Von der Royal Navy bis zu IKEA – Das weite Feld der Augmented Reality

Verfasst am 4. Juli 2018 von .

dotsourc emooswand, liegestuhl augmented Augmented Reality kann mehr, als ein Pokémon zu verstecken, wo in Wahrheit nur Maulwurfshügel sind. Die computergestützte Erweiterung der Wirklichkeit wird unser tägliches Leben immer stärker beeinflussen und! es mithin etwas einfacher machen. Schon jetzt setzt das ein oder andere mutige Unternehmen auf AR und entwickelt spannende Use-Cases – Anwendungsfälle für den Alltag.

Von der Kriegsführung zur Inneneinrichtungsplanung?

Während man bei der Virtuellen Realität (VR) in eine komplette digitale Welt abtaucht, geht es der Augmented Reality (AR) darum, unsere reale Welt mit digitalen Elementen zu ergänzen. Diese Idee – und auch teilweise die Technik – ist mittlerweile mehr als ein halbes Jahrhundert alt. Sie stammt aus dem britischen Militär. Im Jahr 1958 entwickelte die Royal Navy sogenannte Head-up-Displays. Diese sollten Piloten eines Bombers dabei unterstützen, gleichzeitig ihre Instrumente und den Horizont im Blick zu haben: bessere Konzentration, höhere Trefferquote. Zum Glück haben sich heute für die AR Einsatzbereiche entwickelt, die friedlicher sind. Also, meistens jedenfalls. Zum Beispiel wenn es um die Frage geht, wie man die gemeinsame Wohnung einrichtet.

Ideen braucht die Welt

Deine persönliche Produktshow

Wir alle kennen das, aus: “Ach, fahren wir KURZ ins Möbelhaus und schauen, ob es etwas neues gibt.“ wird oft ein ganzer Tag. So sehr es IKEA gelingt, ganze Kundenfamilien regelrecht zu verschlingen und am Ende des Tages mit einem seltsam vollen Einkaufswagen Hot-Dog-satt zu entlassen, so sehr ist das schwedische Unternehmen auch Pionier im AR-Homestaging. Denn mit der IKEA Place App kann man sich das schwedische Möbelhaus direkt nach Hause holen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass man sich lange Anfahrtszeiten spart. Platziert man virtuell sein neues Lieblingsstück direkt im Raum, so kann man schnell sehen, ob der neue stylische Stuhl zu den eigenen vier Wänden passt.

Auch die MediaMarkt-Saturn-Gruppe spielt mit AR-Projekten. Im Sommer letzten Jahres führte ein charmanter Avatar namens Paula auf der Microsoft HoloLens mehrere tausend Kunden durch den Elektromarkt und präsentierte ihnen Produkte – ein Pilotprojekt, das seither auf seine Fortsetzung wartet.

Maschinenbauer profitieren ebenfalls von virtuellen Helfern, wenn es die Präsentation ihrer Produkte geht. Denn so manch’ große Maschine kann aufgrund von Platzmangel schlecht auf Messen vorgeführt werden. Visualisierung mit AR macht es außerdem möglich, ins Innere der Anlagen zu schauen. So lassen sich auch Vertriebsmitarbeiter besser schulen. Wenn sie den Kunden die Maschinen dann in einem Verkaufsgespräch direkt präsentieren, wissen sie entsprechend viel besser Bescheid.

Virtuelles Handbuch

Autos werden ebenso zu immer komplexeren Maschinen. Die wenigsten Kunden verstehen auf Anhieb alle Funktionen oder aufploppende Leuchtsymbole. Da hilft normalerweise der Griff zum Handbuch. Doch auch hier stößt man nicht selten an seine Grenzen. Hyundai und Audi versuchen bereits mit Augmented Reality – Angeboten, die User Experience zu verbessern. Eine App visualisiert dabei sämtliche Schritte weit lebensnaher, als es Piktogrammen in gedruckten Handbüchern gelingt. So wird es fast unmöglich, die Behälter für Öl- und Wischwasser zu verwechseln.

AR-Produkte sind zudem nützlich, um komplexe Maschinen schneller und kosteneffizienter zu reparieren. Denn wenn eine Anlage ausfällt, ist Zeit bares Geld und es gilt, die Maschinenstillstandzeit so kurz wie möglich zu halten. Sind notwendige Daten und Reparaturanleitungen digital verfügbar, können Techniker die Wartung und Instandhaltung zeitnah übernehmen. Die AR bildet das erforderliche Werkzeug ab und sämtliche Handgriffe sind als Blende direkt in der Arbeitsumgebung verfügbar.

Logistik

Auch Lagerarbeiten können durch den Einsatz von Datenbrillen erleichtert werden. Dazu erhalten Picker notwendige Informationen wie Lagerort, Lagerplatz oder zu packende Anzahl der Ware direkt per Sprachansage sowie visuell dank AR-Technik auf das Display der Datenbrille. Vorteil: Die Mitarbeiter können papierlos und freihändig arbeiten. Die Waren werden mit der integrierten Kamera eingescannt und im System abgehakt. AR steigert so nicht nur Produktivität und Qualität jedes Mitarbeiters, sondern entlastet diese auch gleichzeitig. Allerdings wird so das tatsächliche face-to-face der Kollegen minimiert, da sie sich nicht mehr in die Augen schauen und entsprechend direkt miteinander kommunizieren können.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Viele kleine und mittelständische Unternehmen scheuen sich noch davor, Augmented Reality einzusetzen. Hohe Investitionen und fehlende Kenntnisse der Technik sorgen dabei für Skepsis. Doch auch wenn die Technologie noch nicht wirklich bei jedem angekommen ist, lohnt es sich langfristig, mit AR zu experimentieren. Denn eins ist klar: Gesammelte Erfahrungen können vielleicht genau den Unterschied machen, der sich später als Wettbewerbsvorteil entpuppt.

Auch ihr Unternehmen braucht ein Wettbewerbsvorteil?

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