WATCH out for »WATCH« – Wenn sich Medizin und Digitalisierung eine Busfahrt teilen

watch post covid bus
Quelle: sanjeri | Stock

Adventszeit. Gemütliche Zeit. Stimmt. Achtung, jetzt kommt der Downer: Adventszeit ist halt auch Erkältungszeit. Oder eben Corona-Zeit. Wieder erwischt es die eine oder den anderen. Wieder sind die Verläufe ganz unterschiedlich.

Und: immer noch hält sie an, die Post-Covid-Last, die Menschen seit ihrer Ersterkrankung mit sich tragen. Doch es gibt gute Nachrichten. Denn es gibt »WATCH« – ein Innovationsprojekt der Uni Jena.

WATCH out for each other. Together

Mobile WohnortnAhe Versorgung zur Steuerung der sektorübergreifenden Therapie bei Post-COVID-19 in Thüringen – so der vollständige Name des Projekts, das das Universitätsklinikum Jena gemeinsam mit Konsortialpartner wie der AOK Plus, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der TU Dresden, BARMER, der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (kvt), der Universitätsmedizin Halle (UMH), der Deutschen Stiftung für chronisch Krank sowie der Techniker Krankenkasse (TK) ins Leben gerufen hat. Oder besser: in den Bus. Denn die WohnortnAhe Versorgung findet mobil statt im Post-Covid-Bus.

Ziel von WATCH ist es, eine neue Form der Betreuung und Versorgung für Post-COVID Patientinnen und Patienten zu entwickeln. Als wäre das nicht schon stark und besonders genug, fokussiert sich das Projekt insbesondere auf die Behandlung im ländlichen Raum.

Hausärzte, Fachärzte und ein eigens einberufenes Projetteam, mit Fokus modularer telemedizinischer Behandlung, ziehen hier an einem Strang, um Genesungszeiten und damit Arbeitsunfähigkeitsdauer zu verkürzen.

Super Sache. Erst recht, wenn ich daran denke, wie vielen Menschen so geholfen werden kann, die sonst einfach ab vom Schuss sind. Also ab von Praxen und Kliniken in ihrer Nähe. Und die sollen dann auch noch lange Wege und Wartezeiten auf sich nehmen, wo es ihnen eh schon schwer genug fällt, ihren Alltag zu meistern?

» Kann der Patient nicht zum Arzt kommen, kommt der Arzt eben zum Patienten. «

So fasst Klink Direktor des Uniklinikums Jena, Klink für innere Medizin IV, Prof. Dr. Andreas Stallmach das Projekt uns seine Session auf dem Digital-Gipfel in Jena zusammen. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen stellt er WATCH und andere innovative und so wichtige Projekte beim Markt der digitalen Möglichkeiten in der Uni Jena vor.

WATCH: Das Konzept

Ich war sofort angetan. Vom Projekt selbst, Von Prof. Dr. Andreas Stallmach, von der Tatsache, dass sich da viel bewegt in der Medizin – in der Symbiose aus Digitalisierung und Medizin. In Jena.
Wie die Betroffenen davon erfahren, frage ich im Anschluss an den Vortrag. Das übernehmen die Hausärzte. Top. Die Therapie dauert zwölf Wochen und setzt sich aus drei Modulen und folgenden Bestandteilen zusammen: »Gehirn«, »Körper« und »Seele«.

  • Mit individueller telemedizinischer Betreuung

– wir bekommen einen Eindruck dank der Liveschalte in den WATCH Bus, der zur Zeit des Vortrags gerade in Gera unterwegs ist. Ja, Verbindung hat geklappt 😉

  • Mit Wissensvermittlung in Webinaren zum selbstständigen Üben zu Hause
  • Mit weiterführenden Informationen auf der Homepage
  • Sowie über die Nutzung von medizinischen Apps

Im Anschluss an die zwölf Wochen folgen weitere zwölf Wochen Beobachtungsphase der Symptome inklusive eines Abschlussgespräch im Post-COVID-Bus oder beim Hausarzt.

Diese Infos ziehe ich mir übrigens vom WATCH Flyer, den es als pdf zum Download auf der Homepage des Projekts gibt. Ein Flyer, der auch bei den Hausärzten ausliegt.

Gute Sache, sind doch alle wichtigen Informationen dort gesammelt zu finden. So auch, wie viel Zeit Patientinnen und Patienten für die Termine im Bus einplanen sollten – jede Vorstellung im Post-COVID-Bus dauert etwa drei Stunden – was sie dort erwartet und ganz klar, welche Vorteile sie kurz- wie langfristig durch eine Teilnahme an WTACH erhalten.

Die da beispielweise wären:

  • Wegfall von aufwendigen An- und Abreisen zu Spezialisten
  • neue strukturierte Behandlungsmethoden (ganzheitlicher Ansatz »Gehirn«, »Körper« und »Seele«.)
  • regelmäßige Befragungen zu gesundheitlichen Beschwerden und zur Lebensqualität
  • Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit in Familie und Beruf

Fitnessarmbänder sowie krankheitsspezifisch Apps (die den Patientinnen und Patienten vom UKJ zur Verfügung gestellt werden) sind ebenfalls Teil von WATCH. Die Wearables stellt das UKJ.

Über die Daten aus den Armbändern und den Apps kann das Projektteam Symptome und Verläufe erfassen und auswerten. Eine große Sache für Patientinnen und Patienten, denn das Haus verlassen fällt vielen nicht nur körperlich schwer. Auch Despressionen und Angstzustände prägen das Symptombild vieler Post-Covid-Erkrankten.

WATCH out for Twin Transformation: Jetzt für den Award anmelden

Handelskraft Award beste Twin TransformerWir sagen: DANKE, UKJ für diese großartige Aktion. Für dieses Projekt, das wir definitiv auch für den Handelskraft Digital Business Award | Beste Twin Transformer ins Rennen schicken möchten. Meldet euch hier ganz einfach und kostenfrei an.

Ihr kennt Unternehmen und Projekte wie WATCH, die mithilfe digitaler Lösungen Gutes tun? Dann erzählt ihnen vom Award. Anmeldeschluss ist der 15.12.2023

Wir freuen uns auf all eure guten Taten.

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