Salesforce – Volle Umsatz-Kraft voraus [5 Lesetipps]

Salesforce Umsatz
Quelle: Salesforce

Das hier sind ja Lesetipps und keine Investment-Tipps. Und auch kein Mathematik-Unterricht für die fünfte Klasse. Obwohl wir zu beidem noch kommen werden. Da es Lesetipps sind, verweisen wir mit einem Artikel auf andere, lesenswerte Texte: Auf diesen hier zum Beispiel aus den tiefsten Archiven von SPIEGEL ONLINE im Jahre 2003. Episch lange her!

In dem Text wird der Chef des damals »heißesten Start-ups« aus dem Silicon Valley portraitiert, in das zu investieren sich gerade lohne: Marc Benioff von Salesforce. Eine der zentralen Stellen des Spiegel-Artikels von einst: »›Wir sind gute Verkäufer‹, sagt Benioff mit dem ihm eigenen Mangel an Bescheidenheit und versucht dabei, nicht zu grinsen.« Quintessenz des SPIEGELS damals: Bei Salesforce gebe es abgefahrene Marketing-Strategien zu im Grunde ziemlich konventioneller Customer-Relationship-Management-Software. Neu sei lediglich, dass sie nicht installiert werden müsse, sondern webbasiert laufe. Lediglich?

Salesforce – vom Geheimtipp zum Tech-Giganten in weniger als zwei Jahrzehnten

18 Jahre später: Salesforce ist schon lange kein Start-up mehr. Salesforce ist einer der größten und vor allem umsatzstärksten Tech-Konzerne der Welt. 2003 erwirtschaftete Salesforce einen Umsatz von 100 Millionen Dollar im Jahr.

2020 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz, verglichen mit dem Vorjahr, nochmals um 24 Prozent auf 21,25 Milliarden Dollar und am Ende des ersten Quartals 2021 trat Benioff am 27.05.2021 vor die Mikrophone und sagte: »Wir hatten das beste erste Quartal in unserer Firmengeschichte.« Bedeutet: Der Umsatz zwischen Februar bis April wuchs nochmals um 23 Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg sogar auf 469 Millionen Dollar nach 99 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Solche Zahlen auszuschreiben und die korrekte Anzahl Nullen zu platzieren, das lernt man in der Unterstufe einer weiterführenden Schule. Fünstklässler-Mathe am Beispiel von Salesforce, impressive:

Zeitraum Umsatz
2003      100.000.000 $
2020 21.250.000.000 $
Zeitraum Gewinn
Feb.-Apr. 2020   99.000.000 $
Feb.-Apr. 2021 469.000.000 $

Nackte Zahlen sind das eine, ihre Interpretation das andere. Auch der Softwarekonzern SAP legte kürzlich eine beeindruckende Entwicklung in Zahlen offen. Doch Salesforce ist eben noch etwas wachstumsstärker. Mega-Zahlen hin oder her, was macht unseren Partner denn nun so erfolgreich?

Salesforce – Homeoffice-Boost und intelligente Zukäufe

Salesforce ist Branchenführer im Bereich Customer-Relationship-Management-Software und anders als SAP setzt man nicht auf on-premise, also lokal gehostete Software, sondern ausschließlich auf die Cloud.

Das zahlte sich schon lange aus, doch mit der Corona-Krise ging dieses Modell durch die Decke, denn: Mitarbeitende sämtlicher Unternehmen waren pandemiebedingt gezwungen, remote zu arbeiten. Durch den Trend zum Homeoffice bedeutete das für Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter auch jenseits des Büros auf alle relevanten Daten zugreifen können mussten – das geht cloudbasiert bekanntlich sehr viel leichter, als wenn das Rechenzentrum im Keller der Firmenzentrale steht.

Außerdem hat Salesforce in den letzten Jahrzehnten nicht nur Aufsehen erregende, sondern gerade mit Blick auf die erodierten Arbeitswelten im Covid-Zeitalter geniale Zukäufe getätigt und in das eigene Unternehmensuniversum integriert: darunter, Apropos Integration, die iPaaS-Platform MuleSoft für effizientes Schnittstellenmanagement oder der Kurznachrichtendienst Slack, der insbesondere in den USA eine beliebte Alternative zu Chatdiensten wie Teams darstellt und gerade in Remote Work Zeiten enorme Nutzung erfährt.

Salesforce – von der Party- zur No-code-Platform

Ob 2003 oder 2021: Salesforce macht noch immer ein Marketing, das Maßstäbe setzt. Marc Benioff profiliert sich öffentlichkeitswirksam als Philanthrop. Aber ohne echte Innovationen wäre der Effekt pfiffiger Parties ebenso schnell verpufft wie witzige Trailblazer-Workshops und die großzügige Spenden-Kultur.

Die Idee, nicht nur das Hosting, sondern auch alles, was Service und Wartung betrifft, beim Software-Hersteller zu lassen, also eine SaaS-Plattform Software-as-a-Service anzubieten, gibt weiterhin den Takt an.

Das an Systemen reiche Salesforce-Portfolio ist nach dem Low- oder gar No-Code-Prinzip gestrickt. Das bedeutet, dass man nicht klassisch programmieren können muss, um Salesforce-Experte zu werden und die Produkte des kalifornischen Herstellers aufzusetzen, zu konfigurieren, zu implementieren und für Unternehmen im Alltag nutzbar zu machen. Was träfe den Nerv des Fachkräftemangels und die Not, sich in Pandemiezeiten schleunigst zu digitalisieren konstruktiver?

Warum euer Salesforce-Projekt bei uns in guten Händen ist? Hier findet ihr alle Antworten.

5 Lesetipps:
Digital Leadership Marc Benioff-Style [SPIEGEL Wirtschaft]

Salesforce Commerce als Grundlage für internationales Multicloud-Business im B2C [ESPRIT Success Story, dotSource]

Salesforce knackt Umsatzrekord [BUSINESS INSIDER]

Salesforce und der 50 Millionen Dollar Traum [Handelsblatt]

Homeoffice als Treiber für Salesforce CRM [manager magazin]

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