Marktplätze werden zum ersten Berührungspunkt [5 Lesetipps]

Verfasst am 3. Juli 2017 von .
Quelle: pexels.com

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Marktplätze sind ein immer wiederkehrendes Thema in den Beiträgen auf Handelskraft. Wir haben ihren Nutzen für B2B untersucht und auch Mischformen, bei denen Marktplätze eine wichtige Rolle spielen. Vor kurzem haben wir das stetige Wachstum der Marktplätze diskutiert, das für den Einzelhandel zur direkten Bedrohung wird. Heute aber wollen wir uns auf die Auswirkungen der Ausbreitung erfolgreicher Marktplätze auf das Verbraucherverhalten konzentrieren.

Es ist nichts Neues, dass Käufer nur ein paar der dutzenden von Apps auf ihrem Smartphone benutzen und dazu tendieren, auf den Webseiten oder Apps nach Dingen zu suchen und zu kaufen, wo sie einfach alles finden, ohne zwischen den Onlineshops verschiedener Einzelhändler oder Marken wechseln zu müssen. Gebt Amazon die Schuld!

Marktplätze, die neue Generation der Shopping-Center

Laut der Studie „UPS Pulse of the Online Shopper“ von comScore kaufen 65 Prozent der Befragten wegen der besseren Preise auf Marktplätzen statt beim Einzelhändler und 55 Prozent aufgrund der kostenlosen oder preisreduzierten Lieferung.

Die überlegenen Marktplätze haben die Möglichkeit, sehr wettbewerbsfähige Preise und besseren Lieferservice zu bieten. Tatsächlich übertreffen sich unter anderem Amazon, Zalando, Otto und Etsy ständig selbst, um bei der Auftragsabwicklung außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu bieten.

Produkte suchen … auf Google einem Marktplatz!

Wie auch immer, hier kommt die gute Neuigkeit: Die Studie ergab, dass 38 Prozent der Konsumenten ihre Onlinesuche auf einem Marktplatz beginnen, mehr als auf jedem anderen Kanal. Und mit Blick auf die Zukunft gehen 30 Prozent davon aus, mehr auf Marktplätzen einzukaufen, während 29 Prozent dort mehr recherchieren werden.

Dadurch werden Marktplätze von Marken, die online präsent, such- und auffindbar sein wollen, sehr wahrscheinlich als strategischer Kanal wahrgenommen werden, denn es ist das Ziel jedes Unternehmens, da zu sein, wo auch die Zielgruppe ist.

Eins der jüngsten Beispiele in Deutschland ist REWE. Vor einigen Tagen hat REWE die Eröffnung seines ersten globalen Marktplatzes verkündet, über den nicht nur Lebensmittel, sondern alle Arten von Produkten vertrieben werden sollen. Dabei setzt das Unternehmen auf seine Reputation und den verbesserten Lieferservice.

Sollte jetzt jeder auf einem Marktplatz sein?

Die zunehmende Verbreitung von vertikalen und horizontalen Marktplätzen macht es attraktiver und herausfordernder, diese Frage zu beantworten. Vielleicht ist es für eine Schmuckmarke angemessener, auf einem vertikalen Marktplatz wie TrueFacet.com vertreten zu sein, während für Zara ein horizontaler Marktplatz wie Dote interessanter wäre, der die Möglichkeit bietet, bei mehreren Händlern gleichzeitig einzukaufen. Oder vielleicht reicht es auch, dort in Werbung zu investieren.

In jedem Fall sollte die Entscheidung gut durchdacht sein, denn Marktplätze bieten Vorteile, aber auch entscheidende Nachteile: Kundendaten besitzt beispielsweise der Marktplatz und nicht der Verkäufer.

Unsere 5 Lesetipps der Woche

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Rewe bringt Penny online und startet Marktplatz-Angebot [Exciting Commerce]

Handelsexperte Heinemann: „Marktplatz-Fieber vernebelt die Sinne“ [neuhandeln.de]

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