Integration Middleware: 8 Kriterien für die richtige Systemauswahl [Teil 1]

Integration Middleware Kriterien Systemauswahl
Quelle: Unsplash | Maria Bobrova

Der Software-Dschungel ist dicht, die Zahl der Anbieter ist hoch. Auch die Möglichkeiten, das Schnittstellenmanagement mithilfe externer Anbieter auf dem modernsten Stand zu halten, sind zahlreich. Doch welches System passt zu wem? In der neuen Handelskraft Artikelserie geben wir euch wertvolle Tipps und konkrete Auswahlkriterien an die Hand und stellen euch drei Anbieter moderner Integrationslösungen genauer vor.

Los geht es heute mit acht Kriterien für die passende Systemauswahl. In den kommenden Wochen stellen wir euch in einem kurzen Portrait die wichtigsten Anbieter vor und für wen sie sich eignen, darunter unsere Partner Magic Software, MuleSoft und SAP.

Intgration Middleware und Best-of-Breed Ansatz

Die Frage nach der Wahl einer Integration Middleware muss individuell beantwortet werden. Grundsätzlich ist damit die Frage verbunden, wie die Systemlandschaft beziehungsweise die digitale Plattform aufgebaut ist. Beim Aufbau unterscheidet man grundsätzlich zwischen den Ansätzen Best-of-Breed und Best-of-Suite. Best-of-Suite bietet Kunden Bestandteile aus einer Hand, von ein und demselben Softwareanbieter.

Best-of-Breed beinhaltet eine heterogene Systemlandschaft, bei der innerhalb der IT-Systemarchitektur stets das bestmögliche Produkt berücksichtigt werden kann und diese Produkte durch Schnittstellen miteinander zusammenarbeiten. Der Best-of-Breed-Ansatz ist aufgrund gewachsener Strukturen durchaus sehr viel häufiger verbreitet und auch aus strategischer Sicht sinnvoll, denn so wird es möglich, kompromisslos passende Softwarelösungen zu nutzen. Die wichtigsten Auswahlkriterien im Überblick:

Integration Middleware: Auswahkriterien

Kriterium 1: Business & Visions

Ein erster wichtiger Kriterienkomplex ist das Renommee und die Vision der Anbieter als Unternehmen. Innerhalb dieses Bewertungskriteriums fließen Erfahrung und Referenzen sowie Marktpräsenz, Fortschrittlichkeit und Zukunftssicherheit sowie Innovativität mit ein. Auch die Frage, über welches Partnernetzwerk der Anbieter verfügt, spielt eine Rolle.

So können Unter-nehmen hinsichtlich der Langfristigkeit und Credibility ihres Angebots eingeordnet werden. Bei Marktpräsenz und Partnernetzwerk gilt es, sich auf den DACH-Raum zu konzentrieren. Die Referenzen lassen Rückschlüsse darauf zu, für welche Branchen sich welcher Anbieter eignet. Außerdem gilt es zu ermessen, wie ein Lösungsanbieter auf Kundenanforderungen reagiert und diese Anforderungen in die Produkt- und Dienstleistungsgestaltung einfließen lässt.

Kriterium 2: Vielfalt der Anwendbarkeit und des Funktionsumfangs

Ein weiteres wichtiges Evaluationskriterium stellt die Frage der Anwendbarkeit dar. Hier werden die Anbieter auf die Skalierbarkeit der Lösung und auf die Vielfältigkeit der von den Anbietern unterstützten Anwendungsfälle und Systemarchitekturen hin untersucht.

Außerdem stellt der anfallende Trainingsaufwand ein Unterkriterium dar. Zwingend erforderlich, um überhaupt evaluiert zu werden, waren ferner folgende Funktionen: der Nachrichtenaustausch zwischen Anwendungen, Features zur Formatvalidierung sowie die Bereitstellung und Komposition neuer Dienste durch die Aggregation bestehender Services in Form von APIs.

Kriterium 3: Support & Service

Damit iPaaS-Lösungen erfolgreich eingesetzt werden können, muss die Supportleistung stimmen. Relevant ist hierbei neben der Qualität und Erreichbarkeit des technischen Supports auch die Frage nach verfügbaren Dokumentationen sowie die Evaluation der Schulungs- und Zertifizierungsangebote.

Kriterium 4: Preisgestaltung

Wird in einem Unternehmen eine iPaaS-Lösung eingeführt, hat dies ökonomische Auswirkungen. Die meisten Analysten heben – zurecht – Kostenersparnisse hervor. In solchen Kostenanalysen werden anhand eines fiktiven Unternehmens und in einem Zeitfenster von drei Jahren die zu erwartenden Betriebskosten berechnet und mit dem Preismodell des Lösungsanbieters in Beziehung gesetzt.

So berechnen die Analysten einen Return-on-Investment-Wert (ROI), der ein wichtiges Entscheidungsmerkmal ist, wenn es darum geht, die passgenaue iPaaS-Lösung auszuwählen. Im Auswahlprozess vor Ort mit einem konkreten Use-Case vor Augen kommen neben dem zu erwartenden, firmenbezogenen ROI Faktoren wie die Flexibilität des Abonnements und zu erwartende Kosten innerhalb der ersten drei Jahre noch stärker zum Tragen.

Kriterium 5: Konnektivität

Wenn man eine iPaaS-Lösung auswählt, muss vor allem geklärt werden, ob diese die zur Systemlandschaft des Unternehmens passenden Konnektoren bereitstellt – eine höchst individuelle Frage. Dennoch lässt sich dieses Kriterium anhand der Anzahl der bereitgestellten Daten- und Anwendungskonnektoren und Insights zu ihrer Anpassbarkeit näher bestimmen.

Kriterium 6: Integrationsfluss

Die Kriterien lassen sich unterscheiden, aber nicht hermetisch voneinander trennen. So spielen die im zweiten Kriterium umrissenen wichtigen Funktionalitäten auch eine Rolle, will man den Integrationsfluss ermessen. Wie performen die bereitgestellten Features zu Datenmapping und Datentransformation? Welche Funktionen zur Integrationsfluss-Entwicklung und -Verwaltung bietet welche Software?

Kriterium 7: API-Management

Um eine breite Unterstützung verschiedenster Integrationsbedürfnisse in heterogenen Systemlandschaften abzudecken, kann es Sinn ergeben, den Einsatz von iPaaS und API-Management zu kombinieren. API-Management umfasst die Delivery und Verwaltung verschiedenster Schnittstellen sowie deren Sicherung und Steuerung. Nicht jede der evaluierten Lösungen hat API-Management im Portfolio.

Wenn, dann zählt es aber zu den Kernanforderungen, vorgefertigte APIs bereitzustellen, über ein API-Gateway sowie ein Administrationsportal zu verfügen und all dies stets aktuell zu halten. Um eine hohe Wiederverwertbarkeit zu gewährleisten, ist es wichtig, alle APIs zu über-blicken, ihre Funktionsfähigkeit zu kennen und sie bei Bedarf deaktivieren zu können.

Kriterium 8: Nutzerfreundlichkeit

Nicht nur Endkunden, auch Entwickler sind User, die von einer guten Usability profitieren. Ein weiteres Kriterium stellt daher die Frage dar, welche Integrationspersonas von den Anbietern unterstützt werden und wie die Usability die Entwicklerproduktivität sowohl im Development-Prozess als auch im Deployment-Alltag positiv unterstützt.

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