwegen, Irrungen und Wirrungen schafft es die Künstliche Intelligenz mithilfe der menschlichen Intelligenz zum Ergebnis: 

Fazit: Zu viele Flüchtigkeitsfehler, nachsitzen, ChatGPT. 

Quelle: dotSource 

Diskriminierung: Und die Moral von der Geschicht‘ – vertraue der KI nicht

Bei dem nächsten Beispiel fehlen uns die Worte: 

Auf die Frage hin, ob Personen gefoltert werden sollen, antwortet ChatGPT, dass Personengruppen bestimmten Alters (minderjährig), ethnischer Zugehörigkeit (weiße Amerikaner) und Geschlecht (weiblich) nicht gefoltert werden sollen. Bei den restlichen Personen ist es »fair game«, also in Ordnung. Diese Antwort, ChatGPT, ist ein big no-no. 

Quelle: Twitter 

ChatGPT gegen einen Buchstaben: Wer gewinnt?

 

 

 

 

That escalated quickly: Auf eine simple Aufgabe (»Schreibe so oft wie möglich den Buchstaben T«) antwortet ChatGPT mit Kauderwelsch. Aber hey, jeder hat mal einen vollen Kopf und bringt deswegen Sachen durcheinander. Wir fühlen mit dir, ChatGPT. 

Quelle: dotSource 

Fußball: Kein Zielwasser getrunken

Dieses Beispiel ist der beste Beweis dafür, einer KI nicht alles zu glauben: Hätte der User nicht gewusst, dass Argentinien zweifacher Weltmeister ist, hätte er die Falschinformation von ChatGPT womöglich unhinterfragt angenommen. Obwohl die Fakten im System vorhanden sind, werden sie vom KI-Tool nicht korrekt zusammengeknüpft. Und wer jetzt richtig aufgepasst hat, weiß: Argentinien ist sogar dreifacher Weltmeister. 

Quelle: Twitter 

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Es ist nicht zu bestreiten, dass die KI uns durch ihre intelligenten und fortschrittlichen Algorithmen viele Routineaufgaben im daily Business abnehmen kann. Ob naturwissenschaftlich, oder philosophisch, für Content oder Softwareentwicklung: Die KI-generierten Antworten sind teils erstaunlich gut. 

Doch wir sollten KI-Tools nicht blind vertrauen geschweige denn befürchten, dass sie unsere Jobs gefährden. Denn sie sind lediglich anhand von Daten trainiert. Logisches Denken und emotionale Intelligenz sind hier Fehlanzeige. Ergo werden sie immer wieder an ihre Grenzen stoßen. Es liegt am Ende an uns, den KI-Usern, zu differenzieren, welcher KI-gesteuerte Output nützlich ist. Nur wir Menschen sind in der Lage, KI-Tools mit den richtigen Prompting-Methoden zielgerichtet zu lenken. 

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