Conversion-Optimierung – Tipps für eine bessere User-Experience und mehr Erfolg im E-Commerce [Teil 1]

Conversion Optimierung Performance
Quelle: pixabay

Business-Ziele sind oft sehr konkret definiert: 10 Millionen Euro Umsatz bis 2022! Fünf Prozent mehr Traffic im dritten Quartal! Ein wichtiger Key Performance Indicator (KPI) zur Erreichung von Business-Zielen ist die Conversion-Rate – der Messwert, der entsteht, wenn Traffic und Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Zielvorhaben, beispielsweise abgeschlossene Abonnements, Anmeldungen oder Käufe, ins Verhältnis gesetzt werden.

Die Seitenladezeiten haben im E-Commerce den größten Einfluss auf die Conversion-Rate der Nutzer. In der neuen Handelskraft Artikelreihe »Conversion-Optimierung – Tipps für eine bessere User-Experience und mehr Erfolg im E-Commerce« möchten wir euch zeigen, worauf es ankommt, um eure Conversion-Rates zu erhöhen und eure Business-Ziele zu erreichen. Teil 1 startet mit den Grundlagen für eine effektive Conversion-Optimierung, für die man am besten auf professionelle Unterstützung in drei großen Bereichen setzt, indem man User-Research betreibt, ein UX-Audit beauftragt und das Nutzerverhalten testet.

Conversion-Optimierung: USER-RESEARCH

Keine Optimierung ohne gründliche Erforschung des Nutzerkreises: Wer surft auf der Seite? Wann wird sie besucht? Was wollen die Besucher? Um die User-Experience zu verbessern, werden beim User Research nicht nur die gesammelten Nutzerdaten analysiert, sondern auch Nutzerbefragungen auf der Webseite durchgeführt. Konkrete Fokusgruppen helfen, allgemeine und spezifische Schwachstellen aufzudecken. Eine gut strukturierte User-Research führt dazu, dass nicht nur Probleme auf der Featureebene der Website oder App sichtbar werden, sondern sie können auch Optimierungsbedarf auf strategischer Ebene und hinsichtlich Service und Produktqualität offenbaren.

Conversion-Optimierung: UX-AUDIT

Beim UX-Audit handelt es sich um einen interdisziplinären Scan des Online-Produkts durch renommierte Experten. In diese Expertenevaluation fließen viele Informationen des User-Researchs ein. Am Ende eines professionellen UX-Audits steht eine sehr konkrete Liste der Optimierungspotentiale und deren Dringlichkeit. Der UX-Audit arbeitet dezidiert Schwachstellen eines Webauftritts heraus – zum Beispiel visualisiert eine Scrolling-Map, wie weit Nutzer nach unten scrollen und ob Nutzer die für Conversions relevanten Informationen auch schnell genug sehen können.

Conversion-Optimierung: TESTING

Durch User-Research und UX-Audit entstehen konkrete Handlungsaufforderungen, aber neue Gestaltungslösungen werden erst danach im UX-Team entworfen. Wie aber reagieren Nutzer auf die neuen Lösungen? Um negativen Auswirkungen auf die Conversion-Rate vorzubeugen, sollte das Neue von der Zielgruppe vorab getestet werden. Usability-Tests eignen sich dabei besonders beim Redesign eines Webauftritts. Für Optimierungen an der bestehenden Seite greift man hingegen auf A/B-Tests zurück. Eine Variante einer Website wird dabei bei gegen das »Original« (aktuell bestehende Website) getestet.

Conversion-Optimierung und Ladezeit als Rankingfaktor

Schlechte Seitenladezeiten sind Conversion-Killer Nr. 1. Geduld ist eine Tugend – jedoch nicht im Zeitalter des Highspeed-Internets. Schließlich steht niemand gern beim Einkaufen in der Schlange und wartet. Pro Sekunde Seitenladezeit kann die Conversion-Rate um bis zu sieben Prozent fallen.

Umso wichtiger ist es für Betreiber von Onlineshops, sich den Seitenladezeiten zu widmen, zumal der Google-Crawler 2018 begonnen hat, Ladezeiten zum Rankingfaktor zu machen.Eine logische Konsequenz des Nutzerverhaltens im Mobile-First-Zeitalter. Kurzum: Wer schneller lädt, taucht in den Suchlisten weiter oben auf.

Conversion-Optimierung Performance Desktop Mobile Grafik
Traffic-Vergleich Desktop-Mobile weltweit

In der Tat hat der mobile Traffic den Traffic von Desktopgeräten seit November 2016 überholt. Zwar strebt Google selbst an, dass jede Seite binnen 0,5 Sekunden lädt, im E-Commerce aber gelten zwei Sekunden als Schwellenwert des Akzeptablen. Schon nach drei Sekunden Wartezeit verlassen 40 Prozent der Besucher die Website – eine echte Herausforderung für Entwickler, denn Kategorie- oder Produktdetailseiten müssen aufgrund notwendiger Mediainhalte oder komplexer Skripte oft größere Datenmengen übermitteln.

Einstiegsseiten wie Landingpages sollten zu den Seiten zählen, die besonders schnell laden. Denn hier kommt der Kunde zuerst mit dem Shop in Berührung und trifft die Entscheidung, ob ihm das Angebot zusagt oder nicht – und zwar binnen Millisekunden. Ist er interessiert, steigert sich auch die Bereitschaft, ein paar hundertstel Sekunden länger zu warten. Können die Inhalte jedoch partout nicht ausreichend verschlankt werden, kann zumindest die gefühlte Ladezeit verringert werden. Dafür sollten die wichtigsten Elemente wie Navigation, Call-to-Actions und Hauptbild vor allen anderen Seitenelementen geladen werden, sodass der Nutzer die Botschaft versteht: Es tut sich was.

Conversion-Optimierung: Endgeräte und Gewohnheiten

Weitere wichtige Stellschrauben zur Optimierung der Seitenladezeiten sind die Endgeräte, Browser und Betriebssysteme, mit denen Nutzer auf den Shop zugreifen. Was die Endgeräte betrifft, so steigt der Anteil mobiler Käufer rapide. 44,3 Prozent aller User kaufen mobil ein, bei den Millenials sind es sogar 73 Prozent, Tendenz weiter steigend.

Entsprechend ist die Bedeutung einer speziellen Content-Marketing-Strategie für den Mobile-Commerce kaum zu unterschätzen. Darin sollte sowohl das Informationsbedürfnis als auch die Nutzergewohnheiten des Mobile-Nutzers bei der Seitenarchitektur im Fokus stehen. Aus Performance-Sicht ist neben dem responsiven Design eine separate mobile Variante zu erstellen, in der die Seitenladezeit drastisch reduziert wird, da nicht alle Daten für die einzelnen Viewports geladen werden müssen, sondern auf Mobile Devices zugeschnitten sind.

So wie immer mehr Menschen mit mobilen Endgeräten surfen, so hat sich auch bei der Frage, welche Browser genutzt werden, viel verändert. Unumstrittener Marktführer ist mittlerweile Google Chrome, auf den mehr als 67 Prozent aller Nutzer in Deutschland vertrauen. Durch eine browserspezifische Optimierung können Inhalte schneller abgerufen und verarbeitet, sprich dem Nutzer früher angezeigt werden.

Trotz der Marktmacht von Google ist es sinnvoll, auch im Jahre 2019 unterschiedliche Browser – allen voran Mozilla Firefox, Apples Safari, Microsoft Edge oder gar den Internet Explorer – zu unterstützen. Denn Nutzer des Internet Explorers sind meist schon recht betagt – und entsprechend relativ kaufkräftig. Und Apple-Nutzer haben, statistisch gesehen, die wertvollsten Warenkörbe.

Ob Chrome, Firefox oder Safari, iOS,Windows, Edge oder Android: Es gilt, sowohl mit Blick auf die Browser als auch auf die Betriebssysteme, seine Zielgruppe zu kennen und entsprechend der Kundenbedürfnisse zu optimieren.

Conversion-Optimierung im Detail

conversion-Rate und Performance-Optimierung Um die Zeit bis zum zweiten Teil der Artikelreihe zu überbrücken, empfehlen wir euch einen Blick in unser aktualisiertes Whitepaper »Conversion-Rate- und Performance-Optimierung«. Neben Ladezeit- und Checkout-Optimierung zeigen wir, wie man die Suche verbessert und das Vertrauen der Kunden gewinnt.

Das Whitepaper steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Im Case Study Video erfahrt ihr außerdem, wie gutes UX-Design die Conversions erhöht und Umsätze steigert.
Mehr über das dotSource UXD-Team und unser Leistungsspektrum im Bereich User Experience Design erfahrt ihr hier.

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