Bekanntlich kann Magento nicht nur dafür genutzt werden, um einen Onlineshop aufzusetzen. Auch für andere Zweckentfremdungen ist die Open Source-Software zu haben. Darüber weiß natürlich auch unser Entwicklerteam Bescheid und programmierte für die Joni Wedding GmbH den Produktkatalog zu einem lokalen Anbieterverzeichnis um. Die besten Plätze zum Heiraten und stationäre Läden können hier gesucht werden. Auch die herkömmlichen Produktbewertungen wurden dafür umfunktioniert. Nicht mehr Produkte, sondern Lokalitäten und regionale Anbieter können nun bewertet werden. Die Wunschliste wurde auch umgewandelt, sie ist nun zu einem Merkzettel geworden und als eigenständiges Tool nicht mehr, wie bei einem Onlineshop üblich, mit einem Checkoutprozess verknüpft.
Ein anderes Highlight ist die Verknüpfung mit Google Maps. Auf der Karte werden alle Anbieter und Lokalitäten angezeigt.
Wer bei TOMS Schuhe kauft, beteiligt sich direkt an einem sozialen Projekt denn:
With every pair you purchase, TOMS will give a pair of new shoes to a child in need. One for One
Die Vergabe von Schuhen an bedürftige Kinder soll vor vielen Krankheiten schützen, die durch verschmutzte Erde verursacht werden. In dem Blog von TOMS sind einige Geschichten zu dem Projekt so wie andere Veranstaltungen von und mit dem Unternehmen aufgeführt.
Das mit Magento kompatible Zahlungssystem ermöglicht es Käufe sicher per Rechnung abzuwickeln. Der Käufer wird einer Bonitätsprüfung unterzogen, darüber hinaus bietet BillSAFE weitere Sicherheitsleistungen, wie zum Beispiel die Überwachung der Zahlungseingänge an. Das Besondere an dieser Variante gegenüber anderen Payment-Anbietern ist das Erschließen der Kundengruppe, die vornehmlich auf Rechnung einkauft.
Der Käufer zahlt zuerst an BillSAFE, erst dann wird wöchentlich der geforderte Betrag an den Anbieter überwiesen. Bei einem Zahlungsausfall wird sogar das Aussenden von Mahnungen übernommen.
Auf der Meet Magento Konferenz hat Sebastian Herold, dotSource Projektmanager und Blogautor, einen Vortrag zum Thema Social Commerce mit Magento gehalten.
Dort erklärte er die wichtigsten Strömungen (Group-Buying, Live und Club-Shopping, Crowdsourcing und Mass Customization) und die Umsetzung von Social-Commerce-Funktion mit der Open-Source-Lösung Magento.
Verfasst am 27. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).
Letzte Woche hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft das jährlich erscheinende Ranking der Internet-Agenturen herausgegeben.
Zu den Gewinnern, Auf- und Neueinsteigern im Ranking gehören, wie auch bereits im t3n-Magazin erwähnt, Agenturen, die Leistungen rund um das alternative (Open-Source-)Shoppingsystem Magento im Portfolio aufweisen.
Und das sind immerhin 25 der 186 gelisteten Agenturen (via t3n); unsere Agentur dotSource ist als Neueinsteiger auf Platz 112 eingestiegen:
Ebenfalls neu eingestiegen und gleich auf Platz 55 gelandet, ist AGETO Service GmbH, die wie wir Mitglied in der Towerbyte e.G. sind.
Magento, das erst seit Ende 2007 am Markt ist, hat seinen Siegeszug auch im Dienstleisterbereich angetreten, wenngleich es auch nur sehr wenige Agenturen gibt, die ausschließlich auf Magento spezialisiert sind. Viele der gerankten Magento-Dienstleister haben neben Magento ihr Hauptaugenmerk auf andere Shopping-Lösungen gelegt, wie etwa TYPO3.
Ende des letzten Jahres kam man nicht mehr drum herum, Magento als den Innovationstreiber im E-Commerce anzuerkennen, was Mitte März 2010 mit einer Finanzspritze in Höhe von 22,5 Mio. Dollar noch einmal besiegelt wurde.
„Potenzielle Käufer bekommen somit die Möglichkeit eigene Bewertungen einzuholen, statt auf Rezensionen fremder Personen vertrauen zu müssen.“
Der dazu gehörige Screencast von Optaros (2:30 Min.) erklärt die Magento-Extension „Facebook Connect“ noch einmal sehr schön:
In einigen Wochen wird eine weitere Magento-Social-Shopping-Extension auf den Markt kommen, für Shop: Die BeeShopy Magento-Extension.
BeeShopy ist eine Applikation, die es Shopbetreibern ermöglicht, den eigenen Onlineshop mit Facebook nicht nur zu verknüpfen, sondern direkt einen Facebook-Shop zu eröffnen, Zahlungen zu ermöglichen/akzeptieren und Facebook-Statistiken dazu zu tracken. Entwickelt wurde Beeshopy von dem spanischen Startup BeeCoder, das die Veröffentlichung der Extension für Magento derzeit vorbereitet. BeeShopy befindet sich derzeit in der Beta-Version.
Wie die Extension via Facebook funktioniert und aussieht, kann man selbst live durchexerzieren, siehe die Demo dazu.
Sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus. Ein Interview mit dem Team von BeeCoder gibt es hier.
Verfasst am 15. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).
Da Handelskraft.de Medienpartner auf dem Internet World Kongress war, konnte ich den ersten Kongresstag vollends mitnehmen. Insbesondere der erste Tag war auf eine Entwicklung fokussiert, die in vergangenen Studien bereits aufgegriffen wurde: Das allgegenwärtige Bedürfnis nach verbesserter, emotionalerer Produktpräsentation für den E-Commerce (und was Shopbetreiber an Kosten einkalkulieren müssen).
Was sind in diesem Jahr die drei wichtigsten Aufgaben für die befragten Shopbetreiber in Bezug auf den eigenen Shop?
Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) wollen neben der besseren Kontrolle des Erfolgs einzelner Marketingaktivitäten und der Nutzerfreundlichkeit und dem Produktangebotsausbau, die Produktpräsentation im Onlineshop verbessern.
Und so kamen im ersten Kongress-Panel „Branchen im Wandel: Mode- und Luxusartikel“ drei Unternehmen zusammen, die erst vor wenigen Jahren in den Onlinehandel eingestiegen sind und bis dato im stationären Handel aktiv und erfolgreich waren.
Einen wirklich sehr interessanten Erfahrungsbericht („Vom Hersteller zum Händler: Erschließung neuer Umsatzpotentiale durch den Vertriebskanal E-Commerce“), legte die Gerhard Rösch GmbH die Beweggründe für Onlineaktivitäten dar. Ausgangssituation war:
1. Das vollständige Fehlen von Möglichkeiten Kunden direkt ansprechen zu können.
2. Keine Analysemöglichkeiten für Kundenfeedback vohanden.
3. Daraus ableitend: Kaum Kundenbindungsmöglichkeiten.
Was wirklich hervorragend war, dass man die Zielgruppe sehr realistisch eingeschätzt hat und man von diesem Punkt aus alle Aktivitäten geplant hat. Rösch’s Onlineshop die-reine-wohlfuehlkunst.de läuft auf Enfinity von Intershop.
Einen ganzen Schritt weiter war dagegen das Duo Olsenfashion.com (Olsen GmbH & Co. KG) und next commerce von Sinnerschrader: „Innovative Ansätze zur Produktpräsentation“.
Genau wie Rösch, hat Olsen aus dem stationären klare Kenntnisse darüber, was die Zielgruppe ist und weiterführend, wie man sie in der Produktpräsentation am besten ansprechen kann. Der Onlineshop ist gepflastert mit Frauen zwischen 25 und 30 Jahren, wohingegen die Zielgruppe Frauen im Alter zwischen 39 und 59 Jahren liegt. Im Ausblick verriet das Duo, man wolle seine Bestands- und Neukundinnen vor allem begeistert. Dafür werden neben dem vorbildhaften Einsatz von Produktdetaildarstellungen und Moderatgebern, die Models in Zukunft angepasst. Das heißt, man wird authentische Frauen dafür nehmen. Diesen Schritt finde ich sinnvoll, mutig und vielversprechend.
„Es sollen keine Fragen bei der Navigation offen bleiben“, verrät die next commerce Beraterin, die das Projekt betreuen und mit einer Individuallösung auf den Weg gebracht haben.
Gegen die Retouren sollen in Zukunft ebenfalls detaillierte Produktbeschreibungen eingebaut werden. Neben der hervorragenden Produktpräsentation kann ich mir durchaus vorstellen, dass man schrittweise beginnt, die Kundinnen mit Kommentar- und Bewertungsfunktionen zu betrauen. In diesem Bereich liegt gerade bei dieser glasklaren und einfachen Umsetzung enorm viel Potential.
Auch im Best-Practice-Teil des Kongresses konnte man eine Vorstellung von dem gewinnen, wofür sich Shopbetreiber derzeit sehr interessieren und was bereits eingesetzt wird.
Der sympathische Schweizer Thomas Lang von carpathia.ch hielt im E-Commerce-Trendpanel einen sehr schönen Vortrag, in welchem er sehr anschaulich innovative Produktpräsentationen in Onlineshops präsentierte, mit Schwerpunkt Produktvideos. Der allgemeinen Aussage gefolgt, Produktvideos steigern die Conversionrate, wurden sehr schöne Anwenderbeispiele gezeigt die noch einen Schritt weiter gingen, wie in etwa unsere Videoshopping-Anwendung des letzten Jahres: Zugara’s Motion Capture und auch die Streaming Augmented Reality bzw. Social-Shopping-Anwendung in der zweiten Generation:
Wirklich sehr interessant. Die Fragen aus dem Publikum: Wie teuer sind solche Anwendungen? Wie teuer sind gute Produktvideos? Erhöht sich die Conversionrate signifikant?
Nach Zahlen und Kosten wurde gefragt, alles Dinge, die auch ein Thomas Lang nicht exakt zu beantworten vermochte. Mich beschlich in diesem Augenblick, dass der Hype einen blenden kann. Aber auch Hype- und Trendkritiker können sich darauf einstellen, dass da nicht nur grobes Interesse da ist, sondern auch Geld in die Hand genommen werden wird und auch bereits kleinere Shops damit erfolgreich experimentieren, wie ich mir von zwei Shopbetreibern bestätigen ließ.
Das waren die Highlights des ersten Kongresstages: Produktpräsentation, Produktvideos und E-Commerce-Gehversuche. Vorsichtig, aber direkt.
Das Thema Social Commerce wurde nur sehr sparsam und vorsichtig berührt. Facebook war fast überall ein Thema, aber die Ideen blieben vorerst aus, zumindest die öffentlichen Statements dazu.