Mensch und Maschine – warum Roboter noch keine alltäglichen Begleiter sind [Netzfund]

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Quelle: Unsplash

In den letzten Jahren wurde viel über die neuesten Erkenntnisse in der Robotik berichtet. Alltagshelfer sollte es geben, die sowohl im Haushalt kleinere Aufgaben als auch in der Industrie körperlich schwere Arbeit abnehmen. Immerhin letzteres ist durch die Entwicklung wendiger Roboterarme gerade für die Auto- und Flugzeugindustrie mittlerweile unabdingbar geworden. Warum aber der Roboter kaum Einzug in unsere Haushalte gefunden hat, erklären wir euch im Netzfund der Woche.

Mensch und Maschine – erstmal auf dem Boden geblieben

Eine Technologie, die sich tatsächlich schnell durchgesetzt hat, ist der Saugroboter. Der zwar nicht erste, aber populärste seiner Art ist der Roomba von iRobot. Der kleine runde Haushaltshelfer nimmt jedem Putzmuffel das lästige Staubsaugen ab und das mit Erfolg. Seit 2002 wurden mehr als 20 Millionen Saugroboter der Marke verkauft. Trotz vieler Nachahmer mit ähnlichen Produkten bleibt er der ungeschlagene Sieger unter den Dienstrobotern.

Ein weiteres Modell, dass sich bereits in einige Gärten geschlichen hat, ist der Mähroboter. Auch er erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Rasenfanatikern und Technik-Fans. Seine eigenständige Arbeitsweise erleichtert die Gartenarbeit enorm, da er nicht nur selbstständig Hindernissen ausweicht, sondern auch erkennt, wann er zurück in die Ladestation fahren muss. Es gibt außerdem Geräte, die sich per App mit dem Smartphone steuern lassen und bei Regen automatisch abschalten.

Mensch und Maschine – es liegt an uns, nicht an ihnen

Mehr als Bodenarbeit trauen wir den kleinen Helfern noch nicht zu. Dabei gibt es eine Vielzahl an Ideen für mehr Unterstützung im Alltag:

Ein Start-Up aus den USA produzierte zum Beispiel Roboter, die voll automatisch in der Lage waren, Pizza herzustellen. Nach einem kurzen Hype musste nun die Hälfte der Angestellten entlassen werden. Die Produktion wurde umgestellt und man konzentriert sich nun auf die Herstellung nachhaltiger Verpackungen und Gesichtsmasken.

Auch die rollende Informationssäule Pepper konnte ihrer Anforderung als lebenserleichternder Begleiter nicht gerecht werden. Außer als Gimmick auf Messen und Roboterevents, wurde er kaum genutzt.

Der für Kinder konzipierte Roboter Moxie soll dabei helfen Emotionen zu vermitteln, indem er ständig Augenkontakt sucht und mit dem Gegenüber interagiert. Doch auch hier bleibt der Hype noch aus.

Das Problem mit der Akzeptanz der kleinen Helfer liegt jedoch bei uns. Es fällt schwer humanisierten Maschinen zu vertrauen. Je menschlicher sie aussehen, desto verstörender finden wir ihr unmenschliches Verhalten. Ist zum Beispiel die Augen-Mund-Koordination eines Roboters nicht fein abgestimmt, sieht er für uns schnell bedrohlich aus. Des Weiteren spielt der Kostenfaktor eine entscheidende Rolle. Nicht jeder ist bereit den noch sehr hohen Preis für solche Innovationen zu zahlen. Auch die Diskrepanz zwischen Kosten und Nutzen stellt ein Hindernis dar.

Doch die Forschung ruht nicht. Schon bald werden wir mit neuen Robotertechniken konfrontiert und wer weiß, vielleicht ist auch schon ein weiterer praktischer Haushaltshelfer dabei.

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